Eingänge von meteorologischen Journalen etc, August 1885. : 689.
35,8° O-Lg am 10. Mai, 30° S-Br in 32,7° O-Lg am 13. Mai, 35° S-Br in
25,8° O-Lg am 21. Mai, 40° O-Lg in 18° S-Br am 3. Mai und 30° O-Lg in
34° S-Br am 16. Mai gekreuzt worden. Am 30. Mai hatten‘ den Parallel von
30° Süd im Atlantischen Ocean die von Bassein kommende Bark:„ Wzlly Rickmers“
in 13,5° O-Lg, die auf der Rückreise‘ von Rangoon begriffene Bremer Bark
„Johanne Auguste“ in 13,4° O-Lg, wie die dieselbe Reise ausführende eiserne Bremer
Bark „Wega“ in 14,8° O-Lg überschritten, während das ebenfalls von Rangoon
kommende eiserne Elsflether Vollschiff „Industrie“ zu jener Breite in 12° O-Lg
am 29. Mai zurückgekehrt war. Diese vier Schiffe hatten alle jenen bei
„Sucaheli“ am 16. Mai herrschenden Sturm überstanden. Bei „Willy Rickmers“,
„Johanne Auguste“ und „Industrie“ wehte derselbe am 15. Mai, während „ Wega“
ihn auch am 16. Mai überstand. Derselbe begann und wehte bei der ersteren
Gruppe aus’ südöstlicher oder südwestlicher Richtung, während nördlicher oder
nordöstlicher Wind dort nicht beobachtet wurde. KEin niedrigster Barometer-
stand von 755,3 mm wurde am Mittage des 15. Mai bei dem in 34,8° S-Br und
23,7° O-Lg stehenden „ Willy Rickmers“, ein solcher von 754,1 mm bei- der sich
gleichzeitig in 34,8° S-Br und 221° O-Lg befindenden „Jokanne: Auguste“ und
ein geringster Luftdruck von 751,6 mm bei „Industrie“, deren Schiffsort am
15. Mai. Mittags in 35,2° S-Br und 23,5° O-Lg war, abgelesen. Dagegen sank
bei der am Mittage des 16. Mai in 33° S-Br und 29,6° O-Lg stehenden „ Wega“,
wo der SW-Sturm fast orkanartige Stärke erreichte, das Barometer bis auf
749,7 mm. Bei der um 6 Uhr Morgens des 16. Mai sich in 38,9° S-Br und
30,8° O-Lg befindenden‘ „Suaheli“ nahm der Luftdruck, wie schon erwähnt,
bis auf 740mm ab, Der von heftigen elektrischen‘ Entladungen begleitete
Sturm bewegte sich nach östlicher Richtung. - „Suaheli“, bei welcher ein rasches
Umspringen des Windes. von NNE nach SSW- erfolgte, kam dem Centrum des
Sturmes wahrscheinlich am nächsten. Am-Mittage des 31. Mai befand sich
„Suaheli“ in 29,8° S-Br und 12,3° O-Lg, „Willy Rickmers“ in 28,2° S-Br und
10,6°. O-Lg, „Johanne Auguste“ in 28° S-Br und 10,5° O-Lg, „Industrie“ in
25,6° S-Br und 7,7 O-Lg und „ Wega“ in 28° S-Br und 13,2° O-Lg. Der kräftige
SE-Wind, bei dem „Suaheli“ den Parallel von 30° Süd wieder überschritt, ging
später nicht ohne Störung in den Passat über. Als 28° S-Br erreicht worden
war, nahm jener Wind vielmehr bis zum ganz leisen Zug ab, und es folgte
dann eine lange Zeit der schwachen nordwestlichen und südöstlichen Winde,
Erst am 8. Juni gelang es endlich den in etwa 21,5° S-Br und 5,3° O-Lg ein-
setzenden SE-Passat anzutreffen. Man beobachtete dort einen Barometerstand
von 765,0 mm, während 10 Tage früher in der Nähe von 31° S-Br in 15° O-Lg
ein höchster Stand von 772,2 mn geherrscht hatte. „Willy Rickmers“ fand die
polare Passatgrenze in 21,2° S-Br und 4° O-Lg, wie „Johanne Auguste“ in
20,9? S-Br und 4,3° O-Lg und „Wega“ in 21° S-Br und 5,5° O-Lg am 9. Juni,
während „Industrie“ dasselbe in 20,4° S-Br und 4,8° O-Lg schon am 6. Juni
gethan hatte. Bei dem später zwischen 17° und 4,5° S-Br recht frisch und
beständig wehenden Passate segelte „Svuaheli“ bis zum 23. Juni zu dem in
23,8° W-Lg überschrittenen Aequator., Um-zu demselben von 30° S-Br her zu
gelangen, waren 23 Tage erforderlich gewesen. 20° S-Br hatte man in 3° O-Lg
am 10. Juni und 10° S-Br in 12,6° W-Lg am 17. Juni gekreuzt;‘ Von den Mit-
geglern erreichte „ Willy Rickmers“ die Linie in. 19,6° W-Lg und „Industrie“ in
22,4° W-Lg ebenfalls am 23. Juni, während „Johanne Auguste“ dasselbe in
22° O-Lg am 24. Juni und ;Wega“ in 21,5° W-Lg am 27. Juni that, Am
$. Juni hatten „Suaheli“ und „Wega“ in 23°:-S-Br ‚und 8,2° O-Lg Signale mit
einander ausgetauscht. Es zeigte sich damals die gröfsere Schnelligkeit des
hölzernen Schiffes gegen die des eisernen Mitseglers:
In nördlicher Breite veränderte sich der schwache Wind bei „Suaheli“
durch S nach SW, und rückte die Bark dann bei frischem Winde bis zum
27. Juni nach 7,5° N-Br in 26,5°-W-Lg vor, bevor Mallung angetroffen wurde.
In geringer Entfernung von diesem Punkte veränderte sich der wieder schwach
gewordene Wind von NW.durch N nach NE. Als die Bark sich am 30. Juni
bei 10,1° N-Br in 27,8° W-Lg befand, stellte sich bei ihr der NE-Passat ein,
bei dem die Reise wieder einen günstigeren Verlauf nahm. Der zwischen 13°
und 25° N-Br am Kräftigsten auftretende Passat dehnte sein Gebiet bis nach
28° N-Br in 36,5° W-Lg.aus. In geringer Entfernung von diesem Punkte sank