Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Juli 1885.
gekreuzt. Der Mitsegler „Germania“ war zum. ersten Meridian in 39,6° S-Br,
wie „Esmeralda“ in 40,8 S-Br am 21. Januar gekommen.
Um die Länge abzulaufen, suchte „Pax“ den Parallel von 43° 8 auf.
Die dort angetroffenen Winde kamen vorherrschend aus nördlicher und west-
licher Richtung. Stürmisch waren dieselben-nur an einigen Tagen, dagegen
beobachtete man verhältnifsmäfsig recht häufig unerwünscht schwache Winde
and selbst Stille. Den heftigsten, die Bark zum Beidrehen zwingenden, Sturm
überstand „Pax“ am 22, und 23. Februar in der Nähe von 43,8° S-Br und
55° O-Lg. Derselbe begann aus N, endete aus SW und war von Blitz wie von
einer Abnahme des Luftdrucks bis auf 743,4 mm begleitet. Am 2, März,
25 Tage später als westliche Länge verlassen worden war, erreichte „Pax“
80° O-Lg in 39,3° S-Br.
An demselben Tage an welchem „Pax“ bei stürmischem Westwinde
80° O-Lg überschritt, überfluthete eine schwere Sturzsee das Verdeck des
Schiffes und zertrümmerte neben anderen Sachen das Steuerrad und den Steuer-
kompafs. Als die Bark sich am 5. März in der Nähe von 37° S-Br ünd
89,5° O-Lg befand, veränderte sich dort der schwach gewordene Wind durch
S nach E. Es folgte dann eine lange Zeit flauer, meist östlicher, nicht selten
von Stillen unterbrochener Winde, durch die eine bedeutende Verzögerung der
Reise verursacht wurde, Erst nachdem „Paz“ bis zum 18, März nach 31,5° S-Br
in 105,5° O-Lg vorgerückt war, konnte man bei dem, dort bei einem Barometer-
stande von 761,5 mm durchkommenden SE-Passat wieder rascheren Fortgang
erzielen. Der zwischen 30° und 19° S-Br in befriedigender Stärke wehende
Passat sank, als „Pax“ sich am 23. März in der Nähe von 18,5 S-Br und
110,8° O-Lgy befand, wieder zur fiauen unbeständigen Briese herab. Der Fort-
gang wurde nun wieder ein sehr langsamer und besonders war dieses der Fall,
nachdem man sich den kleinen Sunda-Inseln bis auf eine gewisse Entfernung
genähert hatte. Am 1, April kam die Küste von Lombock in Sicht. Die Durch-
segelung. der Allas-Strafse nahm infolge von Gegenstrom und leichter ungünstiger
Winde ebenfalls eine recht lange Zeit in Anspruch. Es gelang daher erst am
11. April die Sunda-See zu erreichen. Nachdem man auch. sie bei ganz
schwacher östlicher Briese überschritten hatte, gelangte „Pax“ am 18. April
zur Salayer-Strafse. In ihr, wie in der Molukken-See, war der Fortgang des
Schiffes dann ein solch ungemein langsamer, dafs, um von 6,1° S-Br in
120,8° O-Lg nach 4,2° S-Br in .123,9° O-Lg zu kommen, nicht weniger als
13 Tage erforderlich waren, Am 9. Mai befand sich „Pax“ in Sicht von der
Insel Buru und am 26. Mai ging endlich das, infolge des langen Aufenthaltes
in diesen engen Gewässern allmälig ganz langsam gewordene Schiff in der
Molukken-Passage in 126,3° O-Lg von südlicher in nördliche Breite über. Es
waren bis dahin nicht weniger als 55 Tage, seit der Zeit, zu welcher man in
Sicht von Lombock gelangte, verflossen.:
in nördlicher Breite war die Richtung des angetroffenen Windes zwar
meistens eine günstigere, doch war auch dort die Windstärke auf lange hinaus
noch eine derart geringe, dafs sich kein auch nur einigermafsen befriedigender
Fortschritt erzielen liefs. Nur auf der zwischen 10° und 17° N-Br liegenden
Strecke wurde man von etwas frischerem und beständigerem Ostwinde begünstigt.
Nördlich vom letzteren Parallele waren schwache südwestliche und südöstliche
Winde vorherrschend. Das Gelbe Meer wurde gröfstentheils bei flauem nord-
östlichem Winde durchsegelt und endlich am 3, Juli auf der Rhede des, in der
Nähe des Kap Shantung gelegenen Bestimmungsplatzes geankert. Es waren
dann nicht weniger als 210 Tage seit der Abreise vom Kanal verflossen. Auf
dem östlich von 80° O-Lg liegenden Reiseabschnitt hatte die Bark: 30° S-Br
in 105,7 O-Lg am 19. März, 20° S-Br in 110° O-Lg am 23. März, 10° S-Br in
115,7° O-Lg am 30, März, 5° N-Br in 128° O-Lg am 2. Juni, 10° N-Br in
128,7° O-Lg am 10. Juni, 15° N-Br in 128,5 O-Lg am 13. Juni, 20° N-Br in
126,1° O-Lg am 17, Juni, 25° N-Br in 123° O-Lg am 20. Juni, 30° N-Br in
125,9° O-Lg am 23. Juni und 35° N-Br.in 123,3° O-Lg am 27. Juni gekreuzt.
Der Mitsegler „Germania“, welcher 80° O-Lg in 38° S-Br am 14. Februar
erreicht hatte, gelangte zur Linie in 88,3° O-Lg am 4, März und nach Rangoon
am 26. März. Die Bark „Eemeralda“ passirte: 80° O-Lxy in 44,4° S-Br am
13, Februar, die Ombay-Passage am 14, März und den Aequator in 129,3° O-Lrg
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