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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1885. 
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derselbe durch S nach SW. Bei leichtem westlichem Winde kehrte „Josefa“ am 
25. Dezember zurück zu dem in 864° W-Lg überschrittenen Parallel von 
50° Süd. Südlich von demselben hatte man 13 Tage zugebracht. 
Nördlich von 50° S-Br im Grofsen Ocean konnte „Josefa“ bei den dort 
herrschenden frischen Westwinden zunächst auch einen befriedigend raschen 
Fortgang erzielen. In der Nähe von 40° S-Br wurde die Fahrt für einen Tag 
durch Stille. und leichte Mallung unterbrochen. Der auf diese am 1. Januar 
1885, in 39,6 S-Br und 92° W-Lg folgende leichte östliche Zug frischte nach 
kurzer Zeit auf und wurde zum Passat, Der unweit jenes Punktes 767,0 mm 
betragende Luftdruck erreichte mit dem am 4. Januar bei 34,5° S-Br in 96°W-Lg 
abgelesonen Stande von 771,6 mm seinen höchsten Stand. Der zwischen 31° 
und 23° S-Br nur schwache Passat trat nördlich vom letzteren Parallel frisch 
und beständig auf, Man segelte bei demselben bis zum 23. Januar zu dem in 
122,4° W-Lg überschrittenen Aequator. Um zu demselben von 50° S-Br her zu 
gelangen, waren 29 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man: 40° S-Br in 91,5° W-Lg am 31. Dezember, 30° S-Br in 100,8° W-Lg am 
6. Januar, 20° S-Br in 110° W-Lg am 14. Januar und 10° S-Br in 117,3° W-Lg 
am 18, Januar gekreuzt, 
In nördlicher Breite vollzog sich der Uebergang des Windes vom SE- 
zum NE-Passat, ohne dafs dabei eigentliche Mallung beobachtet wurde, Zwischen 
2,5° und 6°: N-Br besafs der sich langsam nach links verändernde Wind nur 
geringe Stärke. Indem er nördlich vom letzteren Parallele am 26. Januar auf- 
frischte, ‚wurde derselbe zum NE-Passat, bei dem die Reise wieder einen 
rascheren‘ Verlauf nahm. Die polare Passatgrenze schien am 8, Februar bei 
33,5° N-Br in 134,2° W-Lg zu liegen. Als dort der schon seit mehreren Tagen 
schwache . Wind zum leisen Zuge abnahm, hatte das Barometer einen höchsten 
Stand von 772,8 mm erreicht. Nördlich vom Passatgebiet hielt sich der flaue 
und unbeständige Wind zunächst noch einige Tage im östlichen Halbkreise. 
Indem er sich später langsam nach rechts veränderte, drehte derselbe durch S 
nach W. Ein kräftiger Südwind führte „Josefa“ am 19. Februar zur Mündung 
des Columbia-Flusses. Es waren dann 136 Tage seit der Abfahrt von 50° N-Br 
vergangen. In nördlicher Breite des Grofsen Ocoans hatte die Bark: 10° N-Br 
in 125,3° W-Lg am 28, Januar, 20° N-Br in 129,4° W-Lg am I. Februar, 
30° N-Br in 132,4° W-Lg am 6. Februar und. 40° N-Br in 133,9° W-Lg am 
14. Fobruar gekreuzt. 
Nachdem „Josefa“ bis zum 1. April in Portland verweilt hatte, trat sie 
die Rückreise nach Bristol an. Das Schiff wurde von einem Schleppdampfer 
nach See geschleppt, mufste dort aber, Windstille halber, noch wieder in der 
Nähe der Flufsmündung ankern. Als sich am 2. April ein leichter NE-Wind 
einstellte, wurde der Anker gelichtet und die Reise fortgesetzt. Der Wind ver- 
änderte sich dann bald nach NW, Als der Schiffsort am 6. April 39,2° N-Br 
in 125,7° W-Lg geworden war, drehte der kurze Zeit vorher schwach gewordene 
Wind durch N zurück nach NE und später weiter nach SE. Man segelte dann 
mehrere Tage bei frischem Winde aus letzterer Richtung. Auf Windstille folgte 
am 12, April ein unweit von 30,5° N-Br in 128,5° W-Lg einsetzender schwacher 
NNW-Wind aus dem sich nach mehreren Tagen ohne vorhergehende Störung 
der NE-Passat entwickelte. Die polare Grenze desselben schien am.15. April 
io der Nähe von 27° N-Br und 126,4° W-Lg zu liegen. Man beobachtete dort 
pinen Barometerstand von 764,5mm. Der zwischen 21° und’ 10° N-Br am 
kräftigsten wehende Passat erstreckte sich südwärts bis nach 7,2° N-Br in 118,2° 
W-Lg. Um den in diesem Punkte am 24. April betretenen Stillengürtel zu über- 
schreiten, waren 2'% Tag erforderlich, Nach Verlauf dieser Zeit gelang 
e8 in 6° N-Br und 117° W-Lg den SE-Passat wieder anzutreffen, bei dem man 
bis zum 1. Mai zu der in 120° W-Lg überschrittenen Linie segelte. Es waren 
dann 29 Tage seit der Abfahrt von der Mündung des Columbia-Flusses ver- 
gangen, Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in 125,7° W-Lg am 6. April, 
30° N-Br in 128,4° W-Lg am 13. April, 20° N-Br in 122,8° W-Lg am 19. April 
und 10° N-Br in 118,6° W-Lg am 22. April gekreuzt. In der Nähe des Aequators 
wurde die Wasserwärme gleich 25,2° C. gemessen. Dagegen hatte man unweit 
6° N-Br eine solche von 28,2°C. beobachtet und bestimmte später in südlicher 
Breite bei 55° Süd eine solche von 27.2° C. Zwischen 3° N-Br und der Linie
	        
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