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Reisebericht S. M. Kr.-Freg. „Bismarck“.
Die hier beschriebene geometrische Lösung der Aufgabe bei drei Höhen
benutzt Herr Prof. Weyer in seiner Eingangs erwähnten Abhandlung weiter
zu einer angenäherten konstruktiven Lösung des Problems auch bei mehr als
drei Höhen. Nach seinem Vorgange besteht das einzuschlagende Verfahren
einfach darin, dafs man immer drei Linien zusammenfafst, und für diese, wie
angegeben, den Grebe’schen Punkt bestimmt, dann aus den so gefundenen
Punkten nochmals den diesen am besten entsprechenden wahrscheinlichsten Be-
„bachtungsort ermittelt. So sind in nachstehender Figur die sechs Höhenlinien
des Beispiel 2 gezeichnet; bestimmt man in den aus den Linien 1, 2, 6 und
3, 4, 5 gebildeten Dreiecken den Grebe’schen Punkt, verbindet beide Punkte
durch eine gerade Linie, so ist der Halbirungspunkt P dieser Linie der gesuchte
wahrscheinlichste Punkt; auf denselben gelangt man in derselben Weise, wenn
man die Grebe’schen Punkte in den aus Linie 1, 2, 5 und 3, 4, 6 gebildeten
Dreiecken bestimmt.
Aus den Reiseberichten S. M. Kr.-Freg. „Bismarck“, Kommandant
Kapt. z. See Karcher.
i. Bemerkungen über die Insel St. Thomas und die Westküste von Afrika,
zwischen der Corisco-Bucht und Kamerun.
S. M. Kr.-Freg. „Bismarck“‘ verließs Kamerun am 29. Mai d. J. zur
Fahrt nach der Insel St. Thomas (Säo Thome). Nachdem zunächst längs der
Ostküste der Insel Fernando Po in einem Abstande von ca 3 Sm gesteuert
worden war, wurde Kurs auf die Insel Principe (Princes) genommen. Am
nächsten Tage kam dieselbe in Sicht, Ihre Ostseite wurde in 2 bis 3 Sm Ent-
fernung passirt und dann zwischen der Haupt- und der Carocha-Insel hindurch
and dicht an dem Felsen Great Brother vorbei auf die Insel St. Thomas zu-
gedampft; dieselbe kam am nächsten Morgen in ca 8 Sm Abstand in Sicht.
Später wurde in der Anna de Chaves-Bucht auf 12m Wasser, gelbem Sand-
grunde, geankert.