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Die Staubfälle im Passatgebiet des Nordatlantischen Oceans.
Journal 1393. „Salisbury“, Kapt. P. Reitzenstein.
1880 Februar 12 in 22,6° N-Br und 22° W-Lg: Wind EzS 6—7; leichter Nebel,
Februar 13 in 19,7° N-Br und 24,2° W-Lg: Wind E5. Was wir für
Nebel gehalten, ist feiner, röthlich gelber Sand. Die Luft ist ganz davon
angefüllt. Machten mit Mühe schlechte Beobachtungen. Sahen nur einige
Schiffslängen weit.
Februar 14 in 16,9° N-Br und 26° W-Lg: Wind E5. Tauwerk und Segel
sind mit einem dicken röthlich gelben Staub bedeckt. Die Luft ist noch
immer damit angefüllt. |
Februar 15 in 14° N-Br und 26° W-Lg: Diesige Kimm; später klare
Luft. —
Journal 1167. „Alma“, Kapt. L. A. H. Lahmeyer.
Februar 17 in 15,7° N-Br und 403° W-Lg: Wind E bis ENE5. Bei
Tagesanbruch fand man Segel und Tauwerk mit gelbrothem Staube belegt.
Vorher diesig, wenig Fernsicht; nachher klares Wetter. —
Journal 1424. „Karl“, Kapt. K. Maafs.
1881 Januar 29 in 20,7° N-Br und 20,9° W-Lg: Wind NEzN 5; wolkenlos, aber
diesig, sehr starker Thau.
Januar 30 in 18,3° N-Br und 21,8° W-Lg: Wind NNE 5; wie gestern
diesig und starker Thau.
Januar 31 in 16,0° N-Br und 22,2° W-Lg: Wind NEzN 5; undurchsichtige,
staubige Luft. —
Journal 1379. „Capetla*, Kapt. J. Bonnhorst.
1881 März 14 in 9,5° N-Br und 33,5° W-Lg: Wind NEzN 5. Bemerkten, dafs
unsere Boote, sowie alle weiß gefärbten Gegenstände mit einem gelb-
röthlichen Schmutze bedeckt waren. Vorher diesig, nachher nicht mehr. —
Journal 1696. „Capella“, Kapt. J. Bonnhorst.
1881 August 4 in 18,9° N-Br und 25,2° W-Lg: Die weiße Farbe auf Deck ist
mit einem gelbröthlichen Schmutze bedeckt. Derselbe mufs aus der Luft
kommen. Wind NNW 3, vorher N bis NE 4. (Schiff von Norden
kommend). —
Journal 1609. „Edmund & Louise“, Kapt. C. B. Pfeiffer.
August 5 in 14,5° N-Br und 24,8° W-Lg: Die Segel und die Farbe sind
mit einem mehlartigen, rothbraunen Staube bedeckt. Wind WNW 4, bis
19° N-Br NE bis N. Von 21° N-Br an trübe Luft. —
Journal D. 205. Dampfer „Argentina“, Kapt. Chr. Boie.
1881 September 24 in 20,4° N-Br und 21,5° W-Lg: Wind NE6, klare Luft.
September 25 in 23,3° N-Br und 19,9° W-Lg: Wind NE 4; gegen Abend
fahl aussehende Luft, starker Thau.
September 26 in 26,5° N-Br und 17,5° W-Lg: Wind ENES3. In der
Nacht vom 25. starker Thau. Morgens (in 25,2° N-Br und 18,6° W-Lg)
waren das Schiff und das ganze Takelwerk mit gelben Dunst beflogen.
Abends klares Wetter, Nachts Teneriffa in Sicht. —
Journal 1482, „Adolph“, Kapt. 0. Kampehl,
September 29 in 14,7° N-Br und 26,2° W-Lg: Wind NEzN 4. Diesige
Luft, fast wie Nebel; starker röthlicher Niederschlag,
September 30 in 16,7* N-Br und 27,8° W-Lg: Wind ENE5. Das ganze
Takelwerk und die Luvseite des Schiffes dick mit röthlichem Staube be-
deckt. Am nächsten Tage klares Wetter. —
Journal 1478. „Patagonia“, Kapt. E. H. Hellwege.
September 29 in 12,4° N-Br und 28,3° W-Lg: Die Sonne hat bei 10° Höhe
noch das Aussehen des Mondes. Sehr graue, bedeckte Luft im Südosten,
September 30 in 14,4° N-Br und 30° SWL: Wind NE 5. Fanden in
mehreren Segeln Passatstaub.
Oktober 1 in 17,2° N-Br und 31,6° W-Lg: Nachdem die Luft seit längerer
DE immer diesig, trübe und bezogen gewesen, klarte sie jetzt wieder
ab. —
Journal 1632. „Friedrich Hartwig“, Kapt. J. Harde.,
Januar 9 in 22,5° N-Br und 20,5° W-Lg: Wind E bis ESE 5—6. Am
Morgen Segel und Tauwerk mit gelbröthlichem Staube bedeckt. Von
24° N-Br und 21° W-Lg an wolkenleere, dampfige Luft, Dieselbe Witterung
1881