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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Vergleichende Uebersicht ete., September 1885. 
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Der letzte Reiseabschnitt konnte schliefslich bei vorherrschend aus westlicher 
Richtung kommenden Winden vollendet werden. Bei kräftigem Wostwinde er- 
reichte „Josefa“ am 12, Angust den Bristol-Kanal. Es waren dann 132 Tage 
seit der Abfahrt von der Mündung des Columbia-Flusses vergangen. Im Nord- 
Atlantischen Ocean hatte die Bark: 10° N-Br in 28,6° W-Lg am 14. Juli, 20° N-Br 
in 35,5° W-Lg am 19. Juli, 30° N-Br in 38,3° W-Lg am 23. Juli und 40° N-Br 
in 34,8° W-Lg am 1. August gekreuzt. Am 11. August hatte das von Rangoon 
kommende eiserne Bremer Vollschiff „Arcturus“ den Kanal erreicht, und am 
17. August war dahin auch die auf der Heimreise von San Francisco begriffene 
Bremer Bark „Melusine“ gelangt. Das erstere Schiff hatte den Aequator in 
21,4° W-Lg am 7. Juli uud die in 35,7° N-Br und 32,8° W-Lg angetroffene 
polare Passatgrenze am 27, Juli verlassen. Die mitsegelnde Bark war am 
10. April von San Francisco aus in See gegangen, und war dann im Verlaufe 
ihrer Reise bis zum 9. Mai zu dem in 121,2° W-Lg überschrittenen Aequator, 
bis zum 14. Juni zur Länge des Kap Horn und bis zum 10. Juli zu der in 
29,3° W-Lg gekreuzten Linie gelangt. 
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats September 1885 
in Nordamerika und Centraleuropa. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Nach-der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington 
and der von der Deutschen Seewarte bearbeiteten Uebersicht der Witterung 
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats 
September 1885 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber. 
Nordamerika. 
i. Die geringe Anzahl barometri- 
scher Minima, welche meistens das 
nördliche Gebiet west—ostwärts durch- 
zogen. Hervorzuheben ist die Ver- 
schmelzung zweier Depressionen, von 
denen die eine längs der Gol/küste 
und der Atlantischen Küste sich fort- 
bewegte, die andere, aus dem äufser- 
sten Nordwesten kommend, ostwärts 
fortschritt. Die barometrischen Maxima 
waren mit einer einzigen Ausnahme 
nur von geringer Intensität. 
2, Das Monatsmittel war am höch- 
sten über dem Ohio-Thal und in den 
mittleren Atlantischen Staaten, am 
niedrigsten in den mittleren und süd- 
lichen Distrikten des Felsengebirges, 
Das gröfste Mittel, 764,0 mm, entfällt 
auf Washington City und Norfolk Virg., 
das niedrigste, 756,6 mm, auf Fort 
Thomas Ariz. 
3. Das Vorherrschen der südlichen 
Winde in Neu-England, der Seen- 
region, dem oberen Mississippi-, 
Missouri- und Obhio-Thal und der 
nordöstlichen in den mittleren und 
südatlantischen und Golfstaaten. Her- 
Centraleuropa. 
li. Die grofse Häufigkeit baro- 
metrischer Depressionen von mälfsiger 
Tiefe, welche insbesondere das nörd- 
liche und mittlere Europa, meist in 
der Richtung von W nach E, durch- 
zogen. Barometrische Maxima zeigten 
sich über Centraleuropa selbst nur am 
2., 14. und 15. sowie am 22, dieses 
Monate. 
2, Das in Centraleuropa um 1 bis 
mm zu niedrige Monatsmittel des 
Luftdrucks, wobei Jütland mit 756mm 
den niedrigsten, Süddeutschland mit 
etwa 762mm den höchsten Luftdruck 
hatte. — Die’ Monatsschwankung des 
Barometers war im Norden etwas zu 
klein, im Süden ein wenig zu grofs. 
3. Das ziemlich stark ausgeprägte 
Vorherrschen der Winde aus S bis SW 
bei relativ seltenem Auftreten stürmi- 
scher Luftbewegung. Bemerkenswerth 
sind indessen die SW-Stürme, welche 
am 11. in Süddeutschland einen Theil
	        
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