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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1885. 
42,3° S-Br und 39,4° O-Lg. Am 22. November, 21 Tage später als östliche 
Länge erreicht worden war, gelangte diese letztere Bark. nach dem in 
36,5° S-Br überschrittenen Meridian von Greenwich, Der Mitsegler „Alice 
Rickmers“ gelangte nach 80° O-Lg in 37,8° S-Br am 23. November. Das 
Vollschiff „Industrie“, welches seine Länge zwischen den Parallelen von 40° 
und 41° S-Br zurückgelegt, hatte 80° O-Lg in 38,5° S-Br-am 11. November 
überschritten. 
Oestlich von 80° O-Lg traf „George“ ‘auch noch günstige Winde an. 
Der Nordwind, bei dem dieser Meridian überschritten wurde, begann bald sich 
nach links zu verändern, so dafs am 25. November die Windrichtung eine süd- 
östliche geworden war. Es liefs sich dann bei heftigem SE-Winde für mehrere 
Tage ein recht günstiger Fortgang erzielen. Fast schien es, als ob dieser Wind 
ohne vorhergehende Störung zum Passat werden wollte. Als „George“ sich 
aber am 29. November bei 23,5° S-Br in 88° O-Lg befand, endete der Ostwind 
in Stille, und e8 verging dann nahezu ein Tag, bevor der frische Ostwind wieder 
durchfafste. Der Mitsegler „Alice Rickmers“ beobachtete diese Störung nicht. 
Derselbe konnte am 29, November, an welchem Tage er sich mittags in 
24,5° S-Br und 90,1° O-Lg befand, bei heftigem Ostwinde 156 Sm nach Norden 
hin zurücklegen, während „George“, dessen Schiffsort damals 23,6° S-Br und 
88° O-Lg war, nur 55 Sm gutmachen konnte. In sehr günstiger Weise erfolgte 
später,. sowohl bei „George“ wie bei „Alice Rickmers“, der Uebergang des 
Windes vom Passat in den westlichen Monsun. Als die erstere Bark sich am 
4. Dezember in geringer Entfernung von 12,5° S-Br und 87,7° O-Lg befand, 
veränderte sich der kräftige Wind durch S nach SW, dem Schiffe aufs Neue 
sine günstige Gelegenheit zur Förderung der Reise gewährend. Bei kurze Zeit 
vorher schwach gewordenem Westwinde ging „George“ am 9. Dezember in 
92,6° O-Lg von südlicher in nördliche Breite über. Vorher war: 30° S-Br in 
87° O-Lg am 26. November, 20° S-Br in 85,7° O-Lg am 1. Dezember und 
10° S-Br in 87,8° O-Lg am 5. Dezember gekreuzt worden. Der Mitsegler 
„Alice Rickmers“ hatte den Aequator in 91,7° W-Lg am 8. Dezember über- 
schritten, und von dem Vollschiffe „Industrie“ war dieses in 92° O-Lg am 
28. November geschehen. 
In nördlicher Breite wurde „George“ noch bis nach 3,7° N-Br in 
94,1° O-Lg von dem dort schwach und unbeständig auftretenden Westwinde 
begleitet. Nachdem derselbe in der Nähe dieses Punktes geendet hatte, segelte 
man bei schwachem, von Stillen unterbrochenem, südlichem Zuge bis zum 
12. Dezember in Sicht der NW-Spitze Sumatras. Der sich dort einstellende 
Nordostmonsun verursachte wieder eine längere Verzögerung der Reise, bis 
schliefslich am 27. Dezember ein in der Nähe von Singapore gelegener Anker- 
platz erreicht wurde. Um zu demselben von 50° N-Br her zu gelangen, waren 
121 Tage erforderlich gewesen. Die Bark „Alice Rickmers“ ankerte am 26. De- 
zember auf der Rhede von Singapore, und das Vollschiff „Industrie“ hatte 
dasselbe am 20. Oktober gethan. 
Von dem auf Java gelegenen Hafen Passoeroean aus trat der mit Zucker 
beladene „George“ am 7. März die Heimreise an. Am 11. März befand sich die 
Bark am Südende der Bali-Strafse, von wo aus bei dem während der nächsten 
Tage angetroffenen, leichten, südwestlichen Winde mit St-B.-Halsen gesegelt 
wurde. Als man in dieser Weise bis zum Mittage des 14. März nach 13,8° S-Br 
in 117,4° O-Lg vorgerückt war, wurde der Wind frischer und böiger, das Wetter 
regnerisch, und es machten sich alle Anzeichen kommenden schlechten Wetters 
demerkbar. In der letzten Hälfte des Tages fiel wolkenbruchartiger Regen, 
dabei blitzte es fast unaufhörlich, das St. Elmsfeuer zeigte sich auf den Mast- 
spitzen und indem der Wind in den Böen bis zur Stärke 10 zunahm, sauk das 
Barometer bis auf 754,0 mm. Um 1 Uhr morgens des 15. März hatte der nun 
aus S wehende Wind fast orkanartige Stärke erreicht, so dafs das in Schaum 
and Wasserdampf gehüllte Schiff mit der Lee-Riegelung nahezu im Wasser lag. 
Nach dieser Zeit begann der Wind sich wieder allmählich nach rechts zu ver- 
ändern; der Luftdruck nahm dabei jedoch noch immer ab und die Windstärke 
womöglich noch zu. Um 2'/2 Uhr morgens, als das Barometer mit 742,7 mm 
3einen niedrigsten Stand erreicht hatte, mälfsigte sich der Orkan plötzlich so 
weit, dafs für 10 bis 15 Minuten fast Stille herrschte. Als nach dieser Zeit
	        
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