Kleine Notizen,
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der protestantischen Kirche und dem Hause des Königs (resp. der Königin) auf-
gestellte Marke. Fast in derselben Richtung wird man einen auffallenden Berg-
zipfel erblicken. Dieses Alignement bildet, wenn es auch nicht ganz genau,
noch leicht zu verfolgen ijet, eine gute Kontrolle für den Kurs nach dem
Kompafls,
Die Süd-Passage, 1 Sm südlich der ersteren, der Haavai-Bai gegenüber,
ist an der Schmalsten Stelle 180m breit und hat Tiefen von 30 bis 40m; sie
verläuft in gerader Linie und ist ’/2 Sm lang. Sie ist, wie die Nord-Passage,
(ür die gröfsien Schiffe zugäuglich und in Jedem Wetter vollkommen sicher.
Kin tiefer, über 100 m breiter Kanal verbindet sie mit der Nord-Passage und
gestattet, sich nach dem Ankerplatze gegeuüber dem Dorfe zu begeben. Man
kann auch im Kanal, sowie in der Haavazi-Bai ankern, Die Passage ist leicht
erkennbar an der letztgenannten Bai, welche die Insel in zwei Theile zu spalten
scheint, Au der Eingaugsspitze dieser Bai auf der Südseite befindet sich. eine
kleine Insel, welche bei Niedrigwasser mit dem Lande in Verbindung steht.
Auf der Spitze des äußeren Riffes, welches die Südseite der Passage bildet,
liegt eine kleine bewaldete Insel (Motw Peiht), die einzige, welche in dieser
Gegend vorhanden ist. Mit dem Kurse 581° W steuere man mitten in die
Passage, auf den Berggipfel zu, welcher die Nordespitze am KEiugange der
Haavar-Bai überragt; diese Richtung läfst eben zur Linken den oben bei der
Nord-Passage erwähnten Gipfel offen,
8. Antipoden- und Bounty-Inseln.') Die Regierung von Neu-Seeland
schickte im Anfange 1586 den Regierungsdampfer „Hinemoa“ unter Kapitän
Fairchild nach den südöstlich von New-Seeland auf der Dampferroute gelegenen
Antipoden- — 80 benaunt als fast antipodisch von Greenwich gelegen — und
DBounty-Inseln, um daselbst einige Hütten zu errichten für etwaige daselbst
atrandende Schifbrüchige,
Nach dem Borichte des Kapt. Fairchild®) liegt die Antipoden-Insel in
49° 40‘ 53“ S-Br und 178° 43’ O-Lg; in den Segelanweisungen sind verschiedene
Positionen angegeben. Sie besteht aus fachem, mit dick.m Grase bestandenem
Lande ohne Baum und Busch, wird aber durch zwei Flüsse mit vorzüglichem
Wasser durchschnitten. ;
Man beabsichtigt, die Vegetation durch Säen Englischer Grassorten und
durch Aupflanzung von Bäumen zu vermehren. Die Insel ist die Zufluchtsstätte
Tausender von Albatrossen, dagegen existiren keine Landthiere auf derselben,
es sollen aber einige Schafe und Ziegen eingeführt werden. Der höchste Punkt,
der Berg Galloway, ragt 402m über das Meeresniveau. .
Die Bowwig Laseln, 14 an der Zahl, variiren in Höhe zwischen 6 und 90m,
sind aber alle ohne einen Fleck von Vegetation, ganz kahl und ohne Wasser.
Millionen von Pinguinen und anderen Seevögeln haben die Inseln zu ihrer
Heimstätte ausersehen, In einer Hütte wurde daselbst eine. zum Brenzen, von,
Pinguin-Oel geoignete Kochlampe gelassen. Obgleich auf. diesen, öden Felsen
Spuren von Seehunden gefunden wurden, so waren ‚dieselben doch. gehr kelten;:
Die Inseln liegen in 47° 43’ S-Br und. 179° 0‘ 27“ O-Lg... Nach ‚dem westlich
von denselben gemeldeten Felsen wurde gesucht, aber.ohne ihn zu ünden,,.. 1u:
9. (D. S.). Flaschenposten. a); Durch, Vermittelung.: des-Dentschen:
Konsulaäts in Freetown, Sierra Leone, Westafrika, ist der Seewarte, ein Flaschenn
postzettel zugegangen, welcher von ‚dem Dentschen, Dampfer, „Strafsburg“; Kapt.
NH. Heinecke, auf der Reise von: Vigo nach Montevideo am 28. Mai. 1886: auf:
7° 52‘ N-Br und 25° 39’ W-Lg über Bord geworfeh und ;am.. 7. September 1886
an der Westküste von Afrika, 25 Sn nördlich, yon; Areetowns am ‚Auslusse des
Gr. Searcies River, auf 8° 55‘ N-Br und 13° 12‘ W-Lg durch einen Kingeborenen.
aufgefunden wurde. - 50000705 A ne Dr a Bin 140 „pe af
Unter‘ den bekannten Voraussetzungen hat "die. Flasche 112 Wagen:
742 Sın nach O%/8N. zurückgelegt, , th Sa en N non DE Si
% Durch. den Herrn John Skuxon. in Bideford,: Grafschaft Deren in,
England, ist der Seewarte ein. Flaschenpostzettel, zugegangen, ; welchen. von; der,
Deutschen Bark „Olbers“, Kapt. H, Lahmeyer,.. auf der, Reise: von. News Xerk
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) Findlay’s „Sonth Pacific“, 1884, S. 335 und 3386.
7 „Scottish Geogr. Magazine“, 1886, No. 11.