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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Kleine Notizen, 
4. Reihentemperaturen im Grofsen Ocean. Kapt. C. H. F. Ringe, 
Führer der Deutschen Bark „Jupiter“, dem wir schon mehrere werthvolle Tiefen- 
temperaturen verdanken (s. diese Annalen 1880 S. 485 u. 486, 1881 S. 229 und 
1882 S. 326), hat nachstehende Reihentemperaturen, welche er südwestlich von 
Kap Horn und nordöstlich von den Salomon-Inseln gemessen hat, eingesendet. 
Dat, u. Stunde Ort Temperatur °C. . 
1882-30. Sept. S-Br W-Lg Obfi. 80m 175m 250m 820m 440m 660m 880m 1040m 
9h am. 58°50' 71°51' 51 47 42 45 3,9% 
4b p.m. # # 44 44 36 27 28* 
1883 18. Dez. S-Br 0O-Lg Obfl. 90m 220m 240m 275m 320m 370m 440m 540m 825m 915m 
8—9ha,m. 4°58' 161°44' 29,2 29,2 21,1* 22,3 184 133 10,1* 114 95 7,9 7,6* 
Die mit * bezeichneten Temperaturen sind mit Negretti&Zambra-Thermo- 
meter gemessen. 
An alle Angaben sind die Thermometer-Korrektionen angebracht. 
5. Wirbelströme im Kanal zwischen Great Banda und Pulo 
Pisang. Banda-Inseln. („Hydr. Mitth,“ 39/222, Pola 1885.) Nach einem 
Bericht des Kommandanten der Oestr.-Ung. Korv. „Saida“, Linienschiffs-Kapt. 
Heinrich Fayenz, wurden im Kanal zwischen Great Banda und Pulo Pisang !) 
heftige Wirbelströme gefunden; dieselben erlaubten es nur schwer den Kurs zu 
behalten; für Segelschiffe dürfte daher dieser Kanal kaum zu befahren sein. 
Die Fluth setzt von Goonong Api längs Great Banda nach Pulo Pisang 
3 bis 4 Sm die Stunde. Die Fluthhöhe beträgt im Kanal ca 3 m. 
6. (D.S.) Witterungs-, Wind- und Strömungsverhältnisse in 
der T’afelbai. Kapt. F, Ehrenreich, von der Deutschen Bark „Bürgermeister 
Kirstein“, schreibt: „Während meines Aufenthaltes in der Kapstadt vom 6, bis 
25. März 1885 war das Wetter daselbst, abgesehen von einzelnen Windstöfsen, 
die von dem Tafelberg herunterfielen, immer schön. Auffällig ist die häufig 
auftretende Erscheinung, dafs man an der Westseite der Bai leichte nördliche 
und nordwestliche Winde oder Windstillen hat, während auf der gegenüber- 
liegenden Seite starke südöstliche Winde wehen. Diesen Verhältnissen gegen- 
über erscheint es zweckmäfsig, beim Inseegehen sich zunächst nach der Ostseite 
der Bai hinüberschleppen zu lassen und dann mit dem günstigen südöstlichen 
Winde daselbst und dem nach N setzenden Strom die Passage zwischen der 
Robben-Insel und dem Festlande zu nehmen. Unter den hohen Bergen auf der 
Westseite der Bai wird ein Schiff durch die herrschende Windstille häufig ge- 
zwungen, mehrere Tage umherzutreiben. Uns erging es so beim Einkommen, und 
ich hatte später noch mehrmals Gelegenheit, es auch an andern Schiffen zu 
beobachten, Da nun aufserdem an der Westseite der Bai der Strom ebenfalls 
nach N setzt, so dürfte auch für die einkommenden Schiffe die östliche Passage 
zu empfehlen sein.“ 2) 
7. Strömung im Kanal von Mozambique. 8. M. S. „Bismarck“ 
beobachtete auf der Fahrt von Kapstadt nach Zanzibar im August d. J. im 
Kanal von Mozambique und bis nach Zanzibar, den ersteren in ungefähr 100 Sm 
von Madagascar passirend, folgende Stromverhältnisse, Von 28° S-Br bis zur 
Breite der Barren-Inseln setzte der Strom durchschnittlich nach WNW mit 2 Kn 
Fahrt; eine Ausnahme hiervon trat unmittelbar südlich des Einganges zum 
Kanal von Mozambique ein, wo der Strom mit der Stärke von 1 Kn nach S 
lief. Im nördlichen Theil des Kanals bis 120 Sm südlich der Komoren-Gruppe 
setzte der Strom nach NNE 12 Sm im Etmal, von dort bis zur Südspitze der 
Insel Comoro östlich, längs der Ostseite der Insel nördlich, etwa 1 Sm p. h,, 
nördlich von Comoro WNW mit 2 Kn Fahrt im Durchschnitt. Auf der Latham- 
Bank und bis zur Höhe von Ras Makuduchi auf der Ostseite der Insel Zanzibar 
zeigte sich ein nach NzW setzender Strom, der auf der Bank mit ca 1 Kn. 
) Vgl. „India Directory“, Horsburgh, 1864, pag. 716. 
7 Vol. diese Annalen 1885. S. 1386 a. 137.
	        
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