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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Literarisches; 
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welchem Wind und Strom das Schiff stark gegen das NW-Riff versetzen. Eine 
unausgesetzte Kontrolle der Lage durch Peilungen der sehr gut sichtbaren Spitze 
Ince auf der Insel Wednesday und der Klippe Hammond ist unerläßslich. Die 
Klippe Hammond und die schwarze Bake auf dem NW-Riff sind sehr gut 
kenntlich und brauchbare Landmarken. 
Sobald die Klippe Hammond ganz frei von der Insel GCoode kommt, ist 
die Spitze des NW-Riffes passirt und kann gegen das Westende der Insel 
Hammond abgefallen und dann direkt auf die Klippe Hammond zugesteuert werden. 
Die Letztere behält. man dicht an B-B., um nicht zu sehr gegen das NW-Riff 
getrieben zu werden. Dem Passiren der Riffe Mecca und Ipili, sowie dem Ein- 
halten der Richtungslinie „Bake des Zpili-Riffes und Nordkante der Insel Ronad“ 
zum Freibleiben von der Channel-Untiefe ist sehr grofse Aufmerksamkeit zu 
schenken. Der Tonne des Harrison-Riffes darf man sich nicht zu sehr nähern, da 
der Strom heftig auf dieselbe zusetzt. 
Die Signalstation.auf der Insel Goode (vgl. No. 814 da. „Nachr. f, Seef.“ 
1885) verlangt den Namen, Abfahris- und Bestimmungsort der passirenden 
Schiffe. Mit dem Passiren des Harrison-Riffes kann man die Durchfahrt als 
beendet ansehen und muß dann den Kurs, frei von den südlichen Untiefen 
und der Insel Booby,- auf das Feuerschiff setzen, Eine bedeutende Stromver- 
setzung wird man noch mehrere Tage hindurch fühlen, welche auf der Reise 
nach den Arroe- (Arrow) Inseln am 25. und 26. Juni 1885, 1 Sm nach NW 
die Stunde, am.folgenden Tage %:0 Sm nach NNW und sodann bis zum Ein- 
laufen von Dobbo !/a Sm nach NW die Stunde betrug. 
Die auf der Brit. Adm.-Karte No. 1460 (X 161) verzeichnete Skizze 
des Hafens von Dobbo ist ungenau. Die Peilungen des Ortes Dobbo!) in 
S02z01420 beim Einlaufen und NWzW'AW beim Auslaufen müssen genau ein- 
gehalten werden. 
5. Flaschenpost. a) (D. S.) Durch Vermittelung des Hauses C, Woer- 
mann in Gaboon und Hamburg ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zu- 
gegangen, welcher von dem Deutschen Vollschiffe „Dorothea“, Kapt. R. Kort, 
auf der Reise von Kamerun nach Diamond Island (Bassein-Flufs) am 15. März 1885 
auf 2° 15’ N-Br und 9° 3‘ O-Lg über Bord geworfen und am 28, Juli 1885 
4 Sm südlich von Klein-Batanga in der Kolonie Kamerun, auf 2° 48‘ N-Br und 
9° 53‘ O-Lg durch einen Schwarzen der Woermann’schen Faktorei in Gaboon 
aufgefunden wurde. 
. Der Fundort der Flasche liegt 60 Sm nach N0OzO von dem Orte entfernt, 
wo dieselbe 135 Tage vor ihrem Auffinden über Bord geworfen wurde. .. 
b) (D: S.) Durch Vermittelung der Französischen Botschaft und des 
Auswärtigen Amtes in Berlin ist der Seewarte ein Flaschenpostzettel zuge- 
gangen, welcher von der Deutschen Bark „Indra“, Kapt. G. Giesecke, auf 
der Reise von Hamburg nach Kangoon am 20, September 1885 auf 48° 58’ N-Br 
und 6° 0‘ W-Ly über Bord geworfen und am 2, Oktober 1885 südlich der Insel 
Sein an der Nordwestküste von Frankreich, ohne nähere Angabe des Ortes, 
aufgefunden wurde. 
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 12 Tagen an- 
nähernd 70 Sm nach ungefähr SOzS zurückgelegt. 
Literarisches. 
Bemerkungen über das Strafsenrecht auf See von Thomas Gray, 
übersetzt von, W. von Freeden; Oldenburg, Schulze’sche Hofbuchhandlung, 
Preis brochirt 4 Mark, gebunden 5 Mark. 
Durch diese Uebersetzung wird das 1884 in vierter Auflage erschienene 
und bereits in 10000 Exemplaren verbreitete Englische Originalwerk dem Kreise 
1) Vel, „India Directory“ von Hosburgh, 1864, pag. 700.
	        
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