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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1885, 
wurde das Schiff in 48 Stunden 65 Sm nach WSW versetzt. Der bis nach 
17° S-Br hin recht frisch und beständig wehende Passat trat südlich von dieser 
Breite unbeständiger und für mehrere Tage auch schraler auf, „Josefa“ gelangte 
infolge dessen am 11. Mai in Sicht von der kleinen Insel Oeno und am 12, Mai 
in Sicht von der Piteairn-Insel. Wohin die polare Passatgrenze zu legen ist, 
läfst sich nach den im Journale mitgetheilten Beobachtungen nicht bestimmen. 
Ein höchster Luftdruck von 765 mm trat ein, als man sich am 11. Mai in Sicht 
von Oeno befand. Der damals aus E wehende Wind veränderte sich bis zum 
13. Mai nach SE und wurde dann stürmisch. Indem das Barometer dann auch 
zu sinken begann und das Wetter regnerisch wurde, drehte der Wind langsam 
weiter nach rechts, Als seine Richtung am 15. Mai eine südsüdwestliche ge- 
worden war, herrschte schon voller Sturm und am 16. Mai wehte es bei dem 
sich in 29,8° S-Br und 130° W-Lg befindenden Schiffe orkanartig aus SW. Der 
Luftdruck war dort auf den niedrigsten Stand von 748,7 mm gesunken. Als 
der Wind sich durch SW verändert hatte, mäfsigte sich der Sturm, und am 
Mittage des 17. Mai konnte die nun in 29,8° S-Br und 129° W-Lg stehende, 
seit fast zwei Tagen beigedreht liegende Bark endlich abhalten und Kurs 
steuern. Nach dieser Zeit nahm die Reise dann einen längeren günstigen Verlauf, 
Hinderlich zeigten sich nur die an mehreren Tagen aus südwestlicher Richtung 
kommenden Stürme. Am 8, Juni, 38 Tage später als der Aequator im Grofsen 
Ocean verlassen worden war, überschritt „Josefa“ den Meridian des Kap Horn. 
Auf dem Wege zu demselben hatte man: 10° S-Br in 124,8° W-Lg am 5. Mai, 
20° S-Br in 129° W-Lg am 9. Mai, 30° S-Br in 128,5° W-Ly am 17. Mai, 
40° S-Br in 115° W-Lg am 23. Mai und 50° S-Br in 99° W-Lg am 29. Mai 
gekreuzt. 
Der frische Wind, bei dem „Josefa“ in die Nähe des Kap Horn gelaugte, 
bei dem der Luftdruck bis auf 743 mm gesunken war, veränderte sich am 8, Juni, 
nachdem die Windstärke kurz vorher eine geringe geworden war, plötzlich von 
N nach ESE. Die Reise erlitt dann durch zwei Tage lang anhaltenden Ostwind 
eine Verzögerung. Am 10. Juni wurde die Richtung des durch N zurückdrehenden 
Windes wieder eine westliche. Nachdem später in der Nähe von 50° S-Br noch 
wieder ein mehrere Tage lang anhaltender Ostwind beobachtet worden war, 
wurde die Fahrt für längere Zeit durch Westwinde begünstigt. Nur in der 
Nähe von 22,5° S-Br und 33° W-Lg waren dieselben für zwei Tage zur ganz 
leichten Briese herabgesunken, wurden sie für mehrere Wachen durch Stille 
unterbrochen, sonst hielten dieselben in ganz ungewöhnlicher Weise bis nach 
15,3° S-Br in 304° W-Lg an. In geringer Entfernung von diesem Punkte 
drehte der mäfßsige Wind, bei einem Barometerstande von 766,5 mm, durch S 
nach SSE und wurde zum Passat. Auf der langen Strecke von 48° S-Br bis 
zur Passatgrenze war von „Josefa“ kein anderer als westlicher Wind beobachtet 
worden. Bei dem kräftig und bestäudig wehenden Passat segelte die Bark bis 
zum 8, Juli zu dem in 30,1° W-Lg überschrittenen Aequator. Um zu demselben 
vom Kap Horn her zu gelangen, waren 30 Tage erforderlich gewesen. Während 
dieser Zeit hatte man: 50° S-Br in 47,3° W-Lg am 15. Juni, 40° S-Br in 39,8° 
W-Lg am 20, Juni, 30° S-Br in 35,3° W-Lg am 24, Juni, 20° S-Br in 31,4° W-Lg 
am 30. Juni und 10° S-Br in 30,3° W-Lg am 5. Juli gekreuzt. 
In nördlicher Breite wurde „Josefa“ bis nach 5,1° N-Br in 30° W-Lg vom 
SE-Passate begleitet. Nachdem sich der zum ganz leisen Zuge gewordene Wind 
in der Nähe dieses Punktes durch S nach SW verändert hatte, folgten mehrere 
Tage des leichten veränderlichen, meist westlichen Windes. Unweit von 7,5° N-Br 
wurde die Windrichtung eine nordwestliche und die Windstärke eine etwas 
gröfsere, und indem sich der Wind später durch N nach NNE veränderte, ont- 
stand aus ihm der Passat. Die äquatoriale Grenze desselben schien am 15. Juli 
in der Nähe von 11,2° N-Br und 29,7° W-Lg zu liegen. Der zwischen 13° und 
24° N-Br am Kräftigsten angetroffene Passat begleitete die Bark bis nach 31,2° 
N-Br in 38,4° W-Lg. Als der Wind in-der Nähe dieses Punktes am 24, Juli 
bis zum leisen Zuge abnahm, zeigte das Barometer auf einen Stand von 768,4 mm. 
Unweit von 28° N-Br war ein höchster Stand von 769,8 mm beobachtet worden, 
Nördlich vom Passatgebiet fand „Josefa“ zunächst noch längere Zeit anhaltende 
flaue Ostwinde. Als man bei denselben bis zum 28. Juli nach 36,2° N-Br in 
37,5° W-Lg gesegelt hatte, drehte dort der schwache Wind durch S nach SW.
	        
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