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Ortsbestinmung aus beliebig vielen Höhen.
aber zur Aufklärung dieses Widerspruchs, dafs ein zufälliges Versehen vor-
gekommen ist, indem bei der Rechnung (l. ce. pag. 95, Z. 28) die Zahl 3076,0
in 3086,0 zu berichtigen ist, womit die dort berechnete Sumner’sche Linie für
Denebola eine andere Lage erhält, ungefähr um 2,0‘ parallel zu verschieben
sein würde. Das ganze Dreieck wird dadurch größer, der neue Mittelpunkt
des eingeschriebenen Kreises ist dann 2,2‘ von den Seiten entfernt, wodurch
nun a = 14,52 natürlich gröfser als das obige Minimum werden mufste,
wenn der Unterschied auch in diesem Falle nicht bedeutend ist. In der Karte,
Fig. 6, ist E der geschätzte und P der gesuchte wahrscheinlichste Ort, M aber
der Mittelpunkt des eingeschriebenen Kreises.
Beispiel 6.”) Es seien folgende vier Beobachtungen vom 6. Septemb
1876 gegeben, auf ungefähr 18° N-Br und 136° W-L . SEPtEMDEr
Größen für die Berechnung: g, nebst den zugehörigen
M.Gr.Z. Wahre Höhen
OP 7® 19° Fomalh. 22° 28’
12 29 Rigel 39 6
17 3 Deneb 16 6
22 12 Capella 45 53
Wahre Azim. & d Moa
S44°56‘W 22 50”52,0° —30° 16,4‘ 11 3" 41,8‘
562 350 5 8.369 — 8 204 3 426
N4A7 18 W 20 37 150 +44 505 3 43,4
N41 2920 5 7.350 +45 522 3 442
während das Schiff mit 5 Kun stündlicher Fahrt W!'4AS rw. steuerte. Gesucht
wird die wahrscheinlichste Breite und Länge am letzten Orte der Beobachtung.
Auflösung. Die leichte Reduktion aller Höhen auf den letzten Schiffsort,
um die sonst erforderliche entsprechende Verschiebung der Sumner’schen Linien
in der Karte zu ersparen und die Rechnung ohne Weiteres zu Ende zu führen,
ergiebt Folgendes:
Reduktion Red. wahre Höhen
Fomalhaut -+0,9* 22° 28,9
Rigel — 0,7 39 53
Deneb +0,3 16 63
Capella 0.0 45 53,0
Die für den geschätzten Ort (E) auf @# = +18°0 und 4 = —136° 0
sich ergebenden Stundenwinkel und die damit berechneten Höhen nebst ihrer
Vergleichung mit den Beobachtungen werden dann folgende:
Fomalhaut Rigel Deneb Capella
Stundenwinkel 33h 16" 8,8* 2n 56" 25,3% 5a 39" 31,4° 2h 45» 38,8:
Berechn. Höhen 22° 30,3‘ 39° 7,0 16° 8,8‘ 45° 55,5°
Red. Beob. 22 28,9 39 5,3 16 . 6,3 45 53,0
Untersch, = p —1.1 —1,7 —2,5 —2,5
Man sieht aus diesen kleinen Unterschieden, dafs der geschätzte Ort (E)
schon nahe richtig angenommen war, Die weitere Durchführung zur Bestimmung
des wahrscheinlichsten Punktes (P) erfordert indessen noch die Auflösung der
folgenden Bedingungsgleichungen:
p= cosz.dg + sinz.dicos
Fomalhaut — 185° 4'..—11= —0,71.dp—0,71.dicos @
Rigel +117 25 ..—17 = —0,46 + 0,89
Deneb — 47 18 ..—25=— 4068 —0,78
Capella + 41 29 ..—25=— +0,75 -+ 0,66
I
+0,78 = + 0,50. de + 050.04 008 g
+078=+021 —041
—1,70 = +046 —050
—187=+056 +050
— 201 = +18 .dgp + 009. dicos @
+0,73 = +0,50. de + 0.50. di 008 g
— 1,51 = — 041 + 0,79
+1,82 = —050 +053
—165 = +050_ +04°
—0,56 = +0,09. dp + 226.d1 008 g
3) „Ann, d. Hydr. etc“, 1877, pag. 9%.