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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

TE 
Reiseberichte der deutschen Bark „Jupiter“. 
IV. Einige Bemerkungen über die San Bernardino-Strafse, 
Die Winde, die ich in dieser Strafßse und weiter bis zur Bai von Manila 
antraf, waren durchweg günstig. Von der Insel Bernardino am östlichen bis 
nach Maricaban am westlichen Ende derselben gebrauchten wir nur 28 Stunden 
(yon 10% a. m, des 17. Januar 1884 bis 2% p.m. des 18.), wobei stellenweise 
eine westliche Strömung beobachtet wurde. Das Anlaufen der Strafse von 
Osten wird bedeutend erleichtert durch die Insel Bernardino, welche von ab- 
gerundeter Form, etwa 15m hoch und grün bewachsen ist. Eben nördlich 
dieser Insel liegt eine kleine niedrige und kahle Felseninsel von dunkler Farbe, 
während östlich von ihr sich ein Riff in die See erstreckt, welches ca 1 Kblg 
lang ist, und auf dem die See brandet. Die an der Ostseite des Kinganges zur 
Bernardino-Strafse liegenden Inseln markiren sich sehr schlecht, besonders die 
[nsel Vari. In den meisten englischen Admiralitätskarten ist der Küstenlauf 
dieser Insel als ganz regelmäfsig eingetragen, was jedoch mit der Nordseite, 
die sehr zerrissen, nicht der Fall ist.!‘) Auch liegen unter dieser Küste mehrere, 
an ihrer Nordseite steil aus dem Meere aufsteigende und auf der Südseite 
allmählich abdachende Klippen, von denen einige auch über dem Meeresspiegel 
mit der Insel Vari verbunden sind. Die Calantes-Bank, welche aus Sand und 
Kies zu bestehen scheint, hatte eine gelbliche Farbe und tritt 1,5m aus dem 
Wasser hervor. Zwischen derselben und der Insel Capul trafen wir starke 
Stromwirbel, die das Steuern des Schiffes erschwerten. Nachdem die Naranjos- 
Inseln passirt waren, hörten diese Stromwirbel auf, Von der Insel Bwurias an 
war der Wind frisch und puffig aus einer nordnordöstlichen Richtung, bei der 
[nsel Verde wurde dieselbe E und EzS, recht zwischen Luzon und Mindoro 
hindurch wehend, und erst nach dem Passiren der Balayan-Bai holte der Wind 
wieder nördlicher. An diesem Ende der Strafse trafen wir nur unbedeutende 
Stromwirbel. 
Y. Reihentemperaturen des Meerwassers, 
Auf der Reise von Newcastle (N.-S.-W.) nach Manila wurden von Kapt. 
Ringe am 18. Dezember 1883, von 8 Uhr bis 9 Uhr Morgens, bei vollständiger 
Windstille und wenig Dünung, auf 4° 58‘ S-Br und 161° 44’ O-Lg, die folgen- 
den Tempersturmessungen des Meerwassers angestellt: 
Thermometer 
Hechelmann 189 
M.-C. 26462 
N.-Z. 45606 
M.-C. 21158 
M.-C. 26462 
M.-C. 49590 
V.-Z. 45606 
M.-C. 21158 
VL.-C. 49590 
M.-C. 26462 
NV .7Z. 45606 
Die Temperatur des Wassers, in Graden Celsius, war auf einer Tiefe von 
Oberfl.| 90 m VE ET en ] 540 m | Me des 
*| 50 F. 1120 F.| 130 F.1 150 F.|175 F. 1200 F.| 240 F. | 295 F. | 450 F. | 500 P. 
29.9° 
99.90 
1'706 
96 " 
220 
10,1° 
114° 
96° | . 
| N 
7 RO 
Das specifische Gewicht des Oberflächenwassers war zur selben Zeit, 
reducirt auf 17,5° C., 1,0267. Die Korrektionen der Thermometer Miller-Casella 
and Negretti-Zambra sind von Kapt. C. Ringe auf der vorherigen Reise durch 
Vergleichung derselben mit dem Thermometer Hechelmann No. 189, dessen 
Korrektion auf der Seewarte bestimmt ist, ermittelt. Die Korrektion des 
Aräometers ist hier nicht bekannt. Die Tiefen in Metern sind in abgerundeten 
Zahlen gegeben. Der Strom in den letzten 24 Stunden war S81° W 27 Sm. 
li) Englische Admiralitäts-Karte No. 2577.
	        
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