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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Ann, d. Hydr. etc., XIV, Jahrg. (1886), Heft II. 
RO 
Die Untersuchungen von Elias Loomis über die Form und die 
Bewegung der Cyklonen, besprochen von Dr. J. van Bebber, 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Eine zusammenfassende Untersuchung der Cyklonen („Contributions to 
Meteorology.“ Revised edition, New Haven, conn. 1885, 67 Seiten und 16 Karten) 
hat uns in veuester Zeit Prof, Loomis gegeben, welcher durch seine mannig- 
fachen kleineren Abhandlungen über diesen Gegenstand bei den Meteorologen 
rühmlichst bekannt ist. Diese kleineren Abhandlungen systematisch zu ordnen, 
durch Zugrundelegung eines umfangreicheren Materials zu vervollständigen und 
zu einem einheitlichen Ganzen zu vereinigen, wobei nicht allein die Vereinigten 
Staaten, sondern auch andere Erdtheile, insbesondere Europa und der Atlan- 
tische Ocean in den Kreis der Untersuchung fallen, ist die Absicht des Ver- 
fassers bei der jetzt beginnenden Publikation. Diese Abbandlungen bilden für 
die Keunntnifs der Cyklonen einen sehr werthvollen Beitrag und sind sowohl 
für die theoretische als auch die praktische Meteorologie von hoher Wichtig- 
keit, so dafs eine eingchende Besprechung derselben durchaus geboten erscheint. 
Der eben erschienene erste Theil dieser Abhandlungen enthält die Unter- 
gsuchungs-Resultate über die Form, Gröfse, Richtung und Geschwindigkeit der 
Cyklonen, insbesondere die beiden letzteren Punkte, in Anlehnung an die vor- 
herrschenden Winde. 
Die Form der die Cyklonen einschliefsenden Isobaren ist sehr selten 
kreisförmig, sondern zeigt meistens ellipsenartige Kurven, deren grofse Axe die 
kleine nicht unerheblich übertrifft. Für die Vereinigten Staaten findet Loomis 
aus den Wetterkarten von 7° 35” a, m. für eine dreijährige Zeitepoche als 
Verhältnifs der grofsen zur kleinen Axe: 
1,5 in 59% o aller Fälle 
2 „3% » 
3 „11% “ 
4 „ 3% a x 
Ebenso ergab sich für don Atlantischen Ocean 
Karten für 1874 bis 1876: 
nach den Hoffmeyer’schen 
1,5 in 54 % aller Fälle 
2 „17% » 
a 
Zur Vergleichung schliefse ich hieran das Resultat, welches ich aus 
17 Fällen aus den Jahren 1876 bis 1880 für die einzelnen Zugstrafsen erhielt:‘) 
Oktober bis März April bis September 
Zugstrafe und Position zu Deutschland Zahl Verhältnifs Zahl Verhältnifs 
d. Fälle d.Axen d,. Fälle d.Axen 
JI. Shetlands— Petersburg N BB 3 6 2,5 
{IIa, Shetlands— Littauen N 6 
[I1b, Shetlands—Bornholm—Finnland N 7 1,6 
[IIa. wie oben E 6 1,6 
Ib. NE 5 1,9 — _— 
[V, Kanal—Petersburg N 7 1,5 14 1,9 
Vb. Triest—Petersburg E 7 1,9 8 1,9 
Summe und Mittel 149 1.75 28 1,97 
‘4 Vgl. van Bebber: Typische Witterungserscheinungen. Aus dem Archiv der Deutschen 
Seewarte. V. Jahrgang, 1882, No. 3, pag. 45.
	        
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