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Kleine Notizen,
Kleine Notizen.)
1. (D. SS.) Bemerkungen über einige Häfen an der Westküste
von Nicaragua. Kapt. F. Meyer von der Deutschen Bark „Valparatso“ be-
richtet in seinem meteorologischen Journal folgendermalsen: „Am %, Dezember
1884 versegelten wir von Corinto nach Cacao am Golf von Fonseca und er-
reichten diesen Platz am 27. Dezember, Von unserem Ankerplatze, 2 Sm vom
Lande entfernt und auf einer Wassertiefe von 7,2m (4 A nn die Berg-
spitze von Amapala NW'AN und der Vulkan Conseguina WSW'AW miksweisend,
Während der Nacht wehte es hier fast beständig aus NNE, gegen Mittag holte
der Wind östlich und im Laufe des Nachmittags südöstlich und südlich, Oefters
war der Wind in den Vormittagsstunden dermaßen stark, dafs die Leichter
(Kanoes) nicht die Barre von Cacao passiren konnten, wodurch die Uebernahme
der Ladung sehr verlangsamt wurde,
Am 13. Januar 1885 erhielt ich die Order, nach Dos Aguitas am Estero
Real zu versegeln, Auf der Fahrt dorthin lief sich nur die Strecke bis zur
Mündung des genannten Flusses segelnd zurücklegen; auf dem Flusse dahin-
gegen konnten wir nur treibend vorankommen, so dafs erst am 16. Dos Aguitas
erreicht wurde, Am 29, Januar verliefs ich diesen Platz, bestimmt nach
Tampesque, welche Entfernung bis zum folgenden Tage, ebenfalls mit dem
Strom treibend, zurückgelegt wurde. Nachdem wir uns hier bis zum 3. Februar
aufgehalten hatten, traten wir die Rückreise nach Corinto an, welcher Platz am
10, Februar erreicht und am 15. Februar, nach Falmouth für Order, wieder
verlassen wurde.
Zur Zeit unseres Aufenthaltes auf dem KEstero Real waren daselbet die
Witterungs- und klimatischen Verhältnisse sehr günstig, denn wir hatten fast
stets eine leichte Briese und wurden nur wenig von Mosquitos belästigt.
Während der Regenzeit soll es hier aber kaum zum Aushalten sein.“
2. (D. 8.) Corral in Chile. Ueber diesen Hafen macht Kapitän
D. Mangels, Führer der Deutschen Bark „Fortung“, in seinem meteorologischen
Journal die nachstehenden Aufzeichnungen:
„Ein Schiff, welches von Süden kommt und nach Coral bestimmt ist,
thut wohl daran, den Leuchtthurm von Niebla Castle, ein kleines quadratisches
Gebäude, in mw. 050'40 zu bringen, weil erst in dieser Peilung die Einfahrt
uach Corral nicht mehr durch den Morro Gonzales verdeckt wird. Ist man
bis zu der Verbindungslinie der Leuchtthürme von Niebla Castle und Corral
eingesegelt, so setze man seinen Kurs gerade auf letzteren, hüte sich dabei
aber vor der Tres Hermanas- oder Manzera-Bank und der Untiefe bei Lawurel
Point, auf welch letzterer nur 4m (2'/4 Fad.) Wasser steht, weil beide un-
genügend durch Seezeichen gekennzeichnet sind. Kin Schiffsführer, der zum
ersten Mal nach hier kommt, darf sich nicht zu sehr auf die Bojen und Baken
verlassen, da dieselben undentlich zu sehen und ihre Lagen häufig unrichtig
sind. Das Feuer von Corral, welches sich auf dem Berge befindet, ist eine
gewöhnliche Laterne, die an der Seite nach dem Fahrwasser mit einer rothen
Jasscheibe versehen ist.
Corral ist der Hafen von Valdivia, welche Stadt ungefähr 11 Sm weit
den Fluls aufwärts liegt, und wohin die mit den Schiffen angebrachten Waaren
yermittelst Leichter ron 50 Tonnen Gröfßse befördert werden. Die Empfängerin
unserer Ladung war die „Compaiia Industrial“, deren Chef, Herr Ed. Prochelle,
gleichzeitig Deutscher Konsul ist. Die Hafenusancen Jassen in Corral viel zu
wünschen übrig; so dafs ich meinen Kollegen rathen möchte, bei einem Fracht-
abschlufs nach hier mit Vorsicht zu Werke gehen zu wollen, Frisches Fleisch,
Kartoffeln, Grünwasaren und Bier sind in Corral zu mäßigen Preisen erhältlich,
desgleichen gutes Trinkwasser.
Am 17. April 1885 wurde Corral wieder verlassen und vier Tage später
in Talcahuano eingelaufen, woselbst der Rest der von Hamburg mitgebrachten
Güter gelöscht uoß eine volle Ladung Weizen wieder eingenommen wurde, mit
der wir am 22, Juni die Rückreise, Falmouth für Order, antraten.“
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