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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Tiefseeforschungen im Golfstrom und an der Ostküste Nordamerika’s. 
paktem Thon, der so erhärtet war, dafs grofse eckige Stücke, oft über 25kg 
schwer, im Netze nach oben kamen, von welchen trotz der grofsen Geschwindig- 
keit, mit welcher sie durch das Wasser gezogen waren, so gut wie gar nichts 
abgespült war. Diese harten Thonmassen gleichen grofsen Steinblöcken; mit 
lem Messer geschnitten, haben sie eine Konsistenz wie Seife und zeigen Flecke 
von Dunkelgrün, Oliven- und Blaugrün. Getrocknet bilden sich Risse, und die 
Massen zerfallen in eckige Bruchstücke. Sie bestehen aus reinem Thon, ge- 
mischt mit mehr oder weniger Sand, und zeigen unter dem Mikroskop Körner 
von Quarz- und Feldspat mit Glimmerschuppen. In dem Thon sind mehr oder 
weniger Schalen von Globigerinen und anderen Foraminiferen enthalten, die- 
3elben machen jedoch nur einen geringen Bruchtheil desselben aus. An anderen 
Stellen zwischen 1800m und 3000m Tiefe war der Boden bedeckt oder zum 
grofsen Theil zusammengesetzt aus harten, sehr unregelmäfsigen, flachen, rinden- 
ähnlichen Konkretionen von Thon und Eisenoxyd mit mehr oder weniger Mangan- 
oxyd in den vielen Spalten und Löchern. Stücke von 2 bis 15cm Dicke, mit 
sinem Gewicht von wenigen Gramm bis 10kg wurden heraufgeholt; an der 
anteren Seito bestanden sie oft aus zähem blauem Thon. An eiuzelnen Stationen 
wurden abgerundete Geschiebe und Rollsteine von Granit, Gneilßs und anderen 
krystallinischen Gesteinen gefunden, die mit niederen Thieren reichlich bedeckt 
waren; zerstreut kamen dieselben auch vielfach an der inneren Grenze des 
Golfstroms vor; wahrscheinlich sind sie durch Eismassen von den anliegenden 
Küsten dorthin gebracht. An einer Stelle, in 39° 3‘ 15“ N-Br und 70° 50' 45“ 
W-Lg, wurde in 2811m Tiefe eine große Menge von Ziegelsteinen mit an- 
aaftendem Mörtel und Rufs gefischt, einzelne ganz erhalten, die meisten zer- 
3atückelt; die anhängenden Thiere bewiesen, dafs sie sich noch nicht lange am 
Meeresboden befunden haben konnten. Aller Wahrscheinlichkeit nach rühren 
dieselben von einem Wrack her, oder sie haben den Deck-Ofen eines Walfisch- 
fängers gebildet und sind über Bord geworfen. An den 10 Stationen zwischen 
360m und 5500m wurde überall Globigerinenschlamm gefunden, niemals rother 
Thon, wie er nach den Beobachtungen des „Challenger“ in diesen Tiefen vor- 
kommen soll. 
Die beobachteten Temperaturen in 3600m bis 4800m lagen zwischen 
2,5° und 2,8° C.; dieselben Temperaturen wurden in 1800m bis 2800m gefunden, 
and es ergab sogar eino Beobachtung in 1765m auch 2,7°, woraus gefolgert 
wird, dafs das Minimum der Temperatur in dem untersuchten Gebiet auf un- 
gefähr 1500 m Tiefe liegt. 
Die folgenden Lothungen sind den Angaben des „American Journal of 
Science“ No. 170, Februar 1885, sowie einzelne den „Annales hydrographiques“, 
2. Serie, 2, Semester 1884, entnommen; bei den letzteren sind keine Temperatur- 
messungen beigefügt. 
V.Br 
W-Le 
Tiefe in 
m 
Engl. 
Fad. 
Bodenbeschaffenheit 
Temperatur 
des Wassers 
auf dem‘ an der 
Grunde Oberfl. 
MM.‘ °C 
9 44 
27 57 20 
757 0 
27 59 30 
3 115 
757 0 
38.15 0 
2929 0 
3930 0 
3932 0 
3938 0 
39 22 30 
39 33 40 
59 31 50 
39.29 0 
39 30 10 
39 925 50 
73 56 10 
73 53 30 
73 48 40 
73344 0 
7234 0 
2 3.0 
212 0 
1218 0 
72 18 15 
72 38 30 
72 21 30 
12 845 
530 
7 515 
{28 
"1 49 30 
157 
283 
812 
1038 
2926 
2915 
14 
20 
350 
307 
3 
3 
öl w. 
419 9299 
932 510 
9536 | 598 
Kies 
Grauer Sand 
Grüner Schlick 
lito 
obigerinenschlamm 
Grauer Schlick 
Grauer Schlick, Sand 
‘ito 
3lauer harter Thon 
ärüner Schliek 
Schwarzer Schlick 
Srauer Schlick, Sand 
Grader Sand, schwarze Sprenkel 
SZrüner Schlick, Sand 
Schwarzer Schlick 
dito 
3,9 
3,9 
2,8 
"A 
40 
6 
6 
3,9 | 
59 
21,7 
23,5 
24,4 
21,1 
24,4 
20,0 
20,0 
20,0) 
20,0 
19,4 
20.0
	        
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