Eingänge. von meteorologischen Journalen ete,, Juli 1885.
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Straße durchsegelt und weiter in rascher Fahrt bis zum 21, Mai nach 34° S-Br
in 165° O-Lg vorgerückt. In geringer Entfernung von diesem Punkte lief der
noch immer heftig wehende Wind durch S nach SSE, um sich dann in lang-
samer Drehung nach links weiter zu verändern und auch gleichzeitig schwächer
zu werden. Als „Bernhard Carl“ sich am 24. Mai in der Nähe von 32° S-Br
in 171° O-Lg befand, war das Barometer auf einen höchsten Stand von 768,8 mm
gestiegen. Als der Luftdruck nun rasch zu sinken begann, stellte sich ein
schnell auffrischender NE-Wind ein, der bald durch N auf NW ging. Als das
Barometer am 26. Mai, bei 32,7° S-Br in 175° O-Lg, auf den niedrigsten Stand
von 753,7 mm ‚gesunken, war auch die Richtung des mäfsigen Windes W
geworden. Indem der Wind sich während‘ der nächsten Tage langsam weiter
nach links veränderte, wurde seine Richtung in der Nähe von 32° S-Br und
174,5° W-Lg eine südöstliche. Es schien dann, als ob dieser Wind ohne vor-
hergehende Störung zum Passat werden wolle. Als man sich aber am 2, Juni
bei 23,5° S-Br in 170° W-Lg befand, drehte der kräftige Wind nach NE und
indem er schwach wurde, vollendete er während des folgenden Tages einen
Rundlauf nach links. Unweit von 22° S-Br in 170° W-Lg, wo die Windrichtung
am 3. Juni wieder eine südöstliche geworden war, lag die polare Passatgrenze.
Den letzten Reiseabschnitt legte „Bernhard Carl“ dann, begünstigt von frischem
SE-Passate, zurück. Am 7. Juni, 31 Tage später als Port Adelatde verlassen
worden war, ankerte die Bark auf der Rhede von Apıa, Auf dem Wego zu
derselben hatte man: 35° S-Br in 160,5° W-Lg am 20. Mai, 30° S-Br in 171°
W-Lg am 31. Mai, 25° S-Br in 170° W-Lg am 1. Juni, 20° S-Br in 170,2° W-Lg
am 4. Juni und 15° S-Br in 170,4° W-Lg; wie 150° O-Lg in 39° S-Br am
17. Mai, 160° O-Lg in 35,8° S-Br am 20. Mai, 170° O-Lg in 32,5° S-Br am
23, Mai, 180° Länge in 33,2° S-Br am 27. Mai und.170° W-Lg in 286° S-Br
am 31. Mai gekreuzt.
In Apia löschte „Bernhard Carl“ den letzten. Theil seiner Ladung.
Nachdem dann wieder eine aus Koprah bestehende Theilladung eingenommen
worden war, ging die Bark am 14, Juli in See, um nach Jalutt weiter zu segeln.
Bei dem von Anfang an aus einer nördlich von E liegenden Richtung kommen-
den mäfsigen und beständigen Passat wurde ein nordnordwestlicher Kurs ein-
geschlagen. Man kreuzte: 10° S-Br in 173,8° W-Lg am 16. Juli, 5° S-Br in
176,8° W-Lg am 18. Juli und erreichte am 22. Juli den in 179° O-Lg über-
schrittenen Aequator. Der 22, Juli war der 7. seit der Abreise verflossene
Tag. Während der Fahrt zur Linie war an jedem Mittage eine westliche Ver-
setzung von im Mittel 1 Kn Stärke konstatir6 worden. In der Nähe des
Aequators betrug die Stärke des Weststromes jedoch 30 bis 40 Sm täglich.
Der mäfsige NE-Wind begleitete „Bernhard Carl“, bis derselbe sich am
923. Juli in der Nähe von 2,7° N-Br und 176,5° O-Lg befand. Der von diesem
Punkte ab noch vorliegende Theil der Reise erforderte infolge der auf ihm
angetroffenen höchst ungünstigen Verhältnisse noch eine ungewöhnlich lange
Zeit. Leichte bis nach 5,5° N-Br in 171,2° O-Lg meist nördliche oder östliche,
nördlich von diesem Punkte vorherrschend westliche Mallung wie Stille ver-
ursachten, dafs erst am 5. August der Bestimmungsplatz erreicht werden konnte.
Es waren dann 21 Tage seit dem Reiseantritt vergangen.
Da „Bernhard Carl“ auch in Jaluit nicht voll beladen werden konnte,
mufste das Schiff noch weiter nach Ponape versegeln. Diese Reise wurde bei
leichtem Südwinde am 16. August angetreten. Bei dem sich bald nach SE
und NE drehenden Winde rückte man dann bis zum 22, August nach 7° N-Br
in 160,6° O-Lg vor. Mit dem Erreichen dieses Punktes endete der günstige
Verlauf der Reise. An die Stelle .des mäfsigen Ostwindes trat nun ein leiser,
von vielen Stillen unterbrochener, meist aus südlicher oder westlicher Richtung
kommender Zug, bei dem sich nur ein sehr langsamer Fortgang erzielen liefs. Un-
günstig war dabei besonders die nun auftretende östliche etwa */z bis %/4 starke
Strömung. In der Nähe des Bestimmungsplatzes waren die Verhältnisse derart
ungünstig, dafs, obgleich man schon am 26. August Ponape erblickte, man
doch erst‘ am 2, September den gewünschten Ankerplatz erreichen konnte, Es
waren dann 17 Tage seit der Abreise von Jaluit vergangen. Als die Bark
sich am. 22. und 23. August in der Nähe von 7,5° N-Br und 160,5° O-Lg be-
Funden hatte. waren dort im Meere treibende Bimsteinmassen gesehen worden.