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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, August 1885, 695 
„Katinka“ noch in 17° N-Br und 28,1° W-Lg. Weil jenes Schiff dann südlich 
vom Gebiete des NE-Passates nicht in einem Schlage nach SO stand, sondern 
häufiger wendete, verlor es gegen den anders handelnden Mitsegler. Als „Katinka“ 
am 18, September in 3,7° N-Br und 161° W-Lg wendete, befand eich gleich- 
zeitig „Welly“ in 3,4° N-Br und 19,9° W-Lg. Am Mittage des 31. August 
hatten „Katinka“ in 31,7° N-Br und 19,2° W-Lg und „Willy“ in 31,7°* N-Br 
und 18,5° W-Lg gestanden. 
Im Süd-Atlantischen Ocean wurde „Katinka“ anfänglich von frischem, be- 
ständigem Passat begünstigt. Südlich von 10° S-Br trat derselbe aber schon 
schwächer auf, und als die Bark sich am 29. September bei 18° S-Br in 31,1° 
W-Lg befand, endete derselbe. Der mäßige Wind veränderte sich dort, bei 
einem Barometerstande von 765,7 mm, nach NE, um sich dann für einen Tag 
im nordöstlichen Viertel zu halten, Unweit von 20° S-Br in 32° W-Lg führte 
der mäfsige Wind eine Drehung durch N und W nach SW aus, worauf er dann 
nach kurzer Zeit zum östlichen Halbkreise zurückkehrte. Der Wind bewegte 
sich auch später in mehr und minder unregelmäfsig verlaufenden Drehungen nach 
links, wobei die östlichen Winde die vorherrschenden blieben. Bei mäfsigem 
SE-Winde erreichte „Katinka“ auch am 13. Oktober die Rhede von Buenos Ayres, 
Es waren dann 53 Tage seit der Abreise. von 50° N-Br verflossen. In südlicher 
Breite hatte man 22 Tage zugebracht und dort: 10° S-Br in 27,5° W-Lg am 
25. September, 20° S-Br in 31,8° W-Lg am 30. September und 30° S-Br in 
41,8° W-Lg am 6. Oktober gekrenzt. Der Mitsegler „Willy“, welcher sıch am 
13. Oktober in 42° S-Br und 6° W-Lg befand, hatte 20° S-Br in 31,1° W-Lg 
am 29. September überschritten. 
Nach dreimonatlichem Aufenthalte auf dem La Plata-Flusse verlief 
„Katinka“ denselben am 14. Januar 1884, um eine: Reise nach Rangoon auszu- 
führen. Während der ersten Tage derselben waren östliche Winde vorherrschend. 
Vom 18. Januar an wurde man aber von frischen, beständigen Westwinden 
begünstigt, mit deren Hülfe „Katinka“ bis zum 27. Januar zu dem in 45,5° S-Br 
überschrittenen Meridian von Greenwich segelte. Auf dem Wege zu demselben 
hatte man: 50° W-Lg in 39,8° S-Br am 18. Januar und 20° W-Lg in 44,8° S-Br 
am 24. Januar gekreuzt. Als die Bark sich am 24. Januar in der Nähe von 
45° S-Br und 17° W-Lg befand, wurde dort ein etwa eine englische Meile im 
Durchmesser haltendes etwa 30 m hohes Eisfeld gesehen. In der Wasserwärme 
war damals keine auffallende Veränderung bemerkbar. 
Während die erforderliche Länge abgesegelt wurde, hielt „Katinka“ sich 
für längere Zeit in der Nähe von 46° S-Br. Man traf dort meistens nördliche 
und westliche Winde an, doch beobachtete 'man auch östliche Winde. Durch 
Stürme wurde die Fahrt in keinem nennenswerthen Grade erschwert. Nachdem 
man sich am 6. Februar in der Nähe der Crozet-Inselgruppe befunden hatte, 
wurde am 14, Februar die Insel Amsterdam erblickt und am 15. Februar der Meridian 
von 80° O erreicht. Der 15. Februar war der 19. bis dahin in östlicher Länge 
zugebrachte Tag. Der frische Südwind, welcher „Katinka“ zur Länge von 80° 0 
führte, veränderte sich noch am 15. Februar nach SE, und entstand dann aus 
ihm der Passat, ohne dafs von einer vorhergehenden Störung etwas bemerkt wurde. 
Der unweit 35° S-Br beobachtete höchste Barometerstand von 767,5 mm nahm, 
sowie das von kräftigem Passat getriebene Schiff nach Norden hin vorrückte, 
langsam ab. In geringer Entfernung von 8,5° S-Br und 89,1° O-Lg, wo der 
Luftdruck am 24. Oktober einen niedrigsten Stand von 758,4 mm erreicht hatte, 
zeigte der in leisen Zug übergehende Wind auch das Erreichen der äquatorialen 
Passatgrenze an. Es folgte dann eine längere Zeit, in welcher leiser südöstlicher 
Zug und Windstille vorherrschten. „Katinka“ mufste unter diesen Verhältnissen 
die ganze noch vorliegende Strecke zum -Aequator zurücklegen. Bei flauem 
südlichem Zuge ging die Bark am 2. März in 91,3° O-Lg von südlicher in nörd- 
liche Breite über. Vorher war: 30° S-Br ia 85,7° O-Lg am 17. Februar, 20° S-Br 
in 89,2° O-Lg am 20, Februar und 10° S-Br’'in 89,2° O-Lg am 23. Februar 
gekreuzt worden. 
In nördlicher Breite, wo der Wind um ein Geringes auffrischte, veränderte 
sich derselbe durch S nach W., „Katinka“ segelte dann bei leichter westlicher 
Briese und versetzt von starker östlicher Strömung bis zum 6, März nach 4,5° N-Br 
in 93.1° O-Lg. Auf die unweit dieses Punktes angetroffene Stille folgte. bald
	        
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