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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

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Taifan-Sighale in Hongkong ete. 
der Himmel am Morgen und Abend bedeutend weniger stark bewölkt, als an 
den beiden anderen Beobachtungsterminen. Die beobachteten Wolkenformen 
hatten auf den vier Iuseln fast dasselbe Verhältnifs zu einander, Unter den 
vorkommenden Wolken war die Cumulus-Form bei Weitem am meisten vertreten, 
Neben diesen war auch die Cirrus-Wolke nicht selten. 
In Apta war die Witterung äufserst unbeständig; trockenes und regneri- 
sches Wetter wechselten in kurzen Zwischenräumen mit einander ab. Böen, 
die auch meistens Regen brachten, waren nicht selten, und einige Gewitter 
kamen vor, Wenn man auch solche Tage als Regentage bezeichnet, an denen 
mindestens ein Regenschauer aufgetreten ist, So waren von den 36 Beobachtungs- 
tagen 19 trockene und 17 Regentage,. In Jaluit hatte das Wetter einen etwas 
weniger regnerischen Charakter, Von den 10 Beobachtungstagen waren 6 heitere 
and 4 regnerische. In Ponape regnete es mit Ausnahme eines einzigen an jedem 
Tage, vornehmlich aber ebenfalls nur in Schauern. Von den 13 Tagen, während 
weicher das Schiff sich in Yap aufhielt, waren nur 4 heitere. Vom 5, bis 
11, Oktober regnete e3 daselbst oftmals andauernd, am 12, und 14. aber nur 
noch in Schauern. 
Taifun-Signale in Hongkong und Verhaltungsmafsregeln der Schiffe 
bei denselben. 
Im Anschlufs an die Regeln über das Manörriren von Schiffen im Taifon, 
welche der Vorstand des Observatorium: in Hongkong, Herr W. Doberck, 
aufgestellt hat und welche in diesen Annalen 1885, Seite 682, veröffentlicht 
wurden, giebt derselbe den im Hafen von Hongkong liegenden Schiffen 
Rathschläge, wie sie sich, wenn vor den Polhizeibaracken bei Tsimshateut 
Taifun-Signale geheifst werden, je nach ihrer Bestimmung am besten zu yer- 
halten haben, 
Wird die rothe Trommel geheifst, also ein Taifun in der Chinesischen 
See östlich von der Kolonie erwartet, so sollten Dampfer, die nach nördlichen, 
westlichen und südlichen Häfen bestimmt sind, keine Zeit verlieren, um in See 
zu gehen, da sie mehr oder weniger gutes Wetter erwarten können, Nach den 
Philippinen bestimmte Dampfer müssen Vorsicht gebrauchen, um den Taifun 
zu vermeiden, und die früher gegebenen Regeln (Annalen 1885, Seite 682) 
beobachten. Segelschiffe, die nach westlich oder südlich gelegenen Häfen wollen, 
sollten sofort in See gehen; wenn sie dagegen nach nördlichen oder östlichen 
Häfen bestimmt sind, sollten sie im Hafen bleiben und weitere Benachrichtigeng 
abwarten, da sie Stillen und konträre Winde erwarten können, selbst wenn der 
Wind zur Zeit westlich ist. Die Information, welche das „China Coast Register“ 
an dem folgenden Tage, nachdem das Signal geheifst ist, giebt, sollte beachtet 
werden unter der Berücksichtigung, dafs Taifune östlich oder südöstlich von 
Hongkong durchschnittlich zwischen 6 und 14 Sm in der Stunde fortschreiten, 
Wenn ein rother, mit der Spitze nach oben gekehrter Kegel geheilfst 
wird, welcher anzeigt, dafs ein Taifun nördlich von Hongkong, oder daß er 
nach Norden fortschreitet, so kann man Südwest-Winde erwarten, und werden 
Schiffe, die den Hafen verlassen, aller Wahrscheinlichkeit nach durch den 
Taifun keiner Gefahr ausgesetzt; Schiffe, die nach Norden wollen, sollten so 
E als möglich in See gehen, um von den günstigen Südwest-Winden zu 
rofitiren. 
P Der rothe, mit der Spitze nach unten gekehrte Kegel (ein Taifun befindet 
sich im Süden, oder er bewegt sich nach Süden) mufs Schiffe, welche schlechtes 
Wetter vermeiden wollen, veranlassen, im Hafen zu bleiben, bis das Barometer 
En steigen anfängt und damit die durch einen Taifun bedingten Gefahren vor- 
über sind,
	        
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