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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Beobachtungen von Luft- und Wassertemperaturen. 
W-Lz 
Tiefe in 
N-Br 
| 
In 
Engl 
Kad. 
Bodenbeschatfenheit 
© 
Pr 
+4 
3517 0 75210 756 Al 
35 19 0 7458 0) 68 37 
35.23 0 745130 | 106 58 
35 21 30 7452 0 | 589 | 39“ 
3542 0 1745430 | 79 
35 43 0 1745330 | 82 | * 
35 43 30 71452 O| 102 | 5, 
a5 44 0|71451 0) 241 | 13% 
Feiner Sand 
dito 
dito 
Grauer Schlick 
Grauer und schwarzer Sand 
Jlito 
Sand, schwarze Sprenkeln 
Schwarzer Schliek, Sand 
625 
Temperatur 
des Wassers 
lauf dem! an der 
| Grunde | Oberfl. 
°C. °C. 
18,9 
5,6 
13,9 
25,0 
25,0 
26,1 
26,1 
2.1 
21,7 
21,7 
91.7 
Beobachtungen von Luft- und Wassertemperaturen. 
Auf einer Reise von Southampton nach Montevideo an Bord des Dampfers 
„Leibnitz“ hat Herr J. Y. Buchanan, der bekannte Begleiter der Challenger- 
Expedition, eine Reihe Temperatur-Beobachtungen der Luft und des Oberflächen- 
wassers im Atlantischen Ocean angestellt.!') Wenngleich dieselben nur eine 
kurze Periode umfassen und aufser einem Thermometer keine besonderen 
Instrumente dafür zur Verfügung standen, so liefern sie doch einen werthvollen 
Beitrag für den Vergleich der Lufttemperatur und der Oberflächentemperatur 
des Wassers und bestätigen die auch schon aus anderen Betrachtungen abgeleitete 
Regel, dafs im Allgemeinen das Oberflächenwasser wärmer ist als die darüber 
befindliche Luftschicht. Herr Buchanan hat seine Beobachtungen in „Nature“ 
No. 815 d. J. veröffentlicht und einer Diskussion unterworfen. Die Beobach- 
tungen begannen am 21. Januar in 34° N-Br und wurden bis zur Ankunft auf 
dem La Plata am 8. Februar fortgesetzt, 
Zum Messen der Wassertemperatur wurde in einem Eimer gut frei 
vom Schiff und auf der dem abgelassenen Kondensationswasser entgegengesetzten 
Seite Oberflächenwasser geschöpft und in dieses dann sogleich das Thermometer 
gebracht. Da das Schiff mitten im Winter den Kanal verlief und ziemlich 
direkt nach Süden steuerte, so stieg die Temperatur Anfangs natürlich sehr 
schnell, Zwischen 34° und 10° N-Br wurde ein sehr gleichmäfsiges Steigen 
von durchschnittlich 0,36° C. per Grad beobachtet. Von 5° N-Br bis 15° S-Br 
war die Temperatur gleichmäfsig hoch, im Durchschnitt 26,86° C. Nach dem 
Passiren des 15. Breitenparallels fiel sie und zeigte bei Annäherung an das 
flache Wasser auf der Abrolhos-Bank gröfsere Schwankungen; die mittlere 
Temperatur auf dieser Bank betrug 25,56°, Hinter Kap Frio und zwischen 
den Parallelen von 25° und 30° traten bedeutende und oft plötzliche Temperatur- 
veränderungen ein; das beobachtete Maximum war 26,7° und das Minimum 24,3°. 
Da die höheren Temperaturen meistens von gröfserem Salzgehalt begleitet waren, 
so ist es wahrscheinlich, dafs diese Aenderungen nicht der Wirkung großer 
Flüsse oder sonstigen Festlandseinflüssen zuzuschreiben sind, sondern dafs die 
Ursache im Ocean zu suchen ist, indem das salzärmere und kältere Wasser 
der tieferen Schichten gegen die Küste und an die Oberfläche gedrängt wird 
und sich sodann unvollkommen mit dem wärmeren und dichteren Oberflächen- 
wasser mischt. In 30° S-Br machte sich der Einflufs des La Plata-Stromes 
» Gleichzeitig wurden Dichtigkeitsmessungen des Wassers ausgeführt, die aber nach einiger 
Reduktionen bedürfen.
	        
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