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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1885. 
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von 757,1 mm begleitete Ausschielsen des Windes nach SW, als sich derselbe 
um 11% Uhr nachts des 27. Juni in 31,9° S-Br und 30,9° O-Lg befand, während 
derselbe . Vorgang bei „Teutonia“ um 8 Uhr morgens des folgenden Tages in 
31,2° S-Br und 34° O-Lg erfolgte. Berücksichtigt man die in: der Ost- und 
Westrichtung etwa 160 Sm grofse Entfernung der beiden Schiffe von einander, 
so scheint es, als ob die den Sturm verursachende Depression sich mit einer 
angenäherten Geschwindigkeit von 20 Sın in der Stunde nach Osten bewegt habe. 
Der kräftige, in der Nähe von 34° S-Br und 14,5° O-Lg, bei einem 
höchsten Barometerstande von 777,6 mm einsetzende SE- Wind, bei dem „ Teutonia“ 
nach 30° S-Br segelte, ging später nicht in den Passat über. Es wurde dieser 
Wind vielmehr, nachdem 30° S-Br überschritten worden war, allmählich 
schwächer, und schliefslich endete derselbe in der Nähe von 26° S-Br in Stille. 
Auf diese folgte nach etwa einem halben Tage ein langsam auffrischender 
NW-Wind und erst aus diesem entstand, indem sich derselbe nach links ver- 
änderte, der SE-Passat. Die polare Grenze desselben schien am 3. August in 
der Nähe von 23,5° S-Br und 2,5° O-Lg zu liegen. Mau beobachtete dort einen 
auf 770,0 mm gestisgenen Barometerstand.. Bei dem Passate segelıe „Teutonia“ 
bis zum 20. August zu der in 30,2° W-Lg überschrittenen Linie. Um zu der- 
selben von 30° S-Br her zu gelangen, waren 22 Tage erforderlich gewesen. 
Während dieser Zeit hatte man: 20° S-Br in.1,7° W-Lg am 5. August und 
10° S-Br in 26,5° W-Lg am 13. August gekreuzt. | ; 
In nördlicher Breite ging der SE-Pussat, trotz des westlichen Stand- 
punktes des Schiffes, unmittelbar in den SW-Monsun über. Als die Burk bei 
dem inzwischen nach NW umgelaufenen Winde bis zum 27. August nach 
10,5° N-Br in 37,8° W-Ly vorgerückt war, nahm derselbe bis zum leichten un- 
beständigen, von Stillen unterbrochenen Zuge ab. In geringer Eutfernung von 
11,7° N-Br und 38,3° W-Lg kam unerwarteter Weise aın 29. August aber noch 
wieder ein frischer, bei stark regnerischem Wetter wehender Westwind durch, 
der bis über 15° N-Br hinaus anhielt. Erst nördlich. von 15,5° N-Br in 
41,5° W-Lg wurde die Richtung des fast stürmiech wehenden Windes eine 
östlich von S liegende, Ost wurde die Windrichtung, als „Teutonia“ sich am 
1. September in der Nähe von 17° N-Br in 44° W-Lg befand. Nachdem der 
in dieser höchst ungewöhnlichen Weise entstandene Passat mehrere Tage kräftig 
geweht hatte, wurde derselbe flau und veränderte sich nach rechts, In geringer 
Entfernung von 25,4° N-Br und 53,4° W-Lg.wurde „Teutonia“ wieder nmiehrere 
Tage. durch Stille und leichte Mallung aufgehalten. Der sich. dann wieder ein- 
stellende Wind war abermals ein Südwind, welcher bald auffrischte und nach 
NE zurückdrehte. Ostwind begleitete die Bark darauf bis in verhältnißsmäßig 
hohe Breiten, so dafs ein Bestimmen der polaren Passatgrenze schwierig ist, 
Länugere Zeit anhaltende Westwinde wurden erst nördlich. von 40,5° N-Br an- 
getroffen. Bei diesen und den später noch wieder beobachteten SE-Winden 
segelte „Teutonia“ bis zum 22. September in Sicht der Küste von Neufundland, 
Am 25. September erreichte die Bark die Mündung des St. Lorenz-Stromes, 
Es waren dann 158 Tage seit der Abreise von Hongkong vergangen. Im Nord- 
Atlantischen Ocean hatte man: 10° N-Br in 38° W-Lg am 26. August, 20 N-Br 
in 48,2° W-Lg am 2. September, 30° N-Br in 55,5° W-Lg am 8. September 
und 40° N-Br in 57° W-Ly am 14. September geschnitten. . ; 
24. Reise der eisernen Bremer Bark „Josefa‘, Kapt. Brünings, 
Die von Liverpool nach Portland bestimmte Bark „Josefa“ überschritt 
am 6. Oktober 1884 den Parallel von 50° Nord. Dieselbe wurde auf ihrem 
Wege nach Süden von fast stets aus östlicher Richtung wehendem Winde 
begünstigt, und nahm deren Reise daher einen recht günstigen Verlauf, ‚Wo der 
Ostwind zum Passat wurde, läfst sich au den im Journal angegebenen Boob- 
achtungen kaum erkennen. Ein höchster Luftdruck von 768,4 mm wurde in der 
Nähe von 32° N-Br und 18° W-Lg beobachtet. Als „Josefa“ sich am 21. Ok- 
tober bei 18,3° N-Br und 25,5° W-Lg befand, endete der Ostwind in Stille, und 
nach dieser folgten zwei Tage der leichten östlichen Briese. . Bei 16,9° N-Br 
in 26,2° W-Lg stellte sich am 23. Oktober wieder frischer NE-Wind, ein, bei 
dem man bis zum 26. Oktober nach 10,1° N-Br in 26° W-Lg segelte. Südlich 
von diesem Punkte wurde die Bark nahezu 6 Tayve lang. durch leichte Mallung 
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