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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 15 (1887)

Instrument zur Bestimmung von Strömungen in der Tiefe etc, 
Feuer. Auf dem Wellenbrecher, ungefähr !/4 Sm innerhalb des unter 
Wasser liegenden Theiles steht ein rother eiserner 8m hoher Leuchtthurm, auf 
welchem ein festes rothes Feuer 4. Ordnung brennt, dessen Höhe über der 
Meeresoberfläche 14,6 m und dessen Sichtweite bei klarem Wetter 9 Sm beträgt. 
Der. Thurm liegt auf 37° 44‘ N-Br und 25° 40‘ 30“ W-Lg. Ein kleines festes 
Feuer brennt. auch beim Custom house. 
Gezeiten. Die Hafenzeit beträgt 12* 30”, die Fluthhöhe 2,3 m. 
Die Signalstation liegt an der Südseite des Kastells San Bras; sie 
bedient sich der internationalen Signale, 
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Instrument zur Bestimmung von Strömungen in der Tiefe 
und Strommessungen Im Bosporus. 
Zur Anstellung von Strommessungen im Bosporus hat der Französische 
Schiffslieutenant A. de Gueydon an Bord des Franz. Fahrzeuges „Peirel“ sich 
ein Instrument konstruirt, welches sowohl Richtung als Geschwindigkeit der 
Strömungen, im Besonderen auch der Strömungen in der Tiefe, zu bestimmen 
gestattet. Die Stromrichtung wird durch einen horizontal drehbaren Flügel 
angegeben, die Geschwindigkeit nach dem Princip des Fleuriais’schen Logges 
"pm ak in den „Annales hydrogr.“ 1885, 2. serie, Seite 94) durch ein 
chalenkreuz. Nach den eigenen Angaben des Konstrukteurs in der „Revue 
Maritime et Coloniale“ vom November 1886 besteht der Apparat in einer 
dünnen kupfernen Platte, dem Flügel, welcher sich um eine metallene Axe 
drehen kann. In einer der oberen Ecken desselben ist eine dicke Scheibe von 
Pockholz so befestigt, dafs die Axe ohne Reibung durch ihre Mitte geht, Der 
Rand dieser Scheibe ist an vier gleich weit von einander abstehenden Stellen 
mit einer Kupferbekleidung versehen. Oberhalb der Scheibe befindet sich, 
centrisch zur Axe und fest mit derselben verbunden, ein Würfel aus Holz, durch 
welchen, in gleicher Entfernung von der. Axe und paarweise einander gegen- 
überstehend, senkrechte Kupferstäbe gehen und über die Würfelflächen hervor- 
ragen. An dem oberen Ende eines jeden Stabes ist ein Draht befestigt, welcher 
den Stab.mit einem elektrischen Läutewerke verbindet, und an dem unteren 
Ende eine biegsame Feder von Kupfer, die sich gegen den Rand der unter dem 
Würfel befindlichen Scheibe legt. Bei jeder Stellung des Flügels wird ein mit 
Kupfer bekleideter Theil der Scheibe von einer oder zwei Federn berührt und 
dadurch ein oder zwei Läutewerke in Gang gesetzt, aus deren Funktioniren 
sich dann die Stellung des Flügels erkennen läfst. Mittelst der ‚vier Drähte 
und der vier Läutewerke lassen sich acht verschiedene Stellungen des Flügels 
aus dem Funktioniren der Läutewerke ermitteln. Werden z. B. die verschiedenen 
Drähte zur.Unterscheidung durch verschiedene‘ Farben gekennzeichnet, etwa 
durch roth, weiß, grün und gelb, so werden während einer ganzen Umdrehung 
des Flügels die Läutewerke in der Reihenfolge roth, roth und weiß, weiße, 
weils und grün, grün, grün und gelb, gelb, gelb und roth ertönen, -und wenn 
diese Farben in derselben Reihenfolge auf einer Kompafsrose aufgetragen sind, 
80 ist man sofort über die Stellung des Flügels und somit über die Richtung, 
in welcher der Strom setzt, unterrichtet. 
Zur Ermittelung der Stromgeschwindigkeit dient ein Robinson’sches 
Schalenkreuz, welches sich in einer horizontalen Ebene um die Axe dreht und 
anterhalb des Flügels angebracht ist. Ueber der Mitte des Schalenkreuzes liegt; 
wie bei dem Flügel, eine Scheibe von Pockholz, welche aber nur an einer Stelle 
mit Kupfer bekleidet ist, und oberhalb derselben ist ein Würfel aus Holz an- 
gebracht. An letzterem ist entsprechend auch nur ein kupferner Stab befestigt, 
welcher durch einen, in einer Rinne der Axe liegenden Draht mit einem be- 
sonderen Läutewerke elektrisch verbunden ist.. Dasselbe ertönt bei jeder Um- 
drehung des Schalenkreuzes,
	        
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