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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

1924 
Cyklonen im westlichen Australien. 
Roebourne, Breite 20° 46‘ Süd, Länge 117° 8‘ Ost, 
Datum : Stunde 
|Barom.fCherm.l Wind 
22, Jan. 
23. Jan. 
24, Jan. 
759,7 0 — 
758,9 — 
7556 | — 
544 | — 
52,3 — 
50,3 | — 
493! — 
48,0 | _— 
71475) — 
‘21 — 
46,5 | _— 
15,551 — 
95,0 — 
44,2 2 — 
69,1 mm N 
“9 2 — N 
M6 —=— wm 
35,6 — — 
417 — — 
« * E 
Die Regenböen dauerten den Tag über fort 
O5, Jan. 
Bemerkungen 
Mälfsiger Wind. 
Wind stärker; bewölkt und drohend, 
‚Wind in Stößfsen, schwere Schauer, 
Fast Sturm, schwere Schauer. 
Zunehmender Sturm, schwerer Regen. 
Starker Sturm, massenhafter Regen, 
Weht mit äufserster Heftigkeit, 
\ Höhepunkt des Sturmes, Barometer sehr rasch 
fallend. 
‚Abnehmend, Barometer steigend, schwerer 
Regen, böig. 
Von den Mittheilungen über die Witterung von Perth in diesen Tagen 
können wir, da die Stunden, auf die sie sich beziehen, nicht augegeben .sind, 
nur die allgemeinen Bemerkungen verwenden. Am 20. Januar herrschte frische 
Briese; am 21. schwacher Wind mit klarem Himmel und grofser Hitze; am 22. 
Nachts Gewitter; am 23, und 24, starker südwestlicher Wind mit bewölktem 
Himmel; am 25. und 26. bewölktes Wetter, schwacher Wind, am Abend des 26, 
sehr feucht; am 27. schwerer Regen (44 mm) und böiger Wind (ENE), Baro- 
meter am niedrigsten; am 28, bewölkt, viel kühler; am 29. schön. 
Alle diese Orte: lagen auf der linken, polaren Seite der Cyklone; von 
der rechten, äquatorialen Seite derselben haben wir Nachricht durch drei 
Schiffe, welche Benbachtungs-Journale für die Seewarte führten. Aus dem Ver- 
gleich ihrer Angaben mit jenen der Australischen Stationen ergiebt sich, dafs 
das Centrum der Cyklone in der Nacht vom 22, zum 23. Januar in ungefähr 
16° S-Br und 119° O-Lg lag und von da etwa westsüd westwärts sich fortpflanzte 
{siehe umstehende Tabelle). 
Bemerkungen. 
1. Im Journale des Kapitän Vorsatz (Stralsunder Bark 
„F. H. Drews“). 
21. Januar 1879 (Tag über mäfsiger SW, zuletzt mäfsiger ENE, Himmel 
Morgens %/10 bedeckt, später 7/10). „Mittags wird der Himmel ziemlich ver- 
stopft aussehend, die Wolken schieben aus SE und SW gegen einander. Um 
6° 45” sprivgt der Wind auf SE, der Himmel ist völlig mit Cum-str-Wolken 
bezogen, und es blitzt recht stark im NNE und ESE.“ 
22, Januar. „Aus der sehr drohend aussehenden Luft blitzt es während 
der ganzen Nacht im Nordost und NNW, und von Mitternacht bis 2* a. m. ist 
es total windstill. — Zwischen 6!/s und 71/4 heftiges Gewitter von Süd nach 
Nord ziehend; es folgt Blitz auf Blitz mit fortwährendem Donnern. Der stärkste 
Wind fällt um 7° aus SzE mit einer Stärke von 9 ein; später ist der Wind 
wieder SW. — Von Mittag bis 3p weht es ziemlich gleichmäßig aus WzS, 
und sieht der Himmel einigermafsen weniger drohend aus. Um 3p setzt jedoch 
eine heftige Regenböe aus W, Stärke 10—11, ein, die ununterbrochen bis 4’/ p 
andauert.!) Der Gischt und Regen ist so dicht, dafs man in den Wind keine 
Schiffslänge weit sehen kann. Schon seit Mittag sind wir fest überzeugt, dafs 
1) Zu dieser Zeit wurde der tiefste Stand des Barometers während dieses Sturmes auf dem 
FH. Drews“ abgelesen, nämlich 745,1 mm red.: um 3% sowohl als um 5l/ah stand es auf 745,7.
	        
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