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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

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Port Broughton, Wallaroo and Port Mlelbourne in Australien. 
sind nur drei Handlungshäuser, welche von Port Broughton Weizen verschiffen, 
nämlich: „John Darling & Sons,“ „Me.Dunn & Co.“ und „Malcolm & Co.“ 
Aufser Feuergeld von 1 d. ein- und 2 d. pro BReg.- Tonne aus- 
gehend, Gebühren für das Ein- und Ausklariren und für etwaige Besichtigung 
hat ein Schiff keine Unkosten. Wünscht man die Hülfe eines Stauers, so hat 
man einen solchen von Adelaide oder Port Pirie kommen zu lassen. An jedem 
zweiten Tage findet über Red Hill eine Postverbindung mit Adelaide statt; 
zuerst vermittelst Wagen und Omnibus, zuletzt vermittelst Eisenbahn. 
An Proviant und anderen Ausrüstungsgegenständen ist in Port Broughton 
wenig oder nichts zu haben. Wenn aber derartige Sachen auch vorhanden sind, 
kann man sie doch nur zu hohen Preisen erstehen, da sie sämmtlich von 
Adelaide beschafft werden müssen. Lebende Schafe kann man jedoch preis- 
würdig kaufen und, wenn reichlich Regen gefallen ist, auch etwas Trinkwasser 
erhalten. Letzteres bezieht man von dem Hafenmeister, der die Aufsicht über 
die dem Fiskus gehörenden Wassertanks hat, Man schickt zu diesem Zwecke 
mit den Leichtern leere Fässer an das Land und erhält sie mit denselben 
efüllt zurück, wobei der Preis des Wassers, wenn es an Bord ist, sich auf 
50 sh. für 400 Gallonen stellt. Die ganze Umgebung von Port Broughton 
ist sehr arm an Trinkwasser, und die Bewohner sind lediglich auf Regenwasser 
angewiesen. Die in der Umgegend wohneuden Landleute sind oftmals gezwungen, 
ihr Trinkwasser von Port Broughton zu holen, wenn ihr Vorrath nicht bis zum 
Eintritt des Winters ausreicht. Durch den Herrn Darling sind in Mundoora 
Bohrversuche angestellt worden, doch ist man dabei nur auf brackisches Wasser 
gestofsen. Früher war in Port Brougkton ein dem Herrn Darlin g gehörendes 
Kondensationswerk in Betrieb, was aber jetzt im Verfall liegt, da fast jedes 
Haus eine Cisterne zum Ansammeln des Regenwassers hat, 
Telegraphische Verbindung ist in Port Broughton nicht vorhanden. Das 
nächste Telegraphenamt, wie auch die nächste Bank ist in Red Hill, etwa 
30 Sm entfernt, woselbst auch ein Arzt ansässig ist. 
Wallaroo. Die geographische Lage des Zollhauses daselbst ist 
33° 55‘ 49” S-Br und 137° 37‘ 30“ O-Lg. Die Schiffahrt hat sich in diesem 
leicht zugänglichen Hafen bedeutend gehoben. Im Jahre 1882 wurde derselbe 
von 52 Schiffen von zusammen 22904 Tonnen Tragfähigkeit besucht. KEingeführt 
wurden in diesem Jahre 22019 Tonnen Steinkohlen für die Kupferschmelzwerke. 
Die Ausfuhr bestand in 20707 Tonnen Kupfererz, 89693 Bushel Weizen und 
1187 Tonnen Mehl, 
Die Bai von Wallaroo hat eine Länge von 1,5 Sm und liegt zwischen 
Point Riley und Hughes. Die Wassertiefe in derselben beträgt 7,6 bis 9,0m 
(4'/4 bis 5 Fad.), Es sind zwei Pieren vorhanden. Die neue, welche die süd- 
lichste und zugleich die längste ist, hat eine Länge von 482 m (1605 Fufs), und 
die Wassertiefe am Ende derselben beträgt 7,5m (25 Fufßs), während die alte 
bei einer Länge von 240m (800 Fufs) nur eine Wassertiefe an ihrem Ende 
bis zu 4,8 m (16 Fufs) hat. In der Nähe der Pieren liegen Mooringbojen, die 
zum Festmachen der Schiffe dienen. 
Wenn man von Süden kommt und Kap Elisabeth in einem Abstande von 
angefähr 8 Sm passirt hat, sollte man an Z%para-Riff nicht näher als bis auf 
12,6 m (7 Fad.) Tiefe gehen. Man wird alsdann früh genug die Schornsteine 
von Wallaroo (jedenfalls den höchsten derselben, denjenigen des Kupferschmelz- 
werkes) sehen. Wenn diese ONO peilen, steuere man so lange NO, bis sie 
Ost, von einem tiefgehenden Schiffe aber 0zS oder OSO peilen, und halte dann 
gerade darauf ab, Dieser Kurs führt eben südlich klar von Point Riley Shoal, 
An der Nordseite dieser Bank liegt eine roth und schwarz angestrichene Tonne 
in der Nähe der flachsten Stelle derselben. Man sollte sich der Bank nicht 
mehr nähern, als bis auf eine Wassertiefe von 7,2 m (4 Fad.). KEine Seemeile 
südlich von der Bank befindet sich eine Stelle mit nur 4,8 m (16 Fufs) Wasser. 
Von derselben peilt Point Rüley etwas nördlich von mw. NOzN und der grofse 
Schornstein in Wallaroo S0z0'/40. Die Küste zwischen Point Elisabeth und 
Point Riley hat fast keine hervorragenden Landmarken, und in einem Abstande 
von 10 bis 12 Sm scheint dieser Küstenstrich geradlinig zu verlaufen. Die 
einzelnen Gegenstände an demselben sind niedrig und können nicht eher aus- 
gemacht werden, als bis sie nahebei sind. Bei Nordwind kommen sehr häufig
	        
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