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Taifun in der Chinesischen und in der Japanischen See,
Bemerkenswerth ist, dafs der früheste Taifun, am 1. Juli, in ein Jahr,
1885, fällt, welches sich durch den nassesten Sommer der angeführten sechs-
jährigen Periode auszeichnet, der späteste obiger Reihe, der diesjährige, in den
trockensten und heifsesten Sommer.
Die Bahn des Taifuns bildet eine nach Osten Offene Parabel, deren
Scheitel bei Shimonoseki liegt, in 34° N-Br, mit der Axe West—Ost. Der
züdliche Ast geht von 30° N-Br und 134° O-Lg nordwestlich über Miyazaktı in
Kiushu, der nördliche aufserhalb Sado vorbei nach 40° N-Br und 142° O-Lg,
nahe bei Miyako im nordöstlichen Nıppon.
Die mittlere Geschwindigkeit, wit welcher der Taifun diese 1000 Sm
zurücklegte, war 10 Sm die Stunde; an den einzelnen Tagen 9, 8'/2, 13 und
11 Sm. Die niedrigste Zahl entspricht dem Scheitel der Bahn.
Der gröfßfste Durchmesser des Sturmgebietos am 21., als die Mitte in
Kiushu lag, war etwa 600 Sm. Der Taifun war an diesem Tage am regel-
mäfsigsten entwickelt. Das Barometer erreichte in Miyazaki 740mm, der
Gradient 5, die Windstärke stellenweise 5 der Sochstheiligen Skala,
Die Regenmengen, welche während der Zeit vom 20.—24. August fielen,
waren nicht sehr bedeutend, nur an sieben Stationen in der Nähe der Bahn
wurden mehr als 50 mm gemessen. Miyazakı hatte 125 mm, Kanazawa 90 mm.
Verglichen mit denen anderer Jahre war dieser Taifun nicht besonders
heftig; was ihn aber auszeichnet, ist die Thatsache, dafs er, obwohl zu den
langsamen Taifunen gehörig, doch mit wenig veränderter Tiefe (Miyazakı
740 mm, Miyako 744 mm) von 30° bis 40° Breite fortrückte.
Die übrigen langsamen Taifune der letzten Jahre lösten sich alle is
35° N-Br auf; so der vom 18. August 1883 in der Korea-Strafse, ein anderer
vom. 11. August 1884 an der Südostküste von Nippon, ähnlich der vom
3. August 1885 im östlichen Binnenmeero. Hier sind zum Vergleiche nur im
UCharakter ähnliche langsame Taifune mit genau bekanntom Verlaufe hinzu-
ezogen.
BOB Diese langsam fortschreitenden Taifune Japans haben Folgendes ge-
meinsam: sie beschränken sich vorzugsweise auf den ersten Theil des Sommers,
bis Mitte oder Ende August, halten sich in niedrigen Breiten, haben eine
mäßige Ausdehnung und ziehen ebenso oft nach Nordwest (N bis NW) wie
nach Nordost (N bis 0).
Dagegen kommen die schnell voranschreitenden Taifune mehr im letzten
Theile des Sommers und im Herbste vor (Ende August bis Mitte Oktober), sie
haben meist einen gröfseren Durchmesser, ziehen nur nach Nordosten (N bis ©)
und verheeren bisweilen noch die nördlichste Hauptinsel.
Keine unregelmäfsige, auch keine direkt nach West, Süd oder Südost
gerichtete Taifunbahn ist bis jetzt für Japan sicher nachgewiesen.
‚;4,. Die faet jeden Taifun einleitenden. Winde sind Nordost und Ost, seltener
Südost ‚bisweilen an der Südküste) und Nord.
Tokio :Jag von allen Japanischen meteorologischen Stationen am weitesten
von der -Taifunbahn entfernt; der Wind ging hier von Ost nach Südost und
Süden, schließlich: wieder bis Norden herum. Regen fiel nur an den einleiten-
dem: Tagen; am 19,-und 20., ehe das Centrum Kiushu erreicht hatte. Da bis
Mitte: Oktober durchschnittlich drei Taifune im Jahre Japan berühren, wären
für die nächsten 6—7 Wochen noch wenigstens zwei zu erwarten, darunter ein
schneller. Die Epoche, auf welche die meisten Taifune der letzten sieben Jahre
fallen, erstreckt sich vom 12.—17. September.“
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