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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Cyklonen im westlichen Australien, 
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E und ENE angegeben, und für beide Stunden, sowie beim Abflauen um 9p 
ausdrücklich Regen vermerkt. Die Barometerangaben für Roeburne in diesem 
Bericht sind dieselben, sicherlich für den Meeresspiegel zu niedrigen, wie in 
jem südauetralischen, aber es ist demselben noch eine Liste von Barometor- 
yblesungen zu Cossack aus diesen Tagen beigefügt, von denen zwar auch nicht 
gesagt ist, ob sie auf das Meeresniveau reducirt sind, oder nicht; die Seehöhe 
jes Stations-Barometers beträgt aber hier nur 6m, und der in demselben Jahres- 
bericht für Cossack angegebene mittlere Barometerstand des Jahros 1882 — 
29,850 engl. Zoll == 758,2 mm — entspricht dem hier im Meeresniveau zu er- 
wartenden recht gut. Cossack ist zudem eine der acht regnlären meteorologischen 
Stationen der Provinz, während Roeburne in keiner Beziehung zum staatlichen 
meteorologischen Systeme zu stehen scheint. ') 
230p 742,9 
3 „ 423 
330 4 7 
4 2 29 
430, 21 
5 m 719 
510, 6,6 
530 0235 
5340, 20 
3 „ 00 
530, 5,4 
345, 39 
Tom 18 
110, 203 
730 18,6 
7146, i72 
8 47.0 
815. 15,8 
# 
Auch nach diesen, als genügend verläfslich anzusehenden Daten fiel das 
Barometer zo tief, wie es innerhalb der Tropenzone höchst selten beobachtet 
worden ist, nämlich bis 28,10 Zoll == 713,7 mm. 
Leider sind keine Angaben über die Aenderungen des Windes zu Cossack 
gegeben, so dafs nicht gesagt werden kann, ob auch dieser Ort in die centrale 
Kalme hineingerieth oder nicht, und also auch kein Schlufs möglich ist, ob wir 
zu Roeburne ein noch merklich tieferes Minimum des Luftdruckes annchmon 
dürfen oder nicht, 
Während des Orkans fielen zu Cossack 61% Zoll == 165mm Regen, welcher 
sehr willkommen war nach der intensiven Dürre des vorhergehenden Monats 
und neuen Graswuchs hervorrief, „In seiner gröfsten Stärke scheint der Orkan 
nicht weiter als 25 engl. Meilen ostwärts und 50 westwärts sich erstreckt zu 
haben, und nicht weit ins Innere des Landes, Nach der Meinung der ältesten 
Einwohner scheint er stärker gewesen zu sein, als jener von 1872; die Häuser 
waren aber damals weniger fest gebaut,“ 
Ueber die Vorgeschichte dieses Orkans bis zum 7. März ist nichts 
bekannt, auch von Schiffsbeobachtungen aus der Nähe der Nordwestküste 
Australiens liegt der Seowarte aus dieser Zeit nichts vor. Da man Yoraus- 
setzen könnte, dafs der Wirbel in der Tropenzone aus Nordost sich bewegt 
habe, so ist der Erwähnung werth, dafs zu Port Darwin das Barometer in der 
ersten Dokade des Monats März 1882 am Morgen des 3. am tiefsten stand, 
751,4 m um 3* a, m., bei leichtem NW, und an diesem Tage hier 76 mm Regen 
Gelen; darauf stieg es, abgesehen von der rogelmäfsigen täglichen Schwankung, 
30 dafs es um dieselbe Stunde am 5, auf 755,2 stand und am 6. 9 a, m, auf 
756,3, und fiel hierauf wieder etwas, am 9. früh auf 752,5 mm. Dabei fort- 
dauernd leichte nordwestliche Luftströmung und trockenes Wetter. 
%) Im Bericht des Regierungs-Residenten steht azuffallenderweise: „Das Barometer zu Rochurne 
(welches ?) erwies sich nachträglich als verdorben und zeigte keine Anzeichen der Cyklone, selbst 
als sie auf ihrem Höhepunkt war.“ Am Schlufs desselben aber heilst es: „Ich lege die Barometer- 
aufzeichnungen zu Reochurne und Cossack bei,“
	        
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