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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

Kieine Notizen. 
Beim Passiren des Kap Good Hope wurde Kabbelung wahrgenommen, 
Das Kanonenboot ankerte gerade auf der Stelle, welche auf der Karte mit 
einem Anker bezeichnet ist, rw N’'AW vom Leuchtfeuer auf dem Kap in 8,2 m 
Wassertiefe, 
Bei der Spitze Tower, westlich von der Insel Bill, liegt das Wrack 
eines gestrandeten Dampfers, dessen Fockmast über Wasser ragt. 
Die Passage den Flußs Han aufwärts bietet der vielen Fischerpfähle 
halber einige Schwierigkeiten. Im Hafon von Swatow ankerte das Kanonenboot 
am rechten Flufsufer vor der Europäischen Ansiedelung Kakchio Promontory 
auf 7,3 m Niedrigwasser. Der Ankergrund ist fester Schlamm von sehr guter 
Haltbarkeit, 
Der Gezeitenwechsel findet regelmäfsig statt, der Strom erreicht bei 
Ebbe eine Geschwindigkeit von 4 Sm. 
Am linken Ufer liegt zur Bezeichnung der nördlichen Grenze des Fahr- 
wassers in der Richtung rw NW°4AW von der Tonne der Wyoming-Klippen 
eine rothe, spitze Tonne auf‘ 3,7 m Niedrigwasser, Schlammgrund, (Vgl. 1227 
d. „Nachr. fi Seef.“ 1882.) 
Zur Benutzung für die Dampfer der regelmäfsigen Dampferlinie „Hong- 
kong-Shanghai“ liegen vor dem Hafenamts-Gebäude und den Waarendepots 
zwei kleine Festmachetonnen aus. 
Eine Hafenbeleuchtung besteht nicht, doch wurde auf dem Kopfe der 
Bootsmole vor dem Englischen Konsulat ein weißes Feuer gezeigt, 
Jeden Sonnabend wird vom Maggen- und Signalmast des Hafenamts- 
Gebäudes zu Swatow um 0* 0* mittlerer Ortszeit (nach Chronometer) bei 
gleichzeitiger Abgabe eines Kanonenschusses, ein Zeitball fallen gelassen (vgl. 
No. 1447 d. Nachr. f. Seef,“ 1885). . 
Dieses Zeitsignal macht jedoch auf keine besondere Genauigkeit Anspruch, 
Ungefähr Ye Kbllg. nordöstlich der Klippe Bottefuhr liegt das Wrack 
einer daselbst gesunkenen Dschunke. 
3. (D. &) Flaschenpost. Durch Vermittelung des Hafenmeisters 
Herrn John. L. Dryden in Port Arthur und des Deutschen Konsulats in 
Kapstadt ist der Seewarto ein Flaschenpostzettel zugegangen, welcher von der 
Deutschen Brigg „Bertha“, Kapt, A. Franz, auf der Reise von Kapstadt nach 
Mozambique am 5. September 1885 auf 28° 47 S-Br und 36° 31’ O-Lg über 
Bord geworfen und am 19, November 1885 in der Nähe der Westpier von 
Port Arthur (Kapland) auf 33° 36‘ S-Br und 26° 54‘ O-Ly durch den Leuchtfeuer- 
wärter aufgefunden wurde. Die Flasche war mit einigen Muscheln bewachsen, 
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 75 Tagen 
72 Sm nach SWzZW!4W zurückgelept. 
Gedruckt und in Kommission bei X, S. Mittler & Sohn 
Königliche Hofbuchhandhung, 
Kachstrafia 65-—70
	        
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