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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Rekognoseirungsfahrt S. M. Knbt.. „Hyäne“ an der Ostküste von Afrika, 137 
voraussetzte, dicht unter Land geringeren Strom zu finden, gab dies aber auf, 
als ich am 9. mich auf 9° 54‘ N-Br und 51° 4‘ O-Lg befand, und hielt dann 
mit allen Segeln ostwärts, weil ich befürchten mufste, in die südliche Bucht 
von Ras Hafun gesetzt zu werden., 
Der Strom setzte in 24 Stunden: 
Datum Breite * - Länge 
9. Okt, 9° 54,2‘ N- 51°. 3,4 
10. „ 10° 27,4 53° 56,5‘ 
IL. 9° 13,8’ 56°. 11,5 
12. 8° 0,0 56° 47,5‘ 
13. 6° 9,0% 56° 23,2 
14. 5° 25,8’ 54° 57,2% 
0 
\ 
Strom 
N70°E. 132 Sm 
S116°E 120 „ 
S51°E 4, 
S7°”E 19, 
S42°E 14 
Bis zum 27, Oktober kreuzte ich, um wieder die Breite von 5° 40‘ Nord 
an der Küste zu erreichen. Der Wind war SSW, nur manchmal für einige 
Stunden WSW bis West, unterbrochen durch kurze Windstillen, der Seegang 
meistens aus Süd; vom 15. ab setzte der Strom stetig in nordnordöstlicher 
Richtung, ebenso wie der Wind an Stärke zunehmend, wie ich mich dem Lande 
näherte. - 
Am 27. bei Sonnenaufgang befand ich mich auf 5° 40‘ N-Br, ungefähr 
2 Sm vom Lande, und dampfte von hier aus an der Küste entlang südwärts, 
Die Küste wird nach Ras Awath zu niedriger und sandiger. Das Kap 
ist eine vorspringende Sanddüne, mit davorliegenden Felsklippen. Das Riff 
erstreckt sich auf ca 2 Sm von der Küste; am Rande desselben wurden 19m 
gelothet. 
Um 11% 45”, als Ras Awath NzW 5 Sm ab peilte, kam ein zweites, dem 
Ras Awath sehr ähnliches Kap im. Süden in Sicht. Neben dem Kap stand ein 
Arabisches Steinhaus mit Flaggenstange. Da dies der Beschreibung von OÖbiat 
entsprach, so ankerte ich um 1* 25” in der Nähe, nördlich vom Kap, auf 8 m 
Wassertiefe. Der Ankerplatz ist völlig ungeschützt. Es stand eine schwere 
auflandige Dünung, trotzdem der Wind nur schwach war, die mich nöthigte, 
100m Kette zu stecken, um das Stofsen des Kanonenbootes auf die Kette zu 
vermindern. 
Eine Skizze nach den gemachten Aufnahmen befindet sich auf der bei- 
gefügten Tafel 4. a 
Bei heftig wehendem SW-Monsun kann ein Schiff hier nicht vor Anker liegen. 
Dhows finden geringen Schutz hinter den Felsen, doch können Schiffe wegen 
der hin- und rücklaufenden Brandung dort nur sehr schlecht liegen. Kür 
Boote ist ein guter Landungsplatz selbst bei niedrigem Wasser, in der Nähe 
des. Hauses. 
= Die hiesigen Küstenbewohner kannten den Eingangs erwähnten, auf 
5° 55‘ N-Br gelegenen Ort und nannten ihn el Bugh, 
Am Morgen des 29. Oktober verliels die „Hydne“ unter Dampf den 
Ankerplatz von Obiat und nahm direkten Kurs nach Zanzibar, wo sie am 10, 
Abends eintraf.‘ 
Ann. d. Hrdr. ete., 1887, Haft IV.
	        
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