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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 14 (1886)

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Die Staubfälle im Passatgebiet des Nordatlantischen Oceans. 
Immerhin ist auch auf der Route der Guinea- Fahrer die absolute Häufig- 
keit eine ziemlich geringe. Wie die Wetterkarten zeigen, sind die Umstände, 
die als die Bedingungen für das Erscheinen von Staubfällen hingestellt wurden, 
weit weniger selten. Sie sind oft genug vorhanden, ohue dafs Staubfall 
eintritt. Man muß deshalb annehmen, dafs noch andere, aufsergewöhnliche 
Vorgänge, durch welche der verhältnifsmäßsig schwere Staub so weit in die 
Höhe geführt wird, dafs er darauf vom Passat weit nach See hinaus geweht 
werden kann, hier mitwirken müssen; zum a. die Bildung von Tromben, 
wenn eine atmosphärische Depression über der Sahara lagert. 
Viel leichter als der niederschlagende Staub wird natürlich die feine 
Masse, welche nur Staubnebel bildet, hinreichend hoch für eine weite Ver- 
breitung aufgehoben werden können, und dürfte sich hieraus erklären, weshalb 
letzterer viel häufiger vorkommt. Unsere Annahme, dafs es in der That auch 
Sahara-Staub ist, welcher den nebligen, diesigen Zustand der Luft im NE- 
Passatgebiet des Atlantischen Oceans verursacht, stützt sich vornehmlich auf 
die Wetterkarten, aus denen hervorgeht, dafs sein Vorkommen 80 ziemlich den- 
selben Bedingungen unterworfen ist, wie das der Staubfälle, und sich auch fast 
ausschliefslich auf die östliche Hälfte der Passatzone beschränkt. Zum weiteren 
Beweise geben wir noch nach den Tabellen der Seewarte für Quadrat 75 und 
der Publikation des „Meteorological Office :“ „Meteorological Data for nine Ten- 
Degree-Squares etc.“ die procentische Häufigkeit diesigen und nebeligen Wetters 
(f und m nach Beaufort’s Bezeichnung) für die vier Jahreszeiten und die ver- 
schiedenen Fünfgradfelder zwischen 30° und 10° N-Br und 40° und 20° W-Lg. 
Procentische Häufigkeit diesigen Wetters (Beaufort Bezeichnung fund m) im 
östlichen Theile des Passatgebiets des Nordatlantischen Oceans. 
Winter: Frühling: 
30°W © 20° W 40°W ) 380°W ! 20°W 
—30°N 30° N- — 30° N 
30° N 
3 
3 185 
8 | 10 
£ 
90° N 20° N- 
3 8 
ON 
| = ia! 
5 18 22 
6 
12 18 
19 
00° N 
u‘ a ale 
183 1a 2a | 
0° N- | — ‚10° N 
40° W 8009w | 2090w 
10° N | 
240°W 0 830° w 
0° W 
10° W 
Sommer: 
80°W | 20°W 40° W 
930° N 30° N: 
Herbst: 
30° W 20° W 
30° N 
4 
ee 
— 90° N 
1 
u |! 
8 
Q 
20° N 
11 
‘14 | 983 | 30 
— 0° N 920° N- 
w * 8 | zo 
| 97 
MON 
aaa ie 
14 15 | 90 
a la in 
10° 
N— 
406 
4 
so w. | 
10° N 410° N-— - | 
90° W 40° W | zw | 
——10° N 
90° WW
	        
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