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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Klima von Port Stanley. Falklands-Inseln. 
Während unserer Anwesenheit in Buenaventura war Regen nicht sehr 
häufig. Die Angesessenen dort versicherten mir aber, dafs dieses ein Ausnahme- 
fall sei; für gewöhnlich fiele das ganze Jahr hindurch immer ziemlich viel 
Regen, Die Temperatur der Luft im Schatten schwankte zwischen 26° und 
29° C, Im Ganzen war das Klima und der Gesundheitszustand in Buenaventura 
weit besser als in Guayaquil, 
Zum Klima von Port Stanley. Falklands-Inseln. 
Von Dr. A, von Danckelman, 
Die in Symons’s „Met. Magazine“ in den monatlichen klimatologischen 
Uebersichten des Britischen Reiches für die Periode Juli 1881 bis Dezember 1883 
regelmäfsig veröffentlichten Mittelwerthe für einige meteorologische Elemente 
liefern in Verbindung mit den in den Proceedings der Meteorological Society, 
1880, pag. 199—9202, publieirten Beobachtungen aus den Jahren 1875—1877, 
die sich sehr wahrscheinlich auf dieselbe Beobachtungs-Station beziehen, das 
Material, um für Port Stanley auf den Falklands-Inseln, einem in klimatologischer 
Hinsicht sehr interessanten Punkt, fünf- bis sechsjährige Mittelwerthe zu bilden, 
die im Folgenden Platz finden mögen. 
Die Monatsmittel der Temperatur werden aus den Monatsmitteln der 
Extreme gebildet, und steht zu erwarten, dafs die Mittelwerthe den wahren 
Mitteln sehr nahe kommen werden. Denn in Süd-Georgien, wo 24stündige Be- 
obachtungen vorliegen, stellte sich das wahre Mittel der Monatstemperatur zu 
dem aus den Extremtemperaturen abgeleiteten wie folgt: 
Süd-Georgien. 
94st. Mittel 
Mittel d. Extreme 
1882 September 
Oktober 
November 
Dezember 
Januar 
Februar 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
August 
Mittel 
— 9,90° 
1,27 
9,94 
2,74 
*56 
835 
',D4 
0,48 
— 0,24 
—2,91 
2,31 
118 
1,39 
n.81° 
7 
2,92 
3,86 
4,67 
D,41 
3,67 
0,69 
0,31 
—2,86 
— 2,37 
1,17 
1,45 
mei 
Wie man sieht, ist die Uebereinstimmung der beiden Mittelwerthe zu 
allen Jahreszeiten eine recht gute, so dafs erwartet werden darf, dafs das unten 
zich ergebende Jahresmittel der Temperatur von Port Stanley, nämlich 6,0°, 
der Wahrheit sehr nahe kommen wird. Die Beobachtungen von Kapt. Seemann 
zu Port Stanley, während der Internationalen Beobachturgsperiode September 1882 
bis August 1883, ergaben, wenn man die um 6*, 8 a, m., 2%, 8 und 10* p. m. 
wenn auch nicht ganz regelmäfsig und lückenlos angestellten Beobachtungen in 
geeigneter Weise redueirte (s. „Zeitschrift der Deutschen Meteorologischen Ge- 
sellschaft“, I. Band, pag. 79), ebenfalls eine mittlere Jahrestemperatur von 6,0°. 
Der wärmste Monat in Port Stanley ist der Januar mit 9,7°, der kälteste 
der Juli mit 2,5°, die Jahres-Amplitude beträgt also 7,2°. Die trockensten 
Monate sind Oktober und November, jedoch ist in allen Jahreszeiten die Regen- 
wahrscheinlichkeit gröfser als 0,5, Niederschläge sind daher recht häufig, die 
mittlere Regenhöhe dagegen ist nicht sehr bedeutend, blofs 632mm. Die Be- 
wölkung ist in allen Monaten eine sehr starke und zeigt kaum eine jährliche 
Periode. Zu bemerken ist, dafs die umstehenden Werthe der Bewölkung sich 
wahrscheinlich auf um 9* a. m. angestellte Beobachtungen beziehen, es liefs sich 
dies aus Symons’ „Magazine“ nicht mit absoluter Sicherheit feststellen.
	        
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