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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

1928 
Kleine Notizen. 
Datum 
Beobachteter Strom 
N-Br 
W-Le 
Ge- 
Richtung | schwindigkeit| 
:Sm pro Etma’ 
1RKA 
0. Nov. — 
1. Dez. — 
‘# De 
‚6 135 29 9 
16 13 Al 16 
16 12 4 18 
5 14 36 58 
„9 29 49 
5 58 2 59 
+ 46 5" 
; 26 8 
. — Jin 2 0 
fr  —L. or 36 1 
I. 2 ww 2. 1 J3 45 
12. „ —1. , 13 26 55 50 
13. + —14 4 133 6 58 38 
*) Die Position bezieht sich immer anf das zweite Datum, 
869° W 
524° W 
S 40° W 
S37°W 
541° W 
827° W 
S44° W 
577° W 
587° W 
562° W 
565° W 
S67° W 
S 34° W 
West 
2,5 
3,9 
Lu. 
10: 
J 
) 
x 
41 
45 
11,3 
12,9 
15,2 
Strom 
nach Karte Tit. XIV, No. 5 
Richtung 
Ge- 
schwindigkeit 
Sm pro Etma 
S81° W 
9— 5 
9—i 
9—15 
11—18 
11—18 
8— 5 
10-57 
11—29 
12—28 
12—28 
12—2€ 
12—26 
12-—26 
| 10—21 
S81° W — West 
West 
N82° W 
West 
S8E8° W 
West 
N86° W 
West 
® 
NTCW 
3. Bemerkungen über Monrovia, Kap Coast Castle, Lagos und 
über die Strom- und Wind-Verhältnisse zwischen Mogador und 
St. Paul de Loando; Westküste von Afrika („Hydrographische Nachricht“ 
No. 4/18, 19, 20, 24. Pola 1886). Die nachstehenden Bemerkungen sind den 
Berichten des Kommandanten der Oestr.-Ung, Korv. „Helgoland“, Freg.-Kapt. 
August von Almstein, über eine Reise an der Westküste von Afrika während 
der Monate Oktober 1884 und Januar 1885 entnommen.‘) 
1) Bei Monrovia ?) ankerte die „Helgoland“ in rw. NzW’/sW vom Leucht- 
thurm auf dem Kap Mesurado, 6 Kabilg. von der Spitze Mamba entfernt, auf 
15m Wasser, Schlamm und Sandgrund; dieser Ankerplatz liegt dem Lande 
näher, als der auf der Br. Adm.-K. 1364 (VI: 120) angegebene, und ist auch 
geschützter gegen den Seegang aus SW und Süd. Die Handelsdampfer ankern 
ca 5 Kabllg. nordwestlich der Spitze Ashman, 
Nördlich der Spitze Kroo befindet sich eine Deutsche Faktorei, die als 
Peilung benutzt werden kann, da die Spitze, sowie auch der Kirchthurm von 
Monrovia wegen der hoben Bäume, selbst vom bezeichneten Ankerplatz aus, 
nicht zu sehen sind, 
Als Anlegeplätze besitzt Monrovia zwei gschr schlecht gehaltene Holz- 
molen mit je einem drehbaren Krahn von 1’% tons Tragfähigkeit. 
Die Barre des Flusses unterliegt häufigen Verschiebungen, daher Schiffe 
gut thun, einen Kroo-Mann zum Lotsen der Boote nach Monrovia anzunehmen; 
diese Bootsführer bieten sich auch als Schiffslotsen an, verstehen jedoch wenig 
von der Vertäuung eines Schiffes und sind auch mit Weiter- und Strömungs- 
verhältnissen wenig vertraut. 
Das Leuchtfeuer ist sehr schwach und nicht ganz verlälslich, bei un- 
sichtigem Wetter ist es kaum 6 Sm weit sichtbar, 
2) Beim Kap Coast Castle?) ist die Landmarke Mumford Village durch Bäume 
so verdeckt, dafs nichts mehr zu erkennen ist. Auch die auf der Br. Adm.-K. 1713 
(VI: 125) angegebenen Bäume „Fan Palm“, „High Cocoa Nut“ und „Spreading 
1) Der Gesammtbericht über die Reise der Korvette „Helgoland* ist bearbeitet von der 
Redaktion der „Mittheilungen aus dem Gebiete des Seewesens“ als Beilage zu Heft XII 1885 dieser 
Mittheilungen erschienen. Derselbe enthält aufser den nautischen Beobachtungen noch andere ehenso 
interessante wie werthvolle Angaben, Beschreibungen der besuchten Plätze (ZTanger, Mogador, Santa 
Cruz de Teneriffa, Goree-Dakar, Freetown, Monrovia, Cape Coast Castle, Lagos, Fernando Po, 
Banana Creek, St. Paul de Loanda), die kommerciellen und handelspolitischen Verhältnisse der- 
selben, sowie in besonderen Beilagen einen Bericht über die sanitären Verhältnisse, über den Betrieb 
der Seefischerei und über die Beschaffung von Schiffsgegenständen und Schiffsbedarf an der West- 
küste von Afrika, 
%) Vgl. „Afriea Pilot“, Part. I, 1880, pag. 211: „The West Coast of Africa*, Vol. 2, 1875, 
pag. 61; „Annalen“ 1884, S. 489. 
3) Vgl. „Africa Pilot“, Part. I, 1880, pag. 261; „The West Coast of Africa“, Vol. 2, 1875, 
pag. 156; „Annalen“ 1884, S, 264.
	        
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