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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Reise von Zanzibar über Mozambique nach Kapstadt, 
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Das Land ist an beiden Ufern bebaut und bewohnt, so weit wie die 
Expedition vordrang. Namentlich im unteren Theile sind ausgedehnte Zucker- 
pflanzungen bemerkbar mit 3 bis 4 Zuckermühlen, denen Araber vorstehen; 
aufserdem giebt es viel Kokoswaldungen. 
Im oberen Theil, d. i. von Msako aufwärts, wird, wie oben gesagt, Ur- 
wald vorherrschend, die Kokospalme verschwindet, doch taucht von Zeit zu 
Zeit immer wieder bebautes Land auf, und einige Neger werden sichtbar bei 
ger Feldarbeit, Mais- und Zuckerbau. Vom Lagerplatz aus waren die Berge 
von Useguha in geringer Entfernung sichtbar, welche von einigen Negern als 
anter der Herrschaft Bargasch ben Saids stehend bezeichnet wurden. Pan- 
gani ist mehr wie Dar-es-Salaam und Bagamoyo von Arabern und Hindus be- 
wohnt. Es soll ein bedeutender Platz für Elfenbein sein, welches von Massai 
kommt. Die Karawanen erreichen den Flufs eine Tagereise oberhalb Pangani, 
und wird hier das Elfenbein in Boote verschifft, während die Träger zu Fufs 
nach Pangani gelangen. 
Reise von Zanzibar über Mozambique nach Kapstadt. 
Nach dem Bericht des Kreuzergeschwader-Kommandos, Geschwaderchef Kontre-Admiral Paschen. 
Am 23, September 1885, 9% 30* Vormittags, verliefs das Geschwader, 
bestehend aus S, M. Kreuzerfregatten „Stosch“ (Flaggschiff), „Prinz Adalbert“ 
and „Gneisenau“ die Rhede von Zanzibar unter Dampf, 
Von der Insel Chumbe wurde der Kurs SSO aufgenommen; derselbe konnte 
bis Ras Kimbiji eingehalten werden. Der Lauf der Gezeitenströmung konnte 
während dieses Kurses durch halbstündige Peilungen gut konstatirt werden. 
Die seitliche Versetzung betrug im Maximum 1,3 Sm, die Versetzung gegenan 
1 bis 1,5 Sm während der Fluth, 
Der konstante NW-Sirom machte sich erst auf der Fahrt von Ras Kimbiji 
nach Moresby-Spitze mit 1 bis 1,2 Sm bemerklich. 1» 37” Vormittags passirte 
das Geschwader bei hellem Mondschein und observirtem Besteck Moresby-Spitze 
im Abstand von 9 Sm, trotzdem konnte von dem allerdings niedrigen Lande 
nichts bemerkt werden. 
Der Mittag des folgenden Tages fand das Geschwader nahezu in der 
von Moresby abgesetzten Kurslinie S'/40. Die Stromversetzung gegenan betrug 
im Etmal 27,5 Sm. 
Von Mittag an Süd steuernd, erreichte das Geschwader am Morgen des 
25. bei hellem Mondschein und sichtigem Wetter Rovuma-Bai. Der Kurs führte 
5 Sm frei vom Kap Delgado; der Strom hatte indessen die Schiffe ca 8 Sm 
westlich gesetzt, so dafs von Rovuma-Bat aus zunächst SO, dann SSO gesteuert 
werden mufste, um Kap Delgado auf 3 Sm zu passiren. 
Die Inseln zwischen Kap Delgado und Tambuzi boten vorzügliche Peil- 
objekte und ermöglichten dadurch eine genaue Kontrolle des Stromes. Die 
Schiffe liefen bei glattem Wasser und schwachem SE-Winde 8 Sm in der Stunde 
nach dem Logg und nur 6,5 Sm nach den Peilungen. 
Um 10% 45“ Vormittags passirte das Geschwader die in der Karte an- 
gegebene Spaltungsstelle des Aequatorialstromes, aber erst um 1» 0”, quer ab 
von der Insel Tambuzi, konnte das Aufhören des Gegenstromes konstatirt 
werden. Von Tambuzi ab, südlich, fehlten die Peilobjekte, da auch Ras Pekavi 
sich sehr schlecht markirt. 
Erst bei Mahato konnte durch Kreuzpeilungen ein südlicher Strom von 
ungefähr 1,4 Sm pro Stunde festgestellt werden. 
Ibo-Feuer wurde um 6* 50” Nachmittags in 14 Sm Entfernung gesichtet, 
Beim Aussichtkommen genannten Feuers wurde S!/2W während der Nacht 
gesteuert, 
Mit Tagesanbruch kamen die sehr charakteristischen Berge der Sorissa- 
Kette in Sicht. Die neuoste Segelanweisung vergleicht diese Berge schr richtig
	        
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