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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Juli 1885. 
zögerung. Erst nachdem man am 3. Februar 3° S-Br überschritten hatte, wurde 
der Passat kräftiger und gewährte der Bark dadurch für einige Tage die Mög- 
lichkeit einer raschen Fahrt. Südlich von 14,5° S-Br wurde die Windstärke 
jedoch schon wieder eine geringe, und als man sich am 8. Februar in der Nähe 
7on 16° S-Br und 34° W-Lg befand, endete der Passat. Bei einem Barometer- 
stande von 762,4 mm nahm dort der ganz schwach gewordene Ostwind bis zur 
Stille ab. Als der, auf diese folgende, leichte östliche Zug nach einigen Tagen 
auffrischte, wurde die Windrichtung eine nordöstliche. Indem der Wind sich 
dann für verhältnilsmäfsig sehr lange Zeit im nordöstlichen Quadranten hielt, 
nahm die Reise wieder einen günstigen Verlauf. Erst unweit von 33° S-Br in 
185° W-Lg fand am 21. Februar" zum ersten Male eine Drehung des Windes 
durch N nach W statt. Indem der Wind diese Drehung durch die westlichen 
Striche in wenigen Stunden vollendete, kehrte er nach dem östlichen Halbkreise 
zurück. Nach dieser Zeit erfolgten die Windveränderungen nach links, die 
auch noch fernerhin vorherrschend blieben, in unregelmäfsiger Weise. Nachdem 
die Windrichtung am 27, Februar abermals eine nordwestliche geworden war, 
legte man, von frischem Westwinde begünstigt, bis zum 1. März die Strecke zu 
dem in 40,4° S-Br überschrittenen ersten Meridian zurück. Der 1. März war 
der. 29. bis dahin in südlicher Breite verbrachte Tag. Während dieser Zeit 
hatte man: 10° S-Br in 31,3° W-Lg am 6. Februar, 20° S-Br in 32,6 W-Lg am 
11. Februar und 30° S-Br in 28° W-Lg am 17. Februar gekreuzt. Am 25, Fe- 
bruar hatte „Bernhard Carl“ sich in Sicht von Tristan d’ Acunha befunden. Von 
den Mitseglern erreichte „Bessel“ den Meridian von Greenwich in 40,7° S-Br 
am 25. Februar und „Paula“ in 40,8° S-Br am 29. Februar. „Spica“, welche 
20° S-Br in 35,3° W-Lg am 7, Februar gekreuzt hatte, befand sich am 1. März 
Mittags in 47,9° S-Br und 62,3° W-Lg. 
Während der Zeit, in welcher ein Ostkurs eingehalten wurde, hielt 
„Bernhard Carl“ sich anfänglich in der Nähe von 41° S-Br. Als man später 
durch frische SE-Winde nach 59° S-Br zurück verdrängt worden war, wurde 
doch bei dem folgenden günstigen Winde wieder der Parallel von 42° S-Br 
aufgesucht. Die angetroffenen Winde waren zwar vorherrschend westliche, doch 
beobachtete man auch verhältnifsmäfsig häufig östliche. Winde. Stürme er- 
schwerten die Fahrt fast gar nicht, vielmehr wurden, entsprechend dem oft 
recht hohen Luftdrucke, häufig unerwünscht leichte Winde und selbst Stille 
beobachtet. Als „Bernhard Carl“ bis zum 17. April nach 36° S-Br in 134,4° 
O-Lg gesegelt hatte, veränderte sich dort der mälsige Wind durch S nach SE. 
Man vollendete darauf den noch vorliegenden Reiseabschnitt bei fast nur aus 
östlicher Richtung kommenden Winden. Nachdem man schon am 18, April in 
Sicht der Küste des Festlandes von Australien gelangt war, wurde am 22. April 
der Hafen von Adelaide erreicht. Es waren damals 111 Tage seit der Abreise 
vom Kanal vergangen. In östlicher Länge war von der Bark: 20° O-Lg in 
10,6° S-Br am 6. März, 50° O-Lg in 42° S-Br am 19. März, 80° O-Lg in 
39° S-Br am 28. März und der Meridian des Kap Leeuwin in 38,2° S-Br am 
10, April überschritten worden. Der Mitsegler „Bessel“, welcher die letztere 
Länge in 45° S-Br am 29. März gekreuzt, die vom Südkap von Tasmanien in 
14,8° S-Br am 6. April überschritten hatte, ankerte im Hafen von Sydney am 
17. April. Die Bark „Paula“ welche sich, während sie die Länge ablief, 
meistens in der Nähe von 42° S-Br gehalten hatte, kreuzte die Länge der SW- 
Spitze von Australien in 42° S-Br am 4. April. Dieselbe erreichte den Hafen 
von Melbourne am 17. April. Am 22, April, dem Tage an welchem „Bernhard 
Uarl“ seinen Bestimmungsplatz erreichte, befand sich die Bark „Spica“ in 
11,4° S-Br und 112° W-Lg. 
Nachdem „Bernhard Carl“ in Port Adelaide einen Theil seiner Ladung 
entlöscht hatte, versegelte derselbe mit dem Reste derselben nach Apta. Die 
Reise dahin wurde am 8. Mai bei leichtem, nordöstlichem Winde angetreten. 
Dieser Wind endete in Stille, nachdem die offene See erreicht worden war. 
Auf die Windstille folgte nach einem Tage ein längere Zeit anhaltender, 
heftiger Südwind, bei dem sich nur ein sehr geringer Fortgang erzielen liels. 
Erst nachdem die Windrichtung am 13. Mai, in geringer Entfernung von 
38° S-Br in 136° O-Lg, eine südwestliche geworden war, nahm die Reise einen 
günstigeren Verlauf, Bei stürmischem Westwinde wurdo am 15. Mai die Bass-
	        
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