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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Juli 1885.
Nachdem „Auguste“ die Sunda-Strafse bei in derselben angetroffener,
leichter östlicher Mallung durchkreuzt hatte, wurde die Sunda-See und die
Gaspar-Strafse bei frischerer südöstlicher Briese passirt und am 30, September
die in 106,6° O-Lg überschrittene Linie erreicht. . .
In der China-See, wo sich die leichte südöstliche Briese zunächst nach
SW veränderte, endete diese bald in leichte Mallung. Man konnte dann von
6° N-Br an, da dort auch sehr häufig Windstille herrschte, nur in sehr lang-
samer Weise nach Norden hin vorrücken. Zunächst kam die.Mallung zwar noch
meist aus günstiger Richtung. Nachdem aber 9° N-Br erreicht worden war,
wehte sie vorherrschend aus dem nordöstlichen Viertel, und indem sie nach und
nach stärker wurde, entstand aus ihr der für lange Zeit indessen nur noch sehr
schwache und unbeständige NE-Monsun. Erst als „Auguste“ bis zum 18. Ok-
tober nach 15° N-Br in 113,8° O-Lg vorgerückt war, nahm der Monsun bis
zum frischen Winde zu. Als man gegen denselben kreuzend bis zum 20. Oktober
nach 17,4° N-Br in 113,5° O-Lg gekommen war, beschlofs Kapt. Jost in einem
Schlage nach der Küste Luzons hinüber zu biegen und dort bei den in Lee
derselben zu erwartenden leichten südöstlichen Winden so weit nach Norden
aufzuarbeiten, dafs man in einem Schlage mit St-B.-Halsen die chinesische Küste
anholen könne. Man gelangte am 23. Oktober in Sicht von Luzon, wo während
der nächsten Tage flaue veränderliche Mallung und Stille beobachtet wurden.
Als man sich am 26. Oktober in Sicht von Tambobo Point befand, wurde mit
St-B.-Halsen am Winde abgesteuert von der Küste. Am 29. Oktober gelangte
die vom frischen NE-Monsun begünstigte „Auguste“ in Sicht der Küste Chinas,
und am 30. Oktober wurde auf der Rhede von Hongkong geankert. Es waren
dann 127 Tage seit der Abfahrt vom Kanal verflossen. Während der Fahrt
durch die China-See hatte man: 5° N-Br in 107,4° O-Lg am 2. Oktober, 10°
N-Br in 110,9° O-Lg am 10. Oktober, 15° N-Br in 113,8° O-Lg am 18. Oktober
und 20° N-Br in 116,5° O-Lg am 28. Oktober gekreuzt. Kapt. Jost fügte dem
Schlusse der Reise die Bemerkung hinzu, dafs während seiner Anwesenheit in
Hongkong dort mehrere Amerikanische Schiffe eintrafen, welche zur Ausführung
ihrer Reisen die östliche Passage benutzt hatten. Dieselben hatten aber alle
weit längere Reisen, als diejenige der „Auguste“ war.
Nachdem „Auguste“ in Hongkong: entlöscht worden war, nahm dieselbe
Ballast ein, um damit nach Rangoon zu versegeln. Am 11, Dezember wurde
der Hafen bei ganz leichtem östlichem Winde verlassen. Auf Seo frischte der
Wind -bald zum kräftigen Monsun auf, Das Schiff eilte dann in rascher Fahrt
südwärts, kreuzte: 20° N-Br in 113,3° O-Lg am 12. Dezember, 15° N-Br in
112,8° O-Lg am 13. Dezember, 10° N-Br ia 109,5° O-Lg am 15, Dezember,
5° N-Br in 106° O-Lg am 16. Dezember und ankerte am 18. Dezember auf der
Rhede von Singapore. Am 19. Dezember wurde der Anker wieder gelichtet
und die.Reise fortgesetzt. Anstatt des vorher herrschenden, so beständigen
günstigen Windes wurden nun flaue unbeständige Winde, wie Stillen angetroffen,
bel denen man nur in langsamer Weise vorrücken konnte. Von unweit 8°
N-Br in 96,5° O-Lg an wurde „Auguste“ oft wieder vom NE-Monsun begünstigt,
doch war derselbe wenig beständig, nicht selten von kurzer Stille, wie leisem
Zuge unterbrochen. Am 7. Januar 1885, 27 Tage später als Hongkong verlassen
worden war, ankerte „Auguste“ in der Nähe der Rangoon-Flufsmündung. Da
das Schiff hier die Order erhielt, nach Bassein weiter zu segeln, wurde am
10. Januar die Reise dahin fortgesetzt. | .
In Bassein, nach welchem Platze „Auguste“ am 12. Januar gelangt war,
orhielt das Schiff eine volle Ladung Reis, Als dieselbe eingenommen und alles
wieder in seefähigen Zustand versetzt worden war, trat die Bark am 27. Fe-
bruar die Heimreise nach Bremen an, Der mäfsige, zu Anfang derselben
wehende NW-Wind, veränderte sich nach und nach, so wie man weiter nach
Süden hin vorrückte, nach N und wurde dann für kurze Zeit ganz flau. Als
die. Windrichtung bald darauf eine nordöstliche geworden war, wurde die
Windstärke wieder eine grössere und dem entsprechend der Verlauf der Reise
ein günstigerer. Als „Auguste“ bis zum 7. März nach 2,8° N-Br in 89,5° O-Lg
vorgerückt war, drehte der schwach gewordene Wind durch N zurück nach
NNW, und bei Wind aus letzterer Richtung ging die Bark am 8. März in
88,9° O-Le von nördlicher in südliche Breite über. Der 8. März war der 9.