accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

40) 
Kleine Notizen. 
Für die Ankerpeilungen eignen sich das Fort George, die Signalstation 
von Port of Spain, ein Haus mit Signalmast auf einem Bergrücken nordwestlich 
der Stadt, oder noch viel besser ein hoher, einzeln stehender Schornstein 
einer nordwestlich der Stadt am Strande gelegenen Zuckerraffinerie, welcher 
in der Peilung rw. NNO die Stelle angiebt, an welcher die Postdampfer ge- 
wöhnlich vor Anker gehen, 
Der St. Davids-Thurm, die gothische Kapelle und letzterwähnter Schorn- 
stein werden bei einer Neuauflage des Hafenplanes eingezeichnet werden. 
Der Leuchtthurm*) ist schwer zu erkennen, da derselbe nur eine geringe 
Höhe besitzt und von den Masten der vorliegenden Schiffe leicht völlig ver- 
deckt wird. 
Bei Nacht ist das Feuer, obwohl es roth ist, der Menge von anderen 
Lichtern wegen schwer zu erkennen. Nach Aussage des Hafeumeisters besteht 
die Absicht, dieses Feuer auf den östlich der Stadt gelegenen Bergrücken dicht 
neben die Kapelle zu versetzen und den Leuchtapparat durch einen stärkeren 
zu ersetzen, 
Auf der Spitze Galera,*) der NO-Spitze der Insel Zrinidad, soll ein 
neues Leuchtfeuer von 25 Sın Sichtweite angezündet werden, da der Verkehr 
zwischen den Inseln Tabago und Trinidad stets im Zunehmen begriffen ist, und 
da den von Südamerika kommenden Dampfern die Passage durch Serpents Mouth 
ron den bezüglichen Gesellschaften wegen der schlechten Beleuchtung und der 
infolge dessen häufig stattgebabten Unglücksfälle untersagt wurde, daher alle 
Dampfer gehalten sind, Port of Spain durch Dragons Mouth anzulaufen. 
Port of Spain ist eine Kohlenstation; man findet dort zu jeder Zeit bei 
der Firma Steward Turnbuck & Comp. gegen 2000 Ton Kohlen vorräthig, 
die Tonne zum Preise von 8 Dollars. 
Ueber den Eintritt der Gezeiten sind vom Hafenamte zu Port of Spain 
folgende Angaben gemacht worden: 
Die Hafenzeit zu Port of Spain®) ist 4V4; die Fluthhöhe beträgt bei 
Springzeit 1,2m und bei Nippzeit 0,75m. 
In der Bocas de Monos ist die Hafenzeit 36 Minuten, in der Boca de 
Navios 46 Minuten und bei der Spitze Gallos 22 Minuten früher als zu Port of 
Spain; bei Couva und bei der Spitze Pierra ist die Hafenzeit 5 Minuten, bei 
St. Fernando und bei La Brea 8 Minuten, bei Oropouche 13 Minuten später 
und bei der Spitze /cacos um 16 Minuten und in der Mayaro-Bucht um 
za 3/4 Stunden früher als zu Port of Spain. 
Nach einer Mittheilung des Kommandanten des Brit. S. „Grifon“ liegt 
25 Sm rw. S 42° 15‘ O0 von der Spitze Galera, in 10° 31‘30“ N-Br und 60° 37‘ W-Lg, 
die Klippe Darien.*) Dieselbe besteht aus Korallen, wird von der See über- 
spült und hat bei einer Länge von 46m eine Breite von 27m. 
Ferner ist 30 Sm rw. S0z07%0 von der Spitze Galera eine Bank auf- 
gefunden worden, welche sich 5 Sm in der Richtung Nord—Süd mit Wasser- 
tiefen von 23,8 bis 47,5m und 4 Sm in der Richtung Ost— West mit der 
geringsten Wassertiefe von 3l1,1m erstreckt. 
6. Ueber das Anlaufen von Pointe ä Pitre. InselGuadeloupe. 
(„Hydrographische Nachricht“ No. 5/29. Pola 1886.) Nach einem Berichte des 
Kommandanten der Oestr.-Ung. Korv. „Zrinyi“, Freg.-Kapt. Vincenz Edler 
von Rosenzweig, über das Anlaufen von Pointe & Pitre®) wird beim An- 
segeln der Aufsenrhede von den einheimischen Lotsen nicht mehr die in der 
Karte angegebene Richtung „Jary-Mühle und rothe Tonne in der Hafeneinfahrt“ 
eingehalten, da die Mühle so verwachsen ist, dafs man sie kaum mehr erkennen 
kann, sondern dieselben laufen die Glockentonne südlich der Einfahrt®) an und 
nehmen daun von derselben direkten Kurs gegen die beiden das Fahrwasser 
kennzeichnenden Tonnen. Von der Glockentonne aus präsentiren sich die Stadt 
sowie die anzusteueruden Tonnen viel vortheilhafter. 
West India Pilot“, Vol. I, 1883, pag. 99. 
} „West India Pilot“, Vol. I, 1883, pag. 88. 
3) „West India Pilot“, Vol. X, 1883, pag. 101. 
5) „West India Pilot“, Vol. I, 1883, pag. 102. 
5) Vgl. „West India Pilot“, Vol. II, 1876, pag. 67. 
5) Vgl. „Nachr. f, Seef,“ 1882, No. 55.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.