Literarisches,
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Römer zurückgreifend. Durch diesen historischen Theil darf das Buch auch
das Interesse eines weiteren Kreises peanepıorhen, Auch in der weiteren
Besprechung der einzelnen Hafenanlagen verläfst der Verfasser nie ganz den
historischen Boden, er giebt eine Uebersicht über die Arbeiten, welche zur
Anlage, zum Schutz etc, eines Hafens gemacht worden sind, über die damit
erzielten Resultate, die Veränderungen, welche nothwendig wurden, und dergl.
Die wirthschaftlichen Bedingungen der Häfen, die Verbindung nach Land,
Kisenbahnverkehr u. a., sowie die Hochbauten werden nicht in dem Werke
berührt, sondern es beschränkt sich lediglich auf die Behandlung in hydro-
technischer Beziehung und die Wasserbauten. Es sind die Bedingungen zu-
sammengestellt und besprochen, welche ein Hafen oder eine Rhede erfüllen
müssen, die Bedingungen für natürliche tiefe Wasserrinnen an den Küsten, die
Eigenschaften der wandernden Geschiebe, Sand, Schlamm, Steingeröll, von denen
die meisten Häfen abhängig sind, die Mittel, welche man zu ihrer Bewältigung
angewendet und anzuwenden hat, Es werden die zu Hafenbauten benutzten
Materialien einer eingehenden Besprechung unterworfen, die Einfahrten nach
den dieselben bedingenden Faktoren, Lage, Richtung, Weite, Form und Wasser-
tiefe, ferner die Bauten zur Sicherung der Einfahrt und zum Schutz der Häfen,
zur Verbesserung natürlicher Rheden und zur Herstellung künstlicher Rheden
oder Aufsenhäfen, wie Hafendämme, Molen, Wellenbrecher und durchbrochene
Leitdämme. Die in der Französischen Original-Ausgabe den Abbildungen bei-
gefügten erläuternden Bemerkungen über die einzelnen Häfen sind, soweit sie
auch olme Abbildung von Werth, in einem besonderen Kapitel mit aufgenommen.
Die Bemerkungen des Ueborsetzers sind dem Text als Schlufskapitel angehängt.
Eine dem Werk beigefügte Tabelle, „Statistische Nachweisung über die Handels.
häfen, die Handelsflotte und den Seeverkehr Frankreichs und Algeriens im
Jahre 1877“, läfst für die einzelnen Häfen die Kosten der Anlage und Unter-
haltung erkennen und giebt einen Ausweis über den Schiffsverkehr in denselben.
Gedruckt und in Kommission bei E, S. Mittler & Sohn:
Königliche Hofbuchhandlung,
Kochstralßlse 68=70