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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Wasserstandsmesser,

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Alle Theile des Apparates sind auf einer, an den nöthigen Stellen gehobelten
 Gufseisenplatte N aufgestellt. Diese Platte’ ruht auf den gufseisernen
Säulen O, welche auf der Deckplatte der Brunnenumauer stehen, Der Cylinder L
zum Registriren der Fluthkurven ist von hornisirtem Kautschuk. Er wird mit
geschwärztem Kreidepapier überzogen, auf dem die Fluthkurven miltelst der
Diamantspitze H eingeritzt werden. Zür Eintheilung des Cylinders von Meter
zu Meter und in halbe Stunden dient eine Theilungsvorrichtung. Die bezüglich
der Axe und Grundfläche des Cylinders parallelen KEintheilungslinien werden
mit der genannten Einrichtung mit grofser Genauigkeit und Unveränderlichkeit
gezogen. Auch zu diesem Zwecke werden Diamantspitzen verwendet. Wenn
ein gewisser Zeitraum verflossen ist, welcher durch den Verlauf der Fluthkurven
 bedingt wird, muß der Deutlichkeit wegen der Cylinder mit einem
neuen Bogen Papier umgeben werden. Um hierbei möglichst wenig Zeit zu
verlieren, sind zwei ganz gleiche Cylinder angefertigt, von denen der eine sorgfältig
 eingetheilt wird, während sich der andere im Apparate befindet; damit
sogleich nach Herausnahme des einen Cylioders der andere eingesetzt werden
 kann.
Um zur Bestimmung der Konstanten des Apparates leicht Vorsuche anstellen
 zu können, bei denen volle Umdrehungen, sowohl des Rades (}'als auch
der Glasscheibe M, genau gestellt werden müssen, sind Indexe für beide Theile
angebracht. Der Umfang des Rades C, auf dem sich der Kupferdraht des
Schwimmers aufwickelt, ist genau 2m’ in der Axe des Drahies gemessen.

Fix.

a

Weller

Cuchauen.

Southampton.

Zpswick.

Zur Erklärung des Apparates und zur mechanischen Bestimmung des
mittleren Wasserstandes wird Folgendes zu erwähnen sein.
Es handelt sich darum, an geeigneten Küstenpunkten die mittlere Höhe
des Meeres für bestimmte Zeiträume festzustellen. Wäre die Fluthhöhe vollkommen
 regelmäfsig, so würde diese Höhe mit dem Mittel aus Hoch- und
Niedrigwasser zusammenfallen. Es weichen aber die Fluthkurven erheblich von
der regelmäßigen: Fluthwohlenlinie (Sinuslinie) ab, wie z. B. aus den Kurven
der Fluth zu Cuxhaven, Southampton und Ipswich ersichtlich. Um in der
Zeichnung (Figur 2) die Unregelmälsigkeiten recht hervortreten zu Jassen, ist
die Sinuslinie neben den Kurven punktirt eingetragen.
Nennt man die Höhe vom Fufspunkte bis. zum Scheitel dieser Wellenlinien
 h, 80 ist die Höhe des mittleren Wasserstandes über den Fufspunkt für
Cuxhaven 0,527 h, für Southampton 0,567 h und für Ipswich 0,471 h, statt 0,5 h,
wie es bei einer völlig regelmäfsigen Form sein würde, .
Die Linie der mittleren Höhe acgi mufß so liegen, dafs mit Bezug auf
Figur 2 die Flächen abe und gfi gleich cdge sind, Durch eine mühevolle
Flächenberechnung läfst sich dies aus den auf dem Cylinder L aufgezeichneten
Fluthkurven finden. .
Der Apparat giebt aber die Daten zur Bestimmung dieser mittleren Höhe
sehr genau ohne Vermittelung einer Zeichnung durch die auf der Glasscheibe M
sich drehenden. Rollen J (eine derselben dient zur Kontrole), Die Glasscheibe
wird durch die Uhr in 6 Stunden einmal herumgedreht, Die Rollen J werden
            
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