Die Marshall-Inseln.
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liegen vor der Passage vier bei Niedrigwasser trocken fallende Bänke in der
Richtung SO—NW von einander. Die Bänke lasse man an St-B. und steuere
NO, bis diese passirt sind. Der Kurs nach der Insel Tabal ist dann Ost, Das
westliche Riff dieser Gruppe ist arm an Inseln, es fehlen daher auch hier Land-
marken für das Ansteuern der Passage. Die Insel Pigen und die nächste Insel
nach Süden zu, zwischen welchen die Passage liegt, sind 6 bis 7 Sm von
einander entfernt. Auf dem Wege nach Tabal fand man keine Korallenbänke,
Der Anukerplatz bei Tabal ist gut, ebenso ist die Landung mit Schiffs-
booten an der Insel gut zu bewerkstelligen, Der Ankerplatz des „Nautilus“
lag in den Peilungen: Nord-Huk von Tabal N’/40, Süd-Huk S0z0'%20. Die
Wassertiefe betrug 38m.
Die Position des Ankerplatzes wurde zu 8° 15‘ N-Br und 171° 9,5‘ O-Lg
berechnet.
6. Likieb-Inseln.!}) Am 26. Oktober um 7'/% Uhr Vormittags wurde
die Lagune der Aurh-Gruppe verlassen, bei ENE-Wind und böigem regnerischem
Wetter nach Likieb gedampft und am 27. Oktober um 12 Uhr Mittags in der
Lagune dieser Gruppe bei der Insel Likieb geankert. Die bis dahin beobachtete
Siromversetzung war eine westliche, was mit den bisherigen Beobachtungen
nördlich von 9° N-Br übereinstimmte.
Das westliche Riff scheint nicht so steil nach Norden zu verlaufen, als
in der Karte Tit. XI, No. 409 angegeben. Die Südpassage ist von Kapt, Witt
(„Ann. d. Hydr. etc,“ 1881, S. 526) gut beschrieben, Der westliche Arm der
Passage verdient vor dem östlichen für grölsere Schiffe den Vorzug, da letzterer
sehr schmal. Der Einsegelungskurs ist zunächst NzW auf den Busch der inner-
halb der Passage liegenden Insel zu. Den westlichen Arm der Passage wählend,
Jasse man dann die Insel an St-B. und steuere NWYAN, Will man nach Likieb,
so hat man auf diesem Kurse frei vom nördlichen Ausläufer der Insel in der
Passage zu dampfen und dann 0°4S im Durchschnitt 4,3 Sm nach dem Anker-
platz zu steuern. Die Fahrt dorthin erheischt wegen der zahlreichen Korallen-
bänke grofse Vorsicht. Die Lothungen ergaben dicht vor der Passage 180m,
querab von der Passage-Insel 44, 47 und 39m Tiofe. Auf dem Kurse nach
dem Ankerplatz bei Likieb fand man bis zu 2,3 Sm Abstand von der Passage-
Insel 42m Tiefe, während dann diese plötzlich auf 25—22m abnahm, Io den
Peilungen: Flaggenstange der Amerikanischen Firma Capelle & Ingolls 0°A4N,
West-Huk der Insel WSWSAW, wurde in 23m Tiefe auf Saudgrund geankert,
Der Anukerplatz ist gut und geschützt. Der Verlauf des Korallenriffes bildet
eine nur nach den Richtungen W—NW offene Bucht.
An demselben Tage verließ S. M. Kr. „Nautilus“ um 5 Uhr Nachmittags
Likieb wieder und dampfte nach Jaluit zurück. Auf der Fahrt dorthin war
der Wind nördlich von 9° N-Br östlich, begleitet von Böen und Regenschauern,
südlich dieser Breite fand man westlichen Wind und Stillen, Der Strom war
bis 8° N-Br westlich, südlich davon stark östlich.
Am 29. Oktober 9 Uhr Vormittags wurde im innern Theil der Südost-
passage bei Jaluit geankert und an demselben Tage um 5 Uhr Nachmittags bei
stillem Wetter nach Ebon weiter gedampft. Wiederum wurde bis dorthin öst-
liche Versetzung konstatirt.
7. Ebon-Inseln.?) Am 30. Oktober 9 Uhr Vormittags wurde in der
Lagune von Kbon hei der Insel Kbon geankert.
Die Einfahrt in die Lagune von bon ist die schwierigste aller bisher
benutzten Passagen, da sie im innern Theil sehr schmal ist und scharfe
Biegungen macht. Sie sollte nur bei günstigem Stand der Sonne passirt werden,
Die Zeit geringen Gegenstromes und niedrigen Wasserstandes eignet sich am
besten, da bei letzterem die Bänke sich gut gegen das tiefe Wasser abheben.
„Nautilus“ benutzte den südlichen Kanal der Einfahrt. Der nördliche, an der
Insel Mes entlang laufende Kanal soll nach Aussage eines Deutschen Schiffs-
<) Annslen 1881, S. 526,
f Annalen 1879 5, 282, 1881 S. 532, 1882 S, 149.
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