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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Juli 1885. 
der Allas-Strafse. Am 5. November, 54 Tage nach der Abfahrt von Cebu, 
stellte sich bei dem in 9,9° S-Br und 115° O-Lg stehenden „Gerd Heye“ der 
SE-Passat ein. 
Im Indischen Ocean fand „Bernhard Carl“ zunächst auch noch sehr un- 
günstige Verhältnisse. Dort herrschende, meist aus südlicher oder westlicher 
Richtung kommende Mallung, wie Stille hielten an bis die Bark nach 13,5° 
S-Br in 111,38° O-Lg gelangt war. Erst bei dem sich am 1l. Januar in geringer 
Entfernung von diesem Punkte einstellenden SE-Passate liefs sich zum ersten 
Male auf dieser Reise eine längere Zeit anhaltender günstiger Fortgang er- 
zielen. Nachdem der bis 22,5° S-Br ziemlich frisch auftretende Passat südlich 
von dieser Breite noch für mehrere Tage in geringer Stärke geweht hatte, 
ondete derselbe am 27. Januar in der Nähe von 24,2° S-Br und 74° O-Lg in 
leisen Zug. Man beobachtete dort einen Barometerstand von 764,5 mm. Nach- 
dem jener leichte östliche Zug mehrere Tage geherrscht hatte, nahm derselbe 
wieder bis zum frischen Winde zu. Die Bark segelte bei demselben bis zum 
3. Februar nach 28,7° S-Br in 56° O-Lg. Ein Umlaufen des Windes nach NE 
und spätere Drehung durch N und W zurück nach S und SE, wie solcher Vor- 
gang in diesem Meerestheile sonst so gewöhnlich angetroffen wird, erfolgte 
auch jetzt nicht. Nachdem der durch S gehende Wind für kurze Zeit aus west- 
licher Richtung geweht hatte, kehrte derselbe auch nun durch S zurück nach 
SE und gewährte der Bark aufs Neue eine günstige Gelegenheit zur Förderung 
der Reise. In Uebereinstimmung mit der Thatsache des Nichtvorkommens von 
Rundläufen des Windes war der sich nicht stark verändernde, mittelhohe Luft- 
druck, welchen man beobachtete. Die erste Drehung des Windes nach NE und 
bald darauf durch N nach W fand statt, als „Bernhard Carl“ sich am 12. Fe- 
bruar in etwa 32,5° S-Br und 32° O-Lg befand. Nachdem sich der heftig ge- 
wordene Wind dann 2 Tage im westlichen Halbkreise gehalten hatte, kehrte 
er durch S zurück nach SE und E. Am 19. Februar erreichte die, Mangel 
an Lebensmitteln leidende Bark den Hafen der Kapstadt. Es waren damals 
schon 125 Tage seit der Abreise von Yap vergangen. Während der Fahrt über 
den Indischen Ocean hatte man: 10° S-Br in 114,8° O-Lg am 5. Januar, 20° 
S-Br in 95,5° O-Lg am 17. Januar, 30° S-Br in 43° O-Lg am 8. Februar, 
30° O-Lg in 21,7° S-Br am 19. Januar, 60° O-Lg in 27,5° S-Br am 2, Februar 
und 30° O-Lg in 33° S-Br am 14. Februar gekreuzt. Am Mittage des 19, Fe- 
bruar befand sich das Vollschiff „Marie“ schon in 0,2° N-Br und 21,7° W-Lg 
und die Bark „Johanna“ in 23,8° S-Br und 4,3° O-Lg. . 
Nachdem „Bernhard Carl“ in der Kapstadt alles Erwünschte erhalten 
hatte, wurde die Reise am 23. Februar fortgesetzt. Bei frischem SW-Winde 
wurde ein nordwestlicher Kurs gesteuert, und als man denselben eine kurze 
Zeit eingehalten hatte, ging der Wind ohne Störung in den Passat über. Die 
südliche Grenze desselben schien in der Nähe von 33,5° S-Br und 17° O-Lg zu 
liegen. Bei dem nördlich von 19° S-Br nur sehr schwach auftretenden Passate 
segelte „Bernhard Carl“ bis zum 19. März zu der in 21,4° W-Lg überschrittenen 
Linie, Der 19, März war der 24, seit der Abreise vergangene Tag. 30° S-Br 
hatte man in 14,7° O-Lg am 24. Februar, 20° S-Br in 4,7° O-Lg am 2. März 
und 10° S-Br in 8° W-Lg am 11. März gekreuzt. 
In nördlicher Breite wurde „Bernhard Carl“ bis nach 0,4° N-Br in 21,6° 
W-Lg vom SE-Passate begleitet. Nachdem derselbe in der Nähe dieses Punktes 
bis zum leisen Zuge abgenommen hatte, vergingen 2 Tage, während welcher 
man bei dem leisen, sich von SE nach NE verändernden Zuge bis zum 22. März 
nach 2,1° N-Br in 23° W-Lg vorrückte. In geringer Entfernung von diesem 
Puukte frischte der nordöstliche Zug auf und wurde Passat. Bei diesem durch- 
gehends frisch und beständig wehenden Winde segelte „Bernhard Carl“ bis 
zum 8. April zu der, in 32° N-Br und 35,5° W-Lg gelegenen, polaren Passat- 
grenze, Als sich dort der mäfsige Wind nach SE veränderte, zeigte das Baro- 
meter auf einen Stand von 769,8 mm. Zwei Tage vorher war. unweit von 29° 
N-Br ein höchster Stand von 773,4 mm beobachtet worden. Nördlich vom Passat- 
gebiet führte der mäfsige Wind zunächst eine Drehung durch S und W nach 
N aus, um sich dann für längere Zeit in letzterer und der nordwestlichen 
Richtung zu halten, Die Bark vollendete dabei den letzten noch vorliegenden 
Theil der Reise. Am 19. April, 55 Tage später als die Kapstadt verlassen
	        
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