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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Beiträge zu den Segelanweisungen für die Bahama-Inseln, 
wo Fernandez Cay NNW3/AW peilte, das‘ Magistratshaus NOzO. und ein sich 
besonders hervorhebender Felsen OzN. 
8. Eleuthera-I., Osthafen.‘) Schiffe, welche über die Süd-Barre in 
den Hafen wollen, sollten mit SWzS-Kurs durch die Einfahrt steuern und sich 
dicht an der Nordseite des Kanals halten, da die Bank sich von der südlichen 
Küste bis halb über denselben erstreckt. Die geringste Wassertiefe, welche 
die „Grifon“ 1883 fand, betrug 5m bei nahezu Niedrigwasser; 68 steht immer, 
selbst bei leichten Winden, etwas Dünung auf der Barre, und laufen dort starke 
Gezeitenströmungen, Das genannte Schiff ankerte auf 8,8 m Wasser, indem 
Dunmore-Spitze NzW und die Südeinfahrt-Spitze 0ONO'40 peilte. 
9. Nassau-Hafen.*) Die Tiefen im Hafen sollen abnehmen; für Schiffe 
über 4 m Tiefgang ist es nicht rathsam, hineinzugehen; der Ankergrund ist 
nicht gut. Die rothe Tonne westlich von Sand Head ist weggenommen. Der 
Flaggenmast bei dem Leuchtthurm auf der Insel Hog steht 63m 0%4S von dem 
Thurm; das rothe Licht, welches von demselben gezeigt wird, wenn die Barre 
gefährlich oder unpassirbar ist, wird daher von dem Leuchtthurm in der an- 
gegebenen Peilung verdeckt („Nachr. f. Seef.“ 1884, No. 1607). Für die Ein- 
segelung diene Folgendes: Der hohe Thurm der Presbyterial-Kirche ist ab- 
gebrochen und der Glockenthurm schlecht zu erkennen, wenn man die Barre 
passirt, Die Linie: Tony-Bake etwas östlich frei von dem Obelisken, S°/4W 
peilend, führt über den tiefsten Theil der Barre, westlich von der rothen Tonne, 
welche auf dem Ende der Sandzunge bei Hog-I. liegt; wenn der Leuchtthurm 
OzN peilt, drehe man scharf auf und halte auf die Westseite des Kathedralen- 
‘hurmes; dieselbe in Linie mit dem Dachgiebel der östlichen Baracken SO'A40 
gehalten, führt frei von Sand Head; man berücksichtige, dafs der Fluthstrom 
stark nach den an der Ostseite des Kanals liegenden Sandbänken setzt. Wenn 
die Kuppel der öffentlichen Bibliothek in Linie mit einem kleinen Ausguck- 
häuschen auf der Anhöhe etwas ostwärts vom Fort Fincastle ist, so drehe man 
auf und ankere in der Peilungslinie Tony-Bake W!'4N entweder gegenüber der 
Kriegswerft oder den Baracken. 
10. Whale-Cay (Abako-Gruppe).*) Der Nordwest-Kanal sollte zur 
Einfahrt nach Whale Cay-Rhede nicht benutzt werden, da die Riffe sich hier 
ausgedehnt haben. Die Sandstein-Klippen von Guana Cay und Whale Cay sind 
jetzt mit Buschwerk bedeckt und können daher nicht mehr als gut sichtbare 
Landmarken dienen. 
11. Cay Sal-Bank, Marion-Felsen.“‘) Die geringste Wassertiefe 
dieser Felsen-Untiefe beträgt 1,8 m und liegt auf dem östlichen Ende, von wo 
das Westende von Water Cays in SzW 1! Sm entfernt liegt. Die Untiefe 
erstreckt sich 2'/2 Kabllg. in der Richtung WSW-—ONO und hat im Allgemeinen 
eine Tiefe von 5,5—13 m mit drei Felsenspitzen, über denen sich 1,8 m, 2,1 m 
und 2.4m Wasser befindet. („Nachr., f. Seef.“ 1883, No. 1187.) 
Anguila-I.,°) am Südostende der Cay Sal-Bank gelegen, wurde 1880 
von dem Brit. Schiff „Blanche“ untersucht. Die Insel ist unbewohnt, gestattet 
an der westlichen Seite eine Landung, während an der Ostseite viel Brandung 
steht. In einem Abstande von über 1’/: Kabllg. von Land wurden Felsen ge- 
sehen. Die Insel ist sandig und mit Muscheln bedeckt; auf derselben wächst 
dichtes Buschwerk und verstümmelte Palmen; nahe dem Südende ‚befindet sich 
ein Sumpf, aber Quellen mit Frischwasser konnten nicht entdeckt werden. Der 
Strand besteht aus feinem Sand und Kalkfelsen. 
58 
‚Westindia Pilot“, Vol. II 1876, S. 451 
;Westindia Pilot“, Vol. II 1876, S. 457. 
-J „Westindia Pilot“, Vol. II 1876, S. 477 
*) „Westindia Pilot“, Vol. II 1876, S. 473 
;) „Westindia Pilot“, Vol. II 1576, S. 472.
	        
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