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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

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Kleine Notizen. 
Winde 
fa 
l. Dekade 
Q, Dekade 
38. Dekade 
Östsee ! Nordsee 
Ostsee * Nordsee | Ostsee | Nordsee 
Me 
3E 5 11 
Ss | . 2 7 F% 
3wW | 28 | 27 2 . 29 | 4 
w. 39 | 36 | 20 2% 23 
NW 18 | 20 | 9 | 2 | ® 
Stille | 1 2} 1 7 2° 29 3 
| 
D 
39 
26 
14 
Die monatlichen Extreme für das Barometer waren nach den Aufzeichnun der B 
En in Jen HT Di we San AS und 789,7 mm, St p. m. am 5, N Swinemünde 
‚8 mm p- m. am 18, un ‚1 mm, p. m. am 6., in Borkum 776, a pm, 
UT de Ne , u 6,3 mm, 8 p.m. am 18. 
Kleine Notizen. ” 
1. (D. S.) Berichte über Seebeben. a) An Bord des Vollschiffes 
„Ida“, Kapt. W. Schneider, beobachtete man am 10, März 1885 zwischen 
4% 48" und 4* 56” p.m., in 21,1° N-Br und 56,8° W-Lg (im westlichen Theile 
des Nordatlantischen Oceans) eine dreimalige Erschütterung des Schiffes, welche 
jedesmal etwa 2 Sekunden anbielt und wahrscheinlich von einem Seebeben 
herrührte. 
o) Kapt. F. W. Niemann vom Schiffe „Carl Both“ hatte am 
5. August 1885 um 12* 45” p.m., in 25,1° S-Br und 175,4° W-Lg (im süd- 
lichen Stillen Ocean) ein ziemlich heftiges Seebeben von etwa 10 Sekunden 
Dauer. 
c) Das bereits S. 599 des vorigen Jahrgangs dieser Annalen erwähnte 
ausgedehnte Seebeben östlich von den Azoren wurde ebenfalls an Bord 
des Schiffes „Alma“ beobachtet. Kapt. R. A. Alberts berichtet: „Am 
22, Dezember 1884 um 2" 42” a,m., in 34° 52‘ N-Br und 19° 40’ W-Lg, hatten 
wir ein ziemlich heftiges Seebeben, welches mit fast gleicher Stärke etwa 45 Se- 
kunden anhielt. Das Schiff zitterte ziemlich stark. Der Wind war zur Zeit 
ENE 5—6, mit Staubregen; der Luftdruck war hoch, die See ruhig,“ 
Die Beobachtung bestätigt die schon aus den früher veröffentlichten Bo- 
richten hergeleitete Annahme, dafs die Erschütterung zwischen den Azoren und 
der Europäischen Küste in östlicher Richtung fortschritt, oder mit anderen Worten, 
dafs der Ursprungsort der Erschütterung weiter westlich lag. Die Greenwich- 
Zeit der Beobachtung ergiebt sich zu 4* 1°, 
‚2. Notizen über Porto Praya; Kap Verdische Inseln. Nach dem 
Bericht S.M. S. „Sophie“, Kommandant Korv.-Kapt. Schwarzlose. Die Ansegelung 
von Porto Praya- Rhede ist durch den weifsgestrichenen Leuchtthurm auf 
Punta Temerosa sehr erleichtert, und eine Verwechselung derselben mit der 
östlicher gelegenen St, Francis-Bucht dürfte jetzt vollständig ausgeschlossen 
sein. Punta Temerosa muls mit OSO-Kurs in etwa 2 Kblg Abstand passirt und 
in diesem Kurse weiter gelaufen werden, bis Mt. Antonio NNW peilt, ‚welche 
Peilungslinie in die Mitte der Bucht führt, wo dann mit der Südspitze der 
Insel Quail dwars auf 13 bis 1öm (7 bis 8 Fad.) Schlick- und Sand-Grund 
gefunden wird. Die Bucht liegt am Westende der Stadt, am Rande des Pla- 
teaus und hat keinen Thurm. Die in einigen Karten verzeichnete rothe Tonne 
ist gesunken, die Anker und Ketten entfernt. Vor dem Custom House, etwas 
5) Die mit (D. $.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarte eingesendet,
	        
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