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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1885, 
der mäfsige NE-Monsun, bei dem mit St-B.-Halsen gesegelt wurde. Der Monsun 
hielt an, bis „Katinka“ von ihm bis zum 13. März nach 13,8° N-Br in 84,1° O-Lg 
geführt worden war. Auf Stille und leichten südöstlichen Zug, in welche der 
NE-Monsun geendet hatte, folgte am 16. März ein, sich bei 15,3° N-Br in 
8,7° O-Lg einstellender, ınäfsiger SW-Wind, bei dem sich für mehrere Tage ein 
befriedigend rascher Fortgang erzielen liefs. Am 21. März ankerte „Katinka“ 
in der Nähe der Rangoon-Flufsmündung. Der 21. März war der 67, seit der 
Abreise vom La Plata-Flusse vergangene Tag. In nördlicher Breite war von 
der Bark: 5° N-Br in 92,5° O-Lg am 7. März, 10° N-Br in 86,5° O-Lg am 
10. März und 15° N-Br in 86,3° O-Lg am 16. März gekreuzt worden, 
Nachdem „Katinka“ in Rangoon den Ballast gelöscht hatte, wurde wieder 
eine für Callao bestimmte Ladung Reis eingenommen. Man trat damit am 9. April 
die Reise nach dem letzteren Platze an, Die Bark segelte bei ganz schwacher, 
nordwestlicher Briese bis zum 16. April zum Zehngrad-Kanal. Nachdem derselbe 
durchsegelt worden war, wurde der Verlauf der Reise ein ganz aufserordentlich 
langsamer. Der nun meist aus östlicher Richtung kommende Zug besafs solch 
geringe Stärke, und das Auftreten von Stillen war ein derart häufiges, dafs man 
nicht eher als am 5. Mai zu der in 91,1° O-Lg überschrittenen Linie gelangen 
konnte. 10° N-Br war in 93,4° O-Lg am 16. April und 5° N-Br in 91,5° O-Lg 
am 25. April gekreuzt worden. Der 5. Mai war der 26. seit der Abreise ver- 
gangene Tag. 
Nachdem „Katinka“ bei dem in südlicher Breite aus westlicher Richtung 
kommenden Zuge bis zum 7. Mai nach 1,5° S-Br in 91,7° O-Lg gesegelt hatte, 
frischte jener etwas auf, so dafs sich für kurze Zeit ein rascherer Fortgang er- 
zielen liefs, Bald darauf begann der wieder schwach gewordene Wind sich 
langsam wieder nach rechts zu verändern, und indem derselbe durch N nach E 
drehte, entstand aus ihm der SE-Passat. Die Bark überschritt dessen in 10,4° 
S-Br und 94,3° O-Lg gelegene äquatoriale Grenze am 12. Mai. Das Gebiet 
des Passates schien sich nicht weiter, als bis nach 21,4° S-Br in 91,2° O-Lg 
auszudehnen. Südlich von diesem Punkte beobachtete man zwar auch noch 
östlichen Wind, doch trat derselbe dermafsen schwach und unbeständig auf, dafs 
derselbe Passat nicht mehr zu nennen war. Unweit von 27° S-Br in 90,5° O-Lg 
veränderte sich die flaue Briese am 21. Mai durch N nach W und kurze Zeit 
darauf weiter nach Süd. Indem der Wind dann kräftig wurde, hielt er sich 
längere Zeit in letzterer Richtung. KErst südlich von 32° S-Br in 105° O-Lg 
wurde die Windrichtung eine vorherrschend westliche. Der Verlauf der Reise 
wurde dann ein günstiger. Eine Verzögerung verursachten jedoch wieder die 
sich am 11. Juni bei 48° S-Br in 146,5° O-Lg einstellenden, frischen, zu Zeiten 
selbst stürmisch wehenden SE-Winde. Die Bark wurde durch dieselben wieder 
nach Norden hin verdrängt, so dafs am 21. Juni der Schiffsort 45,5° S-Br in 
162,4° O-Lg war. Der Luftdruck, welcher zur Zeit des Eiusetzens dieses Ost- 
windes auf 759,7 mm zeigte, war nach drei Tagen auf 767,1 mm gestiegen, um 
dann im Laufe der folgenden vier Tage bis auf 752,5 mm zu sinken. Als dieser 
letztere Stand am 19. Juni unweit von 45,5° S-Br in 163° O-Lg beobachtet 
wurde, wehte ein SE-Sturm von der Stärke 9. Als der schwach gewordene 
Wind am 21. Juni nordöstliche Richtung annahm, war das Barometer wieder auf 
(65,0 mm gestiegen. Nach dem 21. Juni nahm die Reise einen günstigeren 
Verlauf. Bei dem anfänglich noch schwachen, nachdem sich derselbe durch N 
nach W_ verändert hatte, aber kräftigen Winde wurde zunächst ein südöstlicher, 
und später in der Nähe von 48,5° S-Br ein Ostkurs eingehalten. Der zwar 
häufig stürmisch wehende Westwind erreichte doch nur an einem Tage eine 
solche Stärke, dafs der Fall eine besondere Erwähnung verdient. Es geschah 
dieses, als „Katinka“ sich am 14, Juli in der Nähe von 40° S-Br und 112° W-Lg 
befand. Der dort wehende, von einem niedrigsten Barometerstande von 743,0 mm 
begleitete Weststurm erreichte in den häufigen Böen fast orkanartige Stärke. 
Die durch ihn verursachten hohen Wellen überflutheten oft das Verdeck und 
zertrümmerten neben manchem Anderen die beiden Rettungsboote des Schiffes. 
Als der Wind nach Süden ausgeschossen hatte, mäfsigte sich der Sturm rasch, 
Nach diesem Sturme herrschten die Westwinde weniger beständig, denn man 
beobachtete zu wiederholten Malen östliche Winde. Als „Katinka“ sich am 
31. Juli in der Nähe von 25° S-Br und 84° W-Lgy befand, drehte dort der
	        
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