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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

BRR8 
. Kingänge von meteorologischen Journalen etc., August 1885. 
sich am 11. Februar in der Nähe von 40° S-Br und 30° O-Lg befand, beobachtete 
man dort einen Nordsturm von mäfsiger Stärke, bei dem das Barometer bis auf 
752,6 mm sank. Gleichzeitig herrschte bei der sich in41,5° S-Br und 23,5°W-Lg 
befindenden „Elisabeth Rickmers“ leichte unbeständige südliche und östliche 
Briese, und ein Luftdruck von 751,5mm. Am Ende des 11. Februar stellte 
sich bei dieser Bark ein kräftiger durchstehender SW-Wind ein, während 
„Suaheli“, welche den 12. Februar fast ganz bei Windstille verbracht hatte, erst am 
Schlusse dieses Tages davon begünstigt wurde. Von 38,3° S-Br in 34° O-Lg 
an verfolgte „Suaheli“ einen nordöstlichen Kurs, auf dem sich infolge der an- 
getroffenen frischen SW- und SE-Winde ein recht bofriedigender Fortgang er- 
zielen lief. Unweit von 28,5° S-Br in 43,8° O-Lg, wo die Windrichtung am 
17. Februar eine südöstliche wurde, schien die polare Passatgrenze zu liegen. 
Kurze Zeit nachdem „Suaheli am 18. Februar in Sicht der Südküste von Mada- 
gaskar gelangt war, wurde der frische SE-Wind schwächer, und als die Bark 
sich am 19. Februar bei 22,4° S-Br in 43° O-Lg befand, stellte sich ein flauer 
S-Wind ein, der nicht selten von Stille unterbrochen wurde. Als man bei dem- 
selben weiter nach Norden vorrückte, veränderte sich derselbe weiter nach: 
rechts und wurde wieder etwas stärker. In der Nähe der Comoren-Inseln 
beobachtete man mehrere Tage anhaltende ungünstige NW- und N-Winde. Auf 
Stille und leisen Zug folgte am 3. März ein in 10,2° S-Br und 41,3° O-Lg ein- 
setzender leichter unbeständiger südlicher Wind, bei dem man den letzten 
Reiseabschnitt vollendete. Am 6. März, 98 Tage später als der Kanal ver- 
lassen worden war, erreichte „Suaheli“ einen in der Nähe des Bestimmungs- 
hafens gelegenen Ankerplatz. In östlicher Länge hatte die Bark: 40° S.Br in 
31° O-Lg am 11. Februar, 35° S-Br in 40,2° Ö-Lg am 14. Februar, 30° S-Br 
in 43,2° O-Lg am 16. Februar, 25° S-Br in 43,7° O-Lg am 18. Februar, 20° S-Br 
in 42,3° O-Lg am 21. Februar, 15° S-Br in 42,6° O-Lg am 24. Februar, 10° S-Br 
in 41,2° O-Lg am 3. März, 20° O-Lg in 39° S-Br am 8. Februar, 30° O-Lg in 
39,9° S-Br am 11. Februar und 40° O-Lg in 35° S-Br am 14. Februar gekreuzt, 
Der Meridian von 30° Ost war von „Elisabeth Rickmers“ in 41,5° S-Br am 
13. Februar und von „Terpsichore“ in 435° S-Br am 15. Februar geschnitten 
worden. Am 6, März Mittags befand sich „Elisabeth Rickmers“ in 33,1° S-Br 
und 88,6° O-Lg und „Terpsichore“ in 36,5% S-Br und 98° O-Lg. In der Strafse 
von Mozambique war von „Suaheli“ keine sehr bedeutende Strömung beobachtet 
worden. Die gröfste versetzte die Bark, während der drei Tage, welche sie 
bei den Comoren-Inseln verbrachte, mit etwa %4 Ku Stärke nach Norden. 
Südlicher Strom wurde überhaupt kaum angetroffen. 
Nachdem „Suaheli“ bis zum 12. April im Hafen von Zanzibar gelegen 
hatte, wurde die Heimreise nach Hamburg angetreten. Der frische SSW-Wind, 
bei dem dasselbe geschah, veränderte sich in gröfserem Abstande vom Lande 
durch S nach SE. Es wurde dann für einige Zeit mit B-B.-Halsen gesegelt. Als 
östlichsten Punkt erreichte „Suaheli“ 6,1° S-Br und 43° O-Lg. Nachdem dort 
am 16. April wieder gewendet worden war, konnte man bei mäfsigem ziemlich 
raumem Passat in einem Schlage.bis zum 19. April nach 10° S-Br in 41,2° O-Lg 
segeln. Von diesem in der Nähe des Kap Delgado gelegenen Punkte ab 
mufste gegen mäfsigen Südwind gekreuzt werden. Man konnte dann, da die 
Strömung auch meistens eine ungünstige war, nur in langsamer Weise vor- 
rücken, Von 20,5° S-Br in 398° O-Lg an konnte bei dem sich nun vor- 
herrschend in südöstlicher Richtung haltenden Winde fast stets mit B-B.-Halsen 
gesegelt werden, und südlich von 24° S-Br nahm der Wind die raume nord- 
östliche Richtung an. Als „Suaheli“ sich am 16. Mai in der Nähe von 34° S-Br 
und 30,5° O-Lg, also etwa 80 Sm von der SO-Spitze Afrikas entfernt befand, 
beobachtete man dort einen heftigen Sturm, der aus NNE begann, aus WSW 
endete und bei dem das Barometer bis auf 740,0mm sank. Nach diesem 
Sturm hielt sich der stürmische Wind für mehrere Tage im westlichen Halb- 
kreise. Bei mäfsigem NW-Winde gelangte „Suaheli“ am 28, Mai in Sicht des 
Feuers vom Kap der guten Hoffnung, und der am nächsten Tage durchkommende 
frische Südwind führte die Bark bis zum 81. Mai zurück zu dem in 13,2° O-Lg 
überschrittenen Parallel von 30° Süd. Südlich von demselben hatte man 18 Tage 
zugebracht. Vorher war: 10° S-Br in 41,8° O-Lg am 20. April, 15° S-Br in 
42,3° O-Lg am 26. April, 20° S-Br in 36,9° O-Ly am 5. Mai, 25° S-Br in
	        
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