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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Auflösungen für das Zweihöhenproblem. 
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letzte dritte Tafel ist weniger von Bedeutung und soll nur zur abgekürzten 
Berechnung des Azimuths dienen, indem die Grundgleichung für das (immer 
von Süden gerechnete) Azimuth: 
cos Azim. = sin g sin h — sin d — tg gsinh — sec sin d — Besinh A sin 0 
cos wg cos h cos h C 
gesetzt wurde und die Tafel das Verhältnifs der Werthe von A, B und C in 
kurzen ganzen Zahlen angiebt. Die weitere Rechnung geschieht dann mittelst 
der Koppeltafel (Traverse Table), so dafs schliefslich der gesuchte (spitze) 
Azimuthwinkel als Kurs aufgeschlagen wird. Auch für die Sumner’sche Auf- 
lösung des Zweihöhenproblems, hier als „Double Chronometer Method“ bezeichnet, 
sucht der Verfasser besonders seine erste kleine "Tafel aufs beste zu verwerthen. 
Die Bezeichnung auf dem "Fitel: „in cloudy weather“, bezieht sich nur auf den 
Mittag, wo daher die Meridianhöhe ausfallen mufste. 
Aus den Reiseberichten des Kapt. C. Ringe, Führer der deutschen 
Bark „Jupiter“. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,) 
I. Ueber Sydney (N.-S.-W.). 
Die hier gegenwärtig — Ende 1883 — angestellten Lotsen, fünf an der 
Zahl, sind im Besitz eines guten Schraubendampfers, welcher dieselben bei den 
einkommenden Schiffen absetzt. Der Dampfer, auf dem stets zwei Lotsen an 
Bord sind, liegt eben hinter Inner South Head in Campcove. Die Schleppdampfer 
aber kommen den Schiffen häufig noch weiter hinaus entgegen. Es bestehen in 
Sydney zwei .Schleppdampfer-Gesellschaften, die sich gegenseitig scharfe Kon- 
kurrenz bereiten. Öbgleich der Tarif für das Einschleppen 4 d., für das Aus- 
schleppen ebenfalls 4 d. für die Tonne, und für das Verholen im Hafen 2 d. 
für die Registertonne feststellt, kann der Kapitän doch meistens geringere 
Preise bedingen, und zwar gewöhnlich 6 d. für die Registertonne ein- und aus- 
gehend, mit Einschlufs des Schleppens im Hafen. Liegt die Wahrscheinlichkeit 
vor, dafs das Schiff von Sydney nach Newcastle versegeln wird, so sollte der 
Kapitän nur eingehend einen Schleppdampfer engagiren, weil sonst der Fall 
eintreten kann — wie schon öfter geschehen — dafs er das ausgehende Schlepp- 
geld umsonst bezahlen müfste, weil er gezwungen ist, einen andern Dampfer 
zu nehmen, um von Sydney nach Newcastle zu kommen, denn dazu sind die 
Schleppdampfer von Sydney zu schwach. Für diesen Zweck werden gewöhnlich 
die Kohlendampfer der Firma James A. Brown, welche auch Eigenthümerin 
der meisten Schleppdampfer in Newcastle ist, benutzt. Der Kapitän kann daher 
auch sofort über alles weitere Schleppen in Newcastle und von dort wieder 
nach See mit den betreffenden Leuten die nöthigen Vereinbarungen treffen. 
Für mein Schiff von 900 Registertonnen betrug der Schlepplohn von Sydney 
nach Newcastle 80 Lstrl. Da nun für das Schleppen eines Schiffes dieser Größe 
in Newcastle allein 43 Lstrl. gerechnet wird, so beziffert sich der eigentliche 
Schlepplobhn für die 50 Sm lange Strecke von Sydney nach Newcastle nur 
auf 37 Lstrl, 
Bei Outer South Head wird von dem Macquariethurm seit Anfang des 
Jahres 1883 ein elektrisches Licht gezeigt, dessen Schein bei hellem Wetter 
sehr oft 40 Sm weit zu sehen ist.!) Aufserdem brennt seit dem 1. November 
1881 auf der Insel Montague, in 36° 15,3‘ S-Br und 150° 15,5‘ O-Lg, ein 
Funkelfeuer, welches 76,2m (250 Fuß) über dem Meeresspiegel erhaben und 
20 Sm weit sichtbar ist. In einem Zeitraum von 30 Sekunden hat das Licht 
seine gewöhnliche Stärke 12?/s Sekunden, worauf ein Blink von 4*/s Sekunden 
1y S. „Nachr. f. Seef,“, 1883, No. 955.
	        
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