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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., August 1885.
denen sie bis zum 22, Mai nach 19,7° N-Br in 114,9° O-Lyg segelte. In der
Nähe dieses Punktes stellte sich ein mäfsiger Ostwind ein, bei dem sich, wenn
derselbe auch nur schwach und unbeständig auftrat, doch ein ziemlich befriedigender
Fortgang erzielen liefs, Eine Veränderung zum Schlechten fand
erst statt, nachdem „Teutonia“ bis zum 6. Mai nach 3° N-Br in 108,2° O-Lg
gelaugt war. Südlich von diesem Punkte herrschte leichte, von häufigen Stillen
unterbrochene Mallung, die ebenso häufig aus westlicher, wie östlicher Richtung
kam, Bei leichtem westlichem Zuge ging „Teutonia“ am 12. Mai in 107,8° O-Lg
von nördlicher in südliche Breite über. Vorher war: 20° N-Br in 114,8° O-Lg
am 22. April, 15° N-Br in 114° O-Lg am 27%. April, 10° N-Br in 111,3° O-Lg
am 30. April und 5° N-Br in 109,7° O-Lg am 3. Mai gekreuzt worden. In
südlicher Breite gelangte man bei schwacher veränderlicher, aus südwestlicher
und östlicher Richtung vorherrschender Briese bis zum 14. Mai in Sicht von
der Carimata-Insel uud bis zum 27. Mai zur Sunda-Strafse. Am 28, Mai,
38 Tage später als Hongkong verlassen worden war, erreichte „Teutonia“ den
Indischen Ocean, in welchem man gleich den frischen SE-Passat antraf, Begünstigt
von diesem, nahm die Reise dann für eine Woche etwa einen recht
günstigen Verlauf. Als die Bark sich aber am 4. Juni bei 143° S-Br in
85,2° O-Lg befand, nahm der schon am Tage vorher schwach gewordene Wind
bis zum leisen Zuge ab und veränderte sich durch S nach SW. Als der Wind
aus letzterer Richtung am 5, Juni auffrischte, kehrte derselbe durch S nach SSE
zurück. Das Barometer zeigte damals auf keinen höheren Stand als 760,0 mm.
Die polare Grenze des am 8. und 9. Juni noch wieder recht kräftig wehenden
Passutes schien am 10. Juni in der Nähe von 20,6° S-Br und 72° O-Lg zu liegen.
Als sich der frische Wind dort nach NE veränderte, zeigte das Barometer auf
einen Stand von 763,1 mm. Nachdem der Wind dann eine unregelmäßig verlaufende
Drehung nach links ausgeführt hatte, folgte wieder ein längere
Zeit anhaltender kräftiger Ostwind. Bei demselben erreichte der Luftdruck
einen unweit von 23,5° S-Br in 58° O-Lg beobachteten höchsten Stand von
768,7 mm. Als der Wind am 19. Juni in geringer Entiernung von 27,5° S-Br
und 48° O-Lg abermals durch N gedreht hatte, hielt er sich für längere Zeit
im westlichen Halbkreise, und dasselbe war der Fall bei den später noch stattfindenden
Rundläufen nach links. Als „Teutonia“ sich vom 28. bis 30. Juni
bei 31° S-Br in 34° O-Lg befand, wurde dort ein orkanartiger Weststurm
überstanden, bei dem der Luftdruck bis auf 757,0 mm sank. Der Sturm begann
aus NW und endete, nachdem er 2 Tage lang angehalten hatte, aus SSW. Als
der Wind am 30. Juni noch aus SSW mit der Stärke 10 wehte, war das Barometer
schon wieder auf 777,2 mm gestiegen. Bei der Umsegelung des Kap der
guten Hoffnung wurden anfänglich, obgleich westliche Winde. vorherrschten,
doch noch zu wiederholten Malen günstige Ostwinde angetroffen. Nachdem
„Teutonia“ aber bis zum 7. Juli nach 35,7° S-Br in 22° O-Lg vorgerückt war,
wehten die Westwinde derart anhaltend und stürmisch, dafs erst am 24, Juli
die Länge der Kapstadt überschritten werden konnte. Auffallend war, wie es
bei Stürmen in diesem die Südspitze Afrikas umgebenden Meerestheile, im
Gegensatze gegen die beim Kap Horn angetroffenen Stürme ja freilich gewöhnlich
der Fall ist, der damals beobachtete verhältnifsmäfsig hohe Luftdruck. Nachdem
„Teutonia“ auch im Atlantischen Ocean noch für mehrere Tage durch stürmische
Westwinde zurückgebalten worden war, führte ein kräftiger SE-Wind die Bark
am 29, Juli zurück zu dem in 9° O-Lg überschrittenen Parallel von 30° S-Br.
Seit man denselben im Indischen Ocean verlassen hatte, waren nicht weniger
als 32 Tage vergangen. Während der Fahrt über dieses Meer war: 10° S-Br
in 96° O-Lg am 31. Mai, 20° S-Br in 735° O-Lg am 10. Juni, 30° S-Br in
37,8° O-Ly am 27. Juni, 90° O-Lg in 12,6° S-Br am 2. Juni, 60° O-Lg
in 23,3° S-Br am 14, Juni und 30° O-Lg in 32,4° S-Br am 2. Juli gekreuzt
worden. Am 14. Juli kehrte nach 30° S-Br in 11,3° O-Lg auch die auf einer
Reise von Singapore nach Hamburg begriffene Bark „Joseph Haydn“ zurück,
Dieselbe hatte Singapore am 1. Mai und die Sunda-Stralßse am 29. Mai verlassen.
Am Mittage des 22. Juni hatte sich „Teutonia“ in 28,9° S-Br und
44,4° O-Lg und „Joseph Haydn“ in 27,2° S-Br und 44,9° O-Lg befunden. Diese
Bark hatte den am 28, und 29. Juni herrschenden Sturm auch überstanden. Bei
„Joseph Haydn“ geschah damals das von einem niedrigsten Barometerstande