Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, Juli 1885.
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zeit der Abreise verflossene Tag. Während dieser Zeit hatte man: 10° N-Br
in 91° O-Lg am 3. März und 5° N-Br in 89,8° O-Lg am 5. März gekreuzt.
Die am 24. Februar von Rangoon aus in See gegangene Bark „Eilen Rickmers“
erreichte südliche Breite in 90,2° O-Lg am 6, März. Und das eiserne, Ham-
burger Vollschiff „Urania“, welches die Rangoon-Flufsmündung am 26. Februar
verlassen hatte, passirte die Linie in 89,6° O-Ly am 8, März. Am 9, März
Mittags befand sich „Auguste“ in 2,1° S-Br und 88,5° O-Lg, „Eilen Rickmers“
in 7,2° S-Br und 90,4° Ö-Lg und „Urania“ in 2,6° S-Br und 894° O-Lg.
Nachdem der in südlicher Breite recht frisch und beständig wehende
Westmonsun „Auguste“ bis zum 13. März nach 9° S-Br in 88,5° O-Lg geführt
hatte, endete derselbe in leichte Mallung und Stille. Auf diese folgte ein Tag
später der in eiwa 9,8° S-Br und 87,8° O-Lg einsetzende SE-Passat, bei dem
die Reise aufs Neue einen günstigen Verlauf nahm. „Ellen Kickmers“, die sich
4 Tage lang mit Mallung und Stille hatte plagen müssen, fand den Passat am
13. März in 10,4° S-Br und 90,4° O-Lg, und von „Urania“ geschah dasselbe in
8,7° S-Br und 91,9° O-Lg am 15. März. Die polare Grenze des von „Auguste“
nur in mäßiger Stärke beobachteten SE-Passats lag für dieses Schiff am
26. März in 23,2° S-Br und 65,4° O-Lg; für „Ellen Rickmers“ am 25. März in
23,4° S-Br und 63,2° O-Lg und für „Urania“ am 27. März in 22° S-Br und
68°.O-Lg. Bei allen drei Schiffen veränderte sich der mäfsige Wind zunächst
nach NE, um darauf einen Rundlauf nach links auszuführen und später zum
südöstlichen Viertel zurückzukehren. Bei „Ellen Rickmers“ verlief derselbe in
regelmäfsiger Weise, so dafs diese Bark dabei ganz guten Fortgang nach
Westen erzielen ‘konnte, dagegen sank der Wind während jenes Vorganges bei
den beiden Mitseglern zum leisen Zuge und selbst zur Stille herab. „Auguste“
beobachtete bei der polaren Passatgrenze einen Barometerstand von. 762,2 mm,
„Ellen Rickmers“ von 762,8 mm und „Urania“ einen solchen von 763,4 mm.
Südlich vom Passatgebiet führte der Wind bei „Auguste“ zunächst 2 Rund-
läufe nach links aus. Nachdem der zur Zeit heftige Wind am 5. April.in der
Nähe von 27,3° S-Br in 475° O-Lg, wieder durch N gegangen war, hielt er
sich vorwiegend im westlichen Halbkreise, Seine Stärke wurde dann, während
der Luftdruck sich ziemlich gleichmäfsig auf 762 mm hielt, eine sehr mäfsige.
Als das Barometer nach einiger Zeit auf mehr als 766 mm gestiegen: war, ver-
änderte sich der Wind wieder nach SSE, und es folgten abermals zwei unregel-
mäfsige Drehungen des Windes nach links, Dieselben waren von bedeutenden
Barometerschwankungen begleitet. Nachdem am 14. April ein höchster Luft-
Aruck von 771,4 mm beobachtet worden war, sank das Glas während der
nächsten 2 Tage auf 750,5 mm, um .in 36 Stunden wieder auf 770,8 mm zu
steigen und in den folgenden 48 Stunden auf 757,4 mm zu sinken, Als dieser
letzte Stand am 20. April, in der Nähe von 34,5° S-Br und 26,3° O-Lg ab-
gelesen wurde, wehte ein kräftiger NW-Wind. Man beobachtete dann längere
Zeit anhaltende Westwinde, die an mehreren Tagen stürmisch wehten, Bei
mäfsigem Westwinde überschritt „Auguste“ am 28, April die Länge der Kap-
stadt. Westwinde, die weil aus nördlicher Richtung kommend, besonders un-
günstig waren, wurden zunächst auch noch im Atlantischen Ocean angetroffen,
Am 1. Mai veränderte sich unweit von 324° S-Br in 16° O-Lg der frische
Wind, bei einem Barometerstande von 769,7 mm, von SW durch S nach SSE
und führte das, Schiff in rascher Fahrt zu dem am 3. Mai in 12° O-Lg über-
schrittenen Parallel von 30° S. Das Schiff hatte südlich von demselben
17 Tage zugebracht. Auf dem Wege zur Südspitze von Afrika war: 10° S-Br
in 87,5° O-Lg am 14, März, 20° S-Br in 73° Ö-Lg am 21. März, 30° O-Lg in
34° O-Lg am 16. April, 60° O-Lg in 246° S-Br am 30. März und 30° O-Lg
in 31,6° S-Br am 18. April gekreuzt worden. Der Mitsegler „Ellen Rickmers“
war nach 30° S-Br in 12,3° O-Lg am 25. April gelangt und „Urania“ erreichte
diesen Parallel in 11,5° O-Lg am 6. Mai,
Der frische SE-Wind, bei dem Auguste“ wieder nördlich von 30° S-Br
gelangte, war schon der Passat, Man durchsegelte bei diesem zwischen 21,5°
und 4° S-Br recht kräftig herrschenden Winde den Süd-Atlantischen Ocean, bis
zu dem am 20. Mai in 22,2° W-Lg überschrittenen Aequator. Um zu demselben
von 30° S-Br ab zu gelangen, waren 17 Tage erforderlich gewesen. 20° S-Br
hatte man in 4,3° W-Lg am 11. Mai und 10° S-Br in 16,3° W-Lg am 16. Mai
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