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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

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Reisebericht der Deutschen Brigg „Nicolaus“. 
in Stärke 3—5, dann flauer werdend und auf SW gehend blieben sie leicht 
und umspringend bis zum 13. Morgens, wo frischer Nordostwind einsetzte, 
welcher bis zur Ankunft auf der Rhede von Zanzibar anhielt. Es wurden 
beobachtet: 
Datum 
1886 
25. Nov. 
26. 
27. 
28. 
29. 
30. 
3. Dez. 
%. 
5 
m 
2: 
. 
EL 
9. 
10. 
ul. 
12. 
13. 
14. 
Breite 
6° 30,0‘ N 
3 58,0 
28,5 
5,0 3 
39,0 
4,0 
34,0 
3 28,0 
ı 465 
3 51,0 
8 56,0 
9 48,0 
9) 19,5 
3 40,0 
8 85 
7 40,5 
7 13,0 
6 30,8 
Länge 
79° 36,5‘ 0 
78 25,0 
77 70 
76 47,0 
75 27,0 
73 37,0 
71 57,0 
68 48,0 
56 45 
63 56,0 
62 14,0 
59 19,0 
56 5,0 
52 46,0 
49 15,0 
46 9,0 
43 00 
39 205 
* 
<q 
Strom 
Richtung Stärke 
Sm in 24} 
Nord 2 
N65W 18 
S8°E 423 
S60°E 17 
S 39° W 95 
N64°W 195 
N85° W 24,0 
N56°W 28,5 
N62°W 240 
N86°W 140 
N88°W 170 
N57°W 24,0 
N83°W 345 
N80°W 14,0 
S66°W 180 
N72°W 150 
Bericht des Kapitän Lammers von der Deutschen Brigg „Nicolaus“ 
über eine Reise von Liverpool nach Banana‘) und von dort über West- 
indien nach Kopenhagen, mit einer Beschreibung der in der Nähe der 
Guinea-Küste (West-Afrika) häufig auftretenden Gewitterböen. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Am 20. Januar 1886 verliefsen wir Liverpool mit der Bestimmung 
Banana. Am 4. Februar stand das Schiff in 26,2° N-Br und 20,4° W-Lg, wo 
wir den NE-Passat erhielten, der bis zum 12. Februar in 9,1° N-Br und 
16,8° W-Lg durchstand. Es folgte nun ein Zeitraum unbeständigen Wetters 
mit Böen, Gewittern, Regen, Windstillen und umlaufenden Winden, letztere 
vorherrschend aus südwestlicher Richtung. Vom 6. bis 14, Februar wurde 
eine tägliche Versetzung von 12 Sm Süd, vom 14. bis 17. eine solche von 
15 Sm Öst gefunden. Nachdem am 26. Februar der Meridian von 2° West am 
Aequator erreicht war, liefs die Unbeständigkeit des Wetters nach, es griff eine 
südliche Briese durch, und die Gewitterböen wurden immer seltener. 
Die unter dem Namen „Blaffs“ bekannten Stofswinde aus Osten, von 
denen wir besonders viele und von grofser Heftigkeit zwischen 10° und 2° W-Lg 
antrafen, hatten mit dem Passiren des letztgenannten Meridians jbr Ende er- 
reicht. Ich halte dieselben für abgeschwächte Tornados, die bekanntlich unter 
der Küste häufig auftreten und ihren Weg südlich und westlich genommen 
hatten. Der Verlauf derselben war in der Regel wie folgt: Wenn bei frischer 
1) Siehe auch diese Annalen Jahrgang 1886 Seite 485 ff.
	        
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