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Reisebericht der Deutschen Bark „Speculant“,
Ince Point, Wednesday-Insel. Wir fanden keine Schwierigkeit, von dem NW-
Riff frei zu bleiben, und wurde uns dies besonders dadurch erleichtert, dafs die
Bake auf demselben von der letztgenannten Peilung aus in Sicht war, Das Riff
war von Deck aus in seiner ganzen Ausdehnung zu erkennen. Nachdem ZAnce
Point passirt war, holte der frische Wind allmählich östlicher, und als Hammond
Rock um 4* p.m, erreicht wurde, wehte es mit der Stärke 6—7 aus E. Als
die Bake auf dem NW-Riff NNW peilte, erblickten wir auch schon diejenige
auf Zpr-Riff, einen röthlich schimmernden Mast, mit einem daran befestigten
Dreiecke, dessen eine Spitze nach oben gerichtet ist, Die Klippen auf dem
Ipili-Riffe ragten aus dem Wasser hervor. Mittelst guter Peilung von Hammond
Kock und der Hawkesbury-Insel, welche beide als vorzügliche Peilobjekte dienen,
legten wir unseren neuen Kurs fest, wobei wir uns etwas näher bei dem Zpik-
Riffe hielten, als für gewöhnlich empfohlen wird. Swunk-Riff ist von uns nicht
gesehen worden,
Kurze Zeit nachdem Hammond Rock passirt war, kam die schwarze Boje
auf Harrison Rock in Sicht. Bei Goode-Insel lagen mehrere zweimastige Fahr-
zeuge vor Auker, Der Signalist auf dieser Insel fragte nach dem Namen unseres
Schiffes, woher wir kämen und wohin wir gingen, worauf er uns, nachdem
wir seine Fragen beantwortet hatten, glückliche Reise wünschte. Als /pili-Bake
0'%8 peilto, hielten wir mehr nach der Nordseite des Fahrwassers hinüber, so
dafs die Bojo auf Harrison Rock um 5% p.m. in einem Abstande von zwei
Schiffelängen auf Stenerbord passirt wurde. Moneta Shoal haben wir nicht in
Sicht bekommen. Westlich von der letztgenannten Boje kreuzten zwei Gaffel-
schoner, Larpent-Bank konnte von der Marsras am der darauf stehenden
Brandung erkannt werden. Um 7'4* p.w. peilten wir die Booby-Insel S*40
in 4 Sm Abstand, uud war somit die Zorres-Straße nach einer 20tägigen Reise
von New-Castle durchsegelt. Zur Zurücklegung der Strecke von Bramble Cay
bis Booby-Insel benöthigten wir 1914 Stunden, wobei die Zeit, während welcher
das Schiff vor Anker lag, nicht mit in Rechnung gebracht ist. Die Fahrzeit
für die einzelnen Abschnitte der Torres-Straßse erhellt aus der folgenden
Zusammenstellung: |
Bramble Coy passirt den 19, um
Stephen-Insel ”» » »
bei Arden-Insel geankert „ »
» m Anker auf „ 20.
Booby-Insel passirt » » »
10° 30” &.m.,
2k 30” p.m., also nach 4,0 Stunden
öh 0° n „ 35 »
7 15” a. m.
ES „ 1175
Zusammen also nach 19,25 Stunden.
Bei gehöriger Aufmerksamkeit seitens des Seemannes bietet die Durch-
segelung des Großen Nordost- Kanals der Torres-Strafse keine sonderlichen
Schwierigkeiten. Sollte man den Wind auch manchmal nicht raum genug haben,
um Kurs steuern zu können, so hat man doch überall Platz zum Kreuzen.
Durch gute Kreuzpeilungen läfst sich jederzeit der Schiffsort mit Genauigkeit
festlegen. Zur Zeit des SK-Monsuns ist daher diese Route für Schiffe, die nach
Indien bestimmt sind, nur zu empfehlen. Ein guter Ausguck von der Mars-
oder Bramraa ist natürlich unentbehrlich,
ILL Die Verhältnisse auf der Rhede von Banjoewangie
und die Durchsegelung der Bali-Strafse.
Nach einer Reise ab New-Castle von 40 Tagen ankerte „Speculant“ um
3'/s* p. m. den 9, September 1884 auf der Rhede von Banjoewangie. Dieselbe
bat in Nord--Süd-Richtung eine Ausdehnung von 1 Sm, und an beiden Enden
befinden sich Untiefen, die aber durch Bojen erkennbar gemacht sind. Die
beiden Untiefen an der Nordseite der Rhede sind .je durch eine weifßse spitze
Boje mit cinem Ball, die an der Südseite durch Bojen von gleicher Form wie
die obigen, aber mit einem schwarzen Anstrich, gekennzeichnet. In der Mitte
zwischen den schwarzen und Weilsen Bojen ist die Innenrhede, auf welcher
über Sandgrund die Wassertiefe 20 bis 25m (11 bis 14 Fad.) beträgt. Der
Flaggenmast beim Fort peilt von dort West, Für Schiffe, welche hier für
Order anlaufen, empfiehlt es sich, nicht die Innenrhede aufzusuchen, sondern
aufserhalb der Verbindungslinie der am weitesten vom Lande entfernt liegenden