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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Tiefe 
Öberfläche 
50 Fad. (94m) 
100 „ (188 m) 
290 „ (877m) 
300 „ (565m) 
Meeresboden 
Tiefe { Fad. 
m 
Temperatur °C 
Die Expedition des Kreuzers „Fylla“ nach der Baftins-Bai, 1886. 
Tabelle 1. 
Wassertemperatur °C a 
4 
145 
Po 
9 an 
„= „= 
Zr zZ 
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Sb] 
eG 1 
4,8 
4,9 
| 
3,6 
34 | 3,6 
2,8 
2,8 
28 | 28 
‘0 | 3,9 
a ! 4A 
24 
2,9 
ı 14 
2,2 
2.1 
2,0 
8,5 
40 
38 | 
3,2 ] 
35 
3,8 
On 
Fo 
1345 ] 
92533 
1233 | 1276 | 1214 
2322 | 2403 2286 
25 | 921 3,0 
944 | 595 | 681 | 623 | 573 | 558 
| 1778 1120 | 1282 1178 | 1079 | 1051 
27 ' 87 | 37 3837 | 88 3,7 
In Godthaab wurde die „Fylla“ drei Wochen lang durch Eis einge- 
schlossen; dasselbe trieb mit einem Südwest-Sturm am 18. Juni in den Hafen 
und füllte den ganzen Godthaabs-Fjord, den Hafen und die Einfahrt mit 6 bis 
10m dicken Schollen völlig aus. Als endlich am 7, Juli Stille und nördlicher 
Wind eintrat, fing das Eis an, sich zu lockern, so dafs es am 9. der „Fylla“ 
gelang, sich durch dasselbe einen Weg ivs offene Wasser zu bahnen, In mög- 
lichst schneller Fahrt wurde jetzt nordwärts gesteuert, und nach kurzem Aufent- 
halte in Sukkertoppen und Holstensborg gelangte das Schiff am 17. Juli in 
Upernivik, der auf 72° 47‘ N-Br gelegenen nördlichsten Kolonie in Grönland, 
an; hier traf sie die unter Lieut. Ryder entsandte, von Bloch und Ussing 
begleitete Expedition. Am 20. Juli wurde Upernivik verlassen in der Absicht, 
zwei lange Schläge südwärts zu machen, den einen vom südlichen Theile der 
Halbinsel Svartenhuk aus bis Godhavn auf Disko, den zweiten von hier bis 
Holstensborg, dabei so weit wie möglich westlich nach der Amerikanischen Seite 
herüberhaltend, um einen möglichst vollkommenen Querschnitt der Baffins-Bai und 
der Davis-Strafse zu erhalten und durch häufige Temperaturbeobachtungen und 
Wasserproben Aufschlüsse über die Stromverhältnisse, im Besonderen über den 
in die Baffins-Bai entsendeten Arm des Golfstromes zu erhalten, Leider wurde 
die Ausführung dieses Planes durch dickes nebeliges Wetter und Eis, welches 
letztere alle oceanischen Beobachtungen westlich von 57%° W-Lg unmöglich 
machte, verhindert, 
Am ersten Tage, dem 20. Juli, wurden zwischen Upernivik und Proeven 
bis zu einem Abstande von 20 Sm von der Küste ziemlich abwechselnde Tiefen 
von 100 bis 235 Fad. (188 bis 442 m) gelothet. Die Oberflächentemperatur bei 
Upernivik betrug nur 2° bis 1° und nahm weiter südlich bis Proeven auf 
1’%2° bis 5° zu. 
Von Proeven lief die „Fylla“ zuerst mit südwestlichem, dann südöstlichem 
Kurse nach der Südspitze der Halbinsel Svartenhuk und machte auf dieser 
Strecke bis zu einem Abstande von 30 Sm von der Küste 26 Lothungen in 
Tiefen von 63—187 Fad. (119—352 m). 
Die Temperatur des Wassers betrug an der Oberfläche von Upernivik 
bis hier ca 5°, während sie nach der Tiefe zu ziemlich schnell abnahm, in 
40 Fad. (75 m) 0° erreichte, in 80—90 Fad. (150—170 m) — 0,9°, bis 130 Fad. 
(245 m) negativ blieb und dann wieder bis zum Grunde positiv wurde; die 
höchste Bodentemperatur betrug +1,3° in 234 Fad. (441m) Tiefe, Von 
Svartenhuk wurde SWzW- Kurs genommen, doch machte der bald aufkommende 
dichte Nebel in dem mit Eisfeldern besetzten Fahrwasser sehr grofse Vorsicht 
jm Navigiren nothwendig. Am 25. Juli, in 70° 46‘ N-Br und 57° 831‘ W-Lg, 
zeigte die plötzliche Temperaturabnahme des Oberflächenwassers um 2° die 
Nähe von Eis an, und als es kurz darauf aufklarte, hatte die „Fylla“ ein un- 
absehbares Eisfeld vor sich, welches sie zur Umkehr und Kurs auf die Mitte
	        
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