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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Kieine Notizet, 
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Staub und Insekten, weshalb ich es im wiederkehrenden Falle vorzichen würde, 
meine Ladung auf der Rhede von Buenos Aires zu löschen.“ 
1. (D.S.) Ueber die Route nach Newchwang macht Kapt. Duhme 
von der Deutschen Brigg „Afinerva“ die folgende Bemerkung: „Um 11* a, m. 
den 13. November 1885 erreichten wir den Hafen von Newchwang nach einer 
43tägigen Reise von Hongkong. Wir waren an der Westseite von Formosa 
passirt, Binige andere Schiffe hatten dagegen die Route östlich von Formosa 
genommen, hatten sich dann zwischen 29° und 30° N-Br der Küste von China 
wieder genähert und von hier an Sich stets so westlich als möglich gehalten. 
Auf dieser Route hatten dieselben bedeutend schnellere Reisen gemacht. Ich 
möchte dieselbe daher für die ganze Zeit des Nordost-Monsuns, auch für die 
Anfangsperiode desselben, ——z——“ 
8. (D.S.) Die Tonne am Kap Passier (Nordwestspitze von 
Be ist nach einer Angabe des Kapt, Schumacher von der Deutschen Bark 
„Adele“, der dieses Kap am 19. Februar 1885 auf der Reise von Samarang 
nach Lissabon passirte, nicht, wie es in den „Aun. d. Hydr. ete.“, 1881, 5. 441, 
heifst, schwarz, sondern, wie auch bei Findlay angegeben, weils angestrichen. 
9. Ansegelung von Nukualofa, Tongatabu. Tonga - Inseln. 
(Nach dem Bericht des Geschwader-Chefs Kontre-Admiral Knorr.) Für die 
Einsegelung auf Nukualofa-Rhede vom Insichtkommen der Insel Tongatabu an 
lassen sich nach den Erfahrungen des Kreuzergeschwaders folgende Anweisungen 
aufstellen :?) | 
Will man die im „South Pacific Ocean Directory“ empfohlene, von allen 
Untiefen freie östliche Einfahrt entweder des bei östlichen Winden dort jeden- 
falls vorhandenen erheblichen Seegangs oder der immerbin nicht ungefährlichen 
scharfen Drehung wegen, welche das Schiff östlich von der Insel Makkahaa zu 
machen hat, nicht benutzen, so steuere man, von Süden oder Westen kommend, 
die NW-Ecke der Insel, Spitze Van Dieman, an, passire das nordwestlich 1 Sm 
ab liegende Korallenriff mit NOz0'40-Kurs auf !/, Sm und laufe Jetzteren 
13% Sm weit, bis man die Kirche oder, falls diese sich noch nicht markiren 
sollte, — (die früheren Kekthürme fehlen, und das grofse dunkele Dach läfet 
dies Gebäude, trotzdem es auf einem Hügel steht, um so schwerer erkennen, 
als sich letzterer, weil baumlos, kaum über die Gipfel der den Strand be- 
deckenden Bäume erhebt) — die weilsen Gebäude der Stadt in 8’A4W peilt; 
bei unsichtigem Wetter giebt die Linie „NW-Kante von Alttataa über das 
nördlichste kreisrunde Korallenriff hinweg“, iz: SW*4S gepeilt, den Drehpunkt 
ebenfalls mit ausreichender Genauigkeit an; als Peilobjekte sind bis hierher die 
Insel Attatag und eine 1! Sm WSW von dieser liegende unbenannte kleine 
Insel, dann Mallenoah, nächst der von hier aus nicht sichtbaren Insel Tat, die 
nördlichst gelegene sämmtlicher Inseln, kenntlich an den sich deutlich markiren- 
den Bäumen, zu empfehlen. 
Am Drehpunkt angelangt, steuere man S!4W recht auf die Kirche bezw. 
die östlich von derselben gelegenen weißen Gebände zu, bis man die Nordkante 
der stets in Peilung gehaltenen Insel Attataa WSW'/W peilt; jetzt wird mit 
SWzW auf die Insel Tufagga zugestenert, bis die Kirche 8z0!40 peilt, dann 
mit letztgenanntem Kurse auf diese zu, wobei das mittlere und kleinste der drei 
vor der Stadt liegenden Riffe auf '/4 Sm passirt wird, dann auf die Südkante 
des südlichsten, welches übrigens bei Hochwasser nicht brandet, abgehalten 
und, je nach dem Besetiztsein der Rhede durch andere Schiffe, querab von der 
Kirche oder weiter östlich in 21 bis 27 m Wasser, Schlick und Korallengrund, 
geankert. 
Ein zuverlässiger und gut instruirter Beobachter muß vom Topp aus auf 
etwa in der Kurslinie liegende Gefahren achten, da bei ungünstiger Beleuchtung 
and Hochwasser nicht einmal die mit 1' Fad. (1,8 m) und 2'/4 Fad. (4,1 m) be- 
zeichneten auf !/ bis 1 Sm Abstand passirten Stellen vom Kartenhause aus 
geschen werden komten, 
I) 8. 3, „Ann, d, Hydr. ete.“, 1886, S. 64. 
*) Siche auch diese Annalen 1886, S. 328. 
Findlay’s „South Pacifle“ 1884, S. 537. 
‚Pacific Islands“, Vol. II, 1885, S. 10.
	        
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